{"id":562,"date":"2013-11-02T20:53:49","date_gmt":"2013-11-02T18:53:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=562"},"modified":"2013-11-05T22:30:48","modified_gmt":"2013-11-05T20:30:48","slug":"das-tiefgangsexperiment","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=562","title":{"rendered":"Das Tiefgangsexperiment"},"content":{"rendered":"<p>Wir laden Sie zu einem Experiment ein! Ein Experiment mit gleichen Baukl\u00f6tzen (die stellen Container dar). Nehmen Sie eine m\u00f6glichst rechteckige Auflaufform und legen diese mit einer Lage Kl\u00f6tzen aus. Lassen Sie die Form schwimmen und stellen den Tiefgang fest. Beladen Sie drei weitere Auflaufformen in gleicher Weise. Verbinden Sie die vier Formen (z.B. mit W\u00e4scheklammern) hintereinander oder nebeneinander und messen Sie jeweils den Tiefgang. Sie werden feststellen, dass der Tiefgang gleich bleibt.<\/p>\n<p>Nun ver\u00e4ndern Sie den Versuchsaufbau, indem Sie die gleiche Anzahl der Kl\u00f6tze in zwei Auflaufformen in zwei Lagen stapeln und messen den Tiefgang. Siehe da: er ist gr\u00f6\u00dfer geworden.<\/p>\n<p>Nehmen wir an, Sie k\u00f6nnten f\u00fcr den Transport Ihrer Ladung zwischen zwei unterschiedliche Schifftypen entscheiden, die \u00fcber das gleiche Fassungsverm\u00f6gen verf\u00fcgen : einem schmalen Schiff mit hohen Lader\u00e4umen und einem breiten Schiff mit flacheren Lader\u00e4umen. W\u00fcrden Sie das breite Schiff w\u00e4hlen, h\u00e4tten Sie sich im Verh\u00e4ltnis zum schmalen Schiff f\u00fcr einen Transport mit geringerem Tiefgang entschieden. Sie k\u00f6nnten auch ein Fahrzeug mit gr\u00f6\u00dferem Fassungsverm\u00f6gen als Sie ben\u00f6tigen w\u00e4hlen: der Tiefgang w\u00fcrde sich grunds\u00e4tzlich nochmals verringern &#8211; allerdings w\u00e4re die Auslastung schlecht.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00f6\u00dfere Fahrzeuge haben also nicht zwangsl\u00e4ufig einen gr\u00f6\u00dferen Tiefgang.<\/strong><\/p>\n<p>Die Formel f\u00fcr das sogenannte Aufrichtungsverm\u00f6gen eines Schiffes (in der Fachsprache der Nautiker: Stabilit\u00e4t) gesteht den relativ breiteren Schiffen einen gr\u00f6\u00dferen Maximaltiefgang zu, da diese kentersicherer sind. Dieser Maximaltiefgang kann aber in der Regel von sehr gro\u00dfen Containerschiffen nie ausgenutzt werden.\u00a0 Es k\u00f6nnen n\u00e4mlich nicht beliebig viel Container \u00fcbereinander gestapelt werden, da die Containerbr\u00fccken in der H\u00f6he (ca. 16 Container im und auf dem Schiff zusammen)\u00a0 Grenzen setzen und der unterste Container nicht beliebig viel Last tragen kann. Er muss nicht nur das Gewicht der auf ihn lastenden Container (bis zu sieben) tragen, sondern zus\u00e4tzlich das in schwerer See durch Beschleunigungen (1g zus\u00e4tzlich) multiplizierte Gewicht. G\u00e4ngige Seecontainer sind mit ca. 200 t belastbar.<\/p>\n<p>Da die Abmessungen der jetzt aufgestellten Containerbr\u00fccken ausgereizt sind, werden die zuk\u00fcnftig gr\u00f6\u00dften Containerschiffe wieder geringere Tiefg\u00e4nge haben, insbesondere wenn die Schiffe wegen fehlendem Ladungsaufkommen nicht voll ausgelastet fahren.<\/p>\n<p>siehe auch: <a href=\"http:\/\/www.containerhandbuch.de\/chb\/scha\/index.html?\/chb\/scha\/scha_13_09_03_02.html\" target=\"_blank\">Containerhandbuch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir laden Sie zu einem Experiment ein! Ein Experiment mit gleichen Baukl\u00f6tzen (die stellen Container dar). Nehmen Sie eine m\u00f6glichst rechteckige Auflaufform und legen diese mit einer Lage Kl\u00f6tzen aus. Lassen Sie die Form schwimmen und stellen den Tiefgang fest. Beladen Sie drei weitere Auflaufformen in gleicher Weise. 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