{"id":10171,"date":"2016-06-02T20:40:42","date_gmt":"2016-06-02T19:40:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10171"},"modified":"2017-01-26T19:46:29","modified_gmt":"2017-01-26T17:46:29","slug":"premiere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10171","title":{"rendered":"Premiere"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/QueenElizabethLandstrom.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9093\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/QueenElizabethLandstrom.jpg\" alt=\"QueenElizabethLandstrom\" width=\"250\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/QueenElizabethLandstrom.jpg 922w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/QueenElizabethLandstrom-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/QueenElizabethLandstrom-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>In Hamburg hat es noch keiner gemerkt und es ist eigentlich auch gar nicht mehr zu glauben. Aber wie das <a href=\"http:\/\/www.tageblatt.de\/lokales\/aktuelle-meldungen_artikel,-Hamburgs-Landstromanlage-geht-in-Betrieb-_arid,1221806.html\" target=\"_blank\">Stader Tageblatt<\/a> berichtet, soll am morgigen Freitag die Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal in Altona mit der &#8220;AIDAsol&#8221; erstmalig in Betrieb genommen werden. Wir dr\u00fccken die Daumen, dass alles funktionieren wird!<\/p>\n<p>Das soll aber nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass die Anlage aufgrund krasser Fehlplanungen eine <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=9972\" target=\"_blank\">Investitionsruine<\/a> bleibt. Auch das Stader Tageblatt berichtet \u00fcber die Nutzbarkeit des Terminals lediglich f\u00fcr kleinere Kreuzfahrtschiffe und stellt fest, das mit der AIDAsol nur ein einziges Schiff in diesem Jahr bei lediglich sechs Anl\u00e4ufen das Landstromangebot nutzen wird und die Reedereien mit vorgeschobenen Kostenargumenten alles unternehmen werden, m\u00f6glichst keinen Landstrom zu beziehen.<\/p>\n<p>Im Hamburger Senat guckt man betreten beiseite. Genauso die Reedereien. Beide scheinen sich nicht in der Verantwortung f\u00fcr saubere Luft bei Einwohnern bzw. Passageieren zu f\u00fchlen. Aber wer soll es denn dann richten? Der liebe Gott, oder schauen wieder alle auf die b\u00f6se EU?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Landstrom-Altona-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-6243\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Landstrom-Altona-1.jpg\" alt=\"Landstrom Altona 1\" width=\"250\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Landstrom-Altona-1.jpg 1556w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Landstrom-Altona-1-300x181.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Landstrom-Altona-1-1024x617.jpg 1024w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Landstrom-Altona-1-900x543.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Dass es seit dem Jahr 2011 auch anders geht, k\u00f6nnen <a href=\"http:\/\/www.kn-online.de\/News\/Nachrichten-aus-Kiel\/Oslo-Color-Faehren-haengen-an-der-Dose\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">wir in Oslo wahrnehmen<\/a>. Der Osloer Hafen liegt wie der Hamburger Hafen mitten in der Stadt. Hier haben die <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5089389\/\" target=\"_blank\">Stadt Oslo und die Reederei Color-Line<\/a> einen Landstromanschluss realisiert, dessen Kosten lediglich einen Bruchteil der Hamburger Kosten ausmachen. Kiel, als Endhafen der Color-Line, will nun endlich auch das Gegenst\u00fcck in seinem Innenstadthafen realisieren &#8211; aktuell sollen zumindest <a href=\"https:\/\/wimikiel.com\/2016\/05\/30\/wirtschaftsbeziehungen-weiter-vertiefen-meyer-reist-morgen-nach-oslo\/\" target=\"_blank\">Gespr\u00e4che<\/a> mit der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung anstehen.<\/p>\n<p>Wir werden weiterhin das Gef\u00fchl nicht los, dass die Regierenden in Hamburg das Thema Landstrom samt Luftreinhaltung nicht ernst nehmen. Da hier nichts passiert, muss also wieder die EU herhalten. Und das tut sie auch: Die <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=CELEX:32014L0094&amp;from=DE\" target=\"_blank\">EU-Richtlinie 2014\/94\/EU vom 22. Oktober 2014<\/a> \u00fcber den &#8220;Aufbau der Infrastruktur f\u00fcr alternative Kraftstoffe&#8221; versucht auch f\u00fcr den Landstrom Bedingungen zu schaffen. So ist in Ziffer 34 zu lesen: &#8220;<em>Landstromanlagen k\u00f6nnen f\u00fcr die saubere Stromversorgung im Seeverkehr und in der Binnenschifffahrt genutzt werden, insbesondere in See- und Binnenschifffahrtsh\u00e4fen, in denen die Luftqualit\u00e4t schlecht und die L\u00e4rmpegel hoch sind. Die landseitige Stromversorgung kann zur Verringerung der Umweltauswirkungen von See- und Binnenschiffen beitragen.<\/em>&#8221; Sicherlich ist es feste \u00dcberzeugung unseres Senats, dass im stadtnahen Hafen die Luftqualit\u00e4t gut und die L\u00e4rmpegel gering sind und somit die Richtlinie nicht f\u00fcr Hamburg g\u00fcltig sein muss.<\/p>\n<p>Aber die Richtlinie l\u00e4sst keinen Ausweg. In Artikel 4 Nummer 5 ist zu lesen: &#8220;<em>Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass in ihren nationalen Strategierahmen die Notwendigkeit der landseitigen Stromversorgung von Binnen- oder Seeschiffen in See- und Binnenh\u00e4fen untersucht wird. Diese landseitige Stromversorgung wird vorrangig in den H\u00e4fen des TEN-V-Kernnetzes und in anderen H\u00e4fen bis zum 31.\u00a0Dezember 2025 eingerichtet, es sei denn, dass keine Nachfrage danach besteht und die Kosten im Vergleich zum Nutzen, einschlie\u00dflich des Nutzens f\u00fcr die Umwelt, unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sind.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Klar, Hamburg ist Kernhafen und ein zentraler Bestandteil des <a href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-13-948_de.htm\" target=\"_blank\">TEN-V-Kernnetz<\/a>. Der Senat muss also wirklich etwas tun in Sachen Landstrom. Nicht Investitionsruinen sind gefragt, sondern funktionst\u00fcchtige Anlagen. Da n\u00fctzt es auch nichts, wenn man laut Stader Tageblatt auf 24.000 Euro j\u00e4hrlichen Fixkosten f\u00fcr eine Landstromanlage h\u00e4ngen bleibt. Oder ist die Investitionsruine bewusst so geplant worden, um nachzuweisen, dass angeblich f\u00fcr Landstrom in Hamburg kein Bedarf und das Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis f\u00fcr die Umwelt somit &#8220;unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig&#8221; ist.<\/p>\n<p>Saubere Luft f\u00fcr die Menschen ist einfach gefragt. Und die Frage nach sauberer Luft f\u00fcr die Menschen sollte sich nicht nur der Senat stellen, sondern endlich auch dringlich<a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/53064\/landstromanlage-f%c3%bcr-kreuzfahrtschiffe-in-hamburg-%e2%80%93-wie-gro%c3%9f-wird-der-verlust-im-regelbetrieb-.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\"> eine Oppositionspartei<\/a>, die, angesichts von &#8220;nur&#8221; 24.000 Euro, die Kostenfrage aufbauscht und kein Manko angesichts der Schiffsgr\u00f6\u00dfenrestriktionen bei der Investitionsruine erkennen zu scheint. Von Gesundheit der Hamburgerinnen und Hamburger ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Wohlgemerkt: es geht nicht nur um Kreuzfahrtschiffe, sondern auch um Containerschiffe!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Hamburg hat es noch keiner gemerkt und es ist eigentlich auch gar nicht mehr zu glauben. Aber wie das Stader Tageblatt berichtet, soll am morgigen Freitag die Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal in Altona mit der &#8220;AIDAsol&#8221; erstmalig in Betrieb genommen werden. Wir dr\u00fccken die Daumen, dass alles funktionieren wird! 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