Köhlbrandbrücke

Die Köhlbrandbrücke ist ein Wahrzeichen von Hamburg. Doch um dieses Wahrzeichen steht es nicht gut.

Die 1974 fertiggestellte Köhlbrandbrücke soll noch rund 20 Jahre mit laufenden Unterhaltungsmaß­nahmen wirtschaftlich betrieben werden können.[1] „Beim Bau hatte niemand damit gerechnet, dass der Hafenverkehr so schnelKöhlbrandbrückel wächst. 25 000 Laster täglich zermürben die Stahlbetonkonstruktion. Reparaturen verschlingen Millionen. Zuletzt wurde sogar eine Fahrspur in jede Richtung für Lkw gesperrt, um die Brücke zu schonen. Offiziell gibt der Senat dem Bau noch 20 Jahre Lebenszeit. Doch bei der Hamburg Port Authority (HPA), die die Brücke betreibt, wird selbst daran gezweifelt: Denn der Verkehr wächst stetig…Bürgermeister Scholz benennt in der Mopo „Irgendwas zwischen 700 Millionen und mehr als einer Milliarde Euro dürfte ein Neubau heute kosten – je nach Brückengröße.“[2]

Aufgrund der langen Planungsvorlaufzeiten wurden von HPA erste Planungen für einen Ersatzneubau durchgeführt: danach würde die Brücke im Norden der jetzigen Auffahrt auf der Westseite, direkt entlang der Südkante des Rosskanals verlaufen. Auf der Waltershofer Seite könnte durch den Wegfall des Zolldurchlasses nach der Aufhebung der Freizone (Anfang 2013) die Serpentinenabfahrt entfallen und direkt an die Auffahrt zur A7 und den Finkenwerder Knoten münden. [3] Fest stehen soll, dass die neue Köhlbrandbrücke eine Durchfahrtshöhe von 70 m haben wird.

Der Senat hält in seinen Verlautbarungen weiterhin daran fest, dass die Köhlbrand bis zum Jahr 2030 halten wird.[4] Bei den andauernden Brückenbaustellen mit Fahrbahnsperrungen und der anhaltenden Verkehrsbelastung fällt es schwer, dieses zu glauben. Konkretere Planungen für einen Neubau sind durch den Senat bereits angekündigt worden[5] und vom HPA-Geschäftsführung letztmalig im November 2015 bestätigt worden. [6]

Kosten
Stand 2013:                                                   700.000.000 € [2]

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[1] Hamburgische Bürgerschaft, Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft, „Hamburg hält Kurs, Hafenentwicklungsplan bis 2025“, Drucksache 20/5550
[2]
Hamburger Morgenpost: „Hamburg verliert ein Wahrzeichen“ vom 12.06.2012
[3] Stadt, Land, Hafen: „Ist das die neue Köhlbrandbrücke“, Ausgabe 07/2012
[4] Hamburgische Bürgerschaft, Schriftliche kleine Anfrage, „Instandhaltung und Neubau der Köhlbrandbrücke“, Drucksache 20/11689
[5] Hamburgische Bürgerschaft, Große Anfrage, „Hafen, Transport und Logisitik“, Drucksache 20/4968 in Verbindung mit Schriftliche kleine Anfrage, „Machbarkeitsstudie Köhlbrandbrücke“, Drucksache 20/4432.
[6] Täglicher Hafenbericht: „HPA treibt Planungen für neue Köhlbrandbrücke voran“ vom 13.11.2015