Hafenerweiterung

Die Elbvertiefung wird von den Planern damit begründet, dass sich nach ihren Prognosen der Container-Umschlag von heute rund 9 Mio. TEU bis zum Jahr 2025 auf mehr als 25,3 Mio. TEU p.a. verdreifachen und es einen Trend zu immer größeren tiefergehenden Schiffen geben soll.

„Damit der Hamburger Hafen das prognostizierte Umschlagpotenzial erschließen kann, bedarf es ausreichender Kapazitäten. Bedingt durch die räumlichen Einschränkungen stehen für den Senat und die Hafenunternehmen folgende Handlungsfelder im Mittelpunkt der Hafenentwicklung:
– Aufwertung bestehender Infra- und Suprastruktur
– Steigerung der Produktivität auf den Terminals
– Umstrukturierung von Flächen im Hafen (Hafenerweiterung nach innen)
– Erschließung weiterer Flächenpotenziale“[1]

Die Schaffung der Suprastruktur (z.B. Containerbrücken) und die Produktivitätssteigerungen der Terminals sind grundsätzlich die Verantwortungsbereiche der Terminalbetreiber. Für die verbleibenden Handlungsfelder ist die Stadt Hamburg verantwortlich. Sie muss durch Investitionen sicherstellen, dass ausreichende Hafen- und Verkehrsflächen zur Verfügung stehen, um die prognostizierten Containermengen umschlagen zu können. Der Hamburger Hafen verfügt derzeit über vier Containerterminals und eine Ausbaureserve CTS.

  • CTH Container Terminal Hamburg, Eurogate
  • CTB Container Terminal Burchardkai, HHLA
  • CTA Container Terminal Altenwerder, HHLA
  • CTT Container Terminal Tollerort, HHLA

Elbvertiefung und Hafenerweiterung hängen dabei unmittelbar von einander ab: wenn die Elbe vertieft wird, müssen zwingend die Terminalkapazitäten ausgebaut werden. Die Dimension dieses Ausbaus wird durch folgende Zahlen sichtbar:

In 2006 wurden im Hamburger Hafen knapp 8,9 Mio. TEU umgeschlagen bei einer Jahreskapazität der vier Terminals von 9,2 Mio. TEU. Diese Kapazität soll auf knapp 18 Mio. TEU im Jahre 2015 und 25 Mio. TEU im Jahre 2025 ausgebaut werden. [2]

Die einzelnen Teilprojekte zur Steigerung der Terminalkapazitäten über Hafenerweiterungs- und Umbaumaßnahmen stellen wir in den folgenden Seiten vor.

Die Gesamtkosten im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Themenschwerpunkt „Hafenerweiterungs- und Umbaumaßnahmen“ ergeben einen Betrag von 1.182.191.000 €. Diese bilden jedoch nur einen Teil der Kosten: seit Jahren werden die Terminalkapazitäten unter Einsatz von Millionenbeträgen erhöht. Ein Gefühl für das Ausmaß der Kosten ergeben die nachrichtlich angeführten Quellen. [3]

                 Gesamtkosten                Hamburger Anteil
Maßnahmen Summe 1.184.133.000 € 1.184.133.000 €
Westerweiterung 298.542.000 € 298.542.000 €
Innerer Hafen 97.500.000 € 97.500.000 €
CTS Steinwerder 600.000.000 € 600.000.000 €
Östlicher Hafen 23.000.000 € 23.000.000 €
Altenwerder Logistik 20.000.000 € 20.000.000 €
Altenwerder CTA-Erweiterung 165.091.000 € 165.091.000 €

Lesen Sie weiter bei der -> Westerweiterung am CTH


1  Hamburgische Bürgerschaft, Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft, “Hafenentwicklungsplan “Hamburg hält Kurs, Hafenentwicklungsplan bis 2025″, Drucksache 20/5550,  Anlage zur Drs 20/5550, Seite 22 ff.
2  Hamburgische Bürgerschaft, Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft: „Schaffung zusätzlicher Umschlagkapazitäten im Hamburger Hafen durch Erweiterung des Container-Terminals Hamburg (Westerweiterung Eurogate)“, Drucksache 18/6205, Seite 3
3  Hamburgische Bürgerschaft, Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft: „Hafen-Sonderinvestitionsprogramm“, Drucksache 18/1681 und Hamburgische Bürgerschaft, Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft: „Hafenentwicklungsplan 2005“, Anlage 1, Seite 32 ff., Drucksache 18/1680 und
Hamburgische Bürgerschaft, Schriftliche kleine Anfrage: „Erweiterung von Terminalkapazitäten“, Drucksache 18/6952