{"id":10369,"date":"2016-09-16T16:32:18","date_gmt":"2016-09-16T18:32:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10369"},"modified":"2016-09-19T18:47:06","modified_gmt":"2016-09-19T16:47:06","slug":"nachschau-brand-ccni-arauco","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10369","title":{"rendered":"Nachschau Brand CCNI Arauco"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Feuerwehr-historisch3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-10579\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Feuerwehr-historisch3.jpg\" alt=\"feuerwehr-historisch3\" width=\"250\" height=\"141\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Feuerwehr-historisch3.jpg 1496w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Feuerwehr-historisch3-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Feuerwehr-historisch3-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Feuerwehr-historisch3-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Der <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0ahUKEwi84bSqn_vOAhXia5oKHbVDAikQFgglMAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle208175947%2FDer-Feuer-Frachter-CCNI-Arauco-ist-geloescht.html&amp;usg=AFQjCNGHQg-ZXVTO5rveNZ98AhUIPTJvhA\" target=\"_blank\">Brand auf der &#8220;CCNI Arauco&#8221;<\/a> wurde nach \u00fcber 80 Stunden Feuerwehreinsatz gel\u00f6scht. Ein langer Zeitraum f\u00fcr einen L\u00f6scheinsatz &#8211; beim <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10065\" target=\"_blank\">gewaltigen Brand auf der Peute vom Mai diesen Jahres<\/a> wurden 30 Stunden ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Zeit der Oppositionsparteien einfach mal beim Hamburger Senat nachzufragen, wie der Brand entstanden ist, und ob wirklich alles so perfekt abgelaufen ist, wie es <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0ahUKEwi_wJSdupPPAhXqA8AKHTr5A_0QFgglMAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.mopo.de%2Fhamburg%2Fpolitik%2Fheftige-kritik-nach-frachter-brand--knapp-an-der-katastrophe-vorbei--24697744&amp;usg=AFQjCNGEJQbhFcDTH5hiwaZ9vlVfNfivAA\" target=\"_blank\">uns bislang von Offiziellen, z.B. in der MOPO<\/a>\u00a0 dargestellt wurde. Sind die drei museal anmutenden Hamburger Feuerl\u00f6schboote wirklich f\u00fcr den Welthafen Hamburg ausreichend?<\/p>\n<p>Wir lesen dazu heute bei den Menschen, die es aus beruflichen Gr\u00fcnden wissen m\u00fcssten, etwas genaueres: im <a href=\"http:\/\/www.feuerwehrmagazin.de\/nachrichten\/news\/nach-frachter-brand-berufsverband-feuerwehr-hamburg-fordert-bessere-ausstattung-61945\" target=\"_blank\">Feuerwehr-Magazin steht &#8220;<em>Nach Frachter-Brand: Berufsverband Feuerwehr Hamburg fordert bessere Ausstattung<\/em>&#8220;<\/a>. Es \u00fcberrascht uns nicht wirklich, wenn wir lesen:\u00a0 &#8220;<em>Vor allem wurden nach Ansicht des Verbandes schon bekannte Probleme erneut sichtbar. Dazu geh\u00f6rt eine zu d\u00fcnne Personaldecke und das seit Jahren fehlende gro\u00dfe L\u00f6schboot. Schiffe der Gr\u00f6\u00dfenordnung \u201eArauco\u201c sind im Hamburger Hafen keine Seltenheit mehr.<\/em>&#8221; Erg\u00e4nzt sei angef\u00fchrt, dass der Havarist, die &#8220;CCNI Arauco&#8221;, mittlerweile zu den kleinen Schiffen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Zwei Oppositionsabgeordnete haben in der B\u00fcrgerschaft zum Brand eine <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/54324\/brand-auf-der-ccni-arauco.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Schriftliche Kleine Anfrage in der B\u00fcrgerschaft<\/a> gestellt. Wir erfahren nun, dass nicht Schwei\u00dfarbeiten an einem Container durchgef\u00fchrt wurden, wie urspr\u00fcnglich behauptet, sondern an den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cellguides\" target=\"_blank\">Cellguides<\/a>. Des Weiteren lesen wir in der Senatsantwort: &#8220;<em>Im Rahmen der Ermittlungen ist festgestellt worden, dass bei einer der f\u00fcr die Schwei\u00dfarbeiten eingesetzten Fachfirmen die bestehende, zeitlich begrenzte Ausnahmezulassung abgelaufen und noch nicht verl\u00e4ngert worden war. Hierbei handelt es sich um einen Formalversto\u00df, der f\u00fcr sich keine Auswirkungen auf die Sicherheit hat.&#8221; <\/em>Wirklich nur eine Formalie?<\/p>\n<p>Es sind schon knackige Feststellungen in der <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion-hamburg.de\/2016\/09\/14\/arauco-brand-hamburg-entging-ganz-knapp-einer-katastrophe\/\" target=\"_blank\">Pressemitteilung <\/a>einer der beiden Abgeordneten zu lesen. &#8220;<em>Erst nach vollen 28 Stunden wurden die Werkfeuerwehren von Airbus und Holborn angefragt. Diese lieferten dann ausreichenden Schaum, um das Feuer zu ersticken. Da h\u00e4tte aber auch fr\u00fcher gefragt werden k\u00f6nnen. Seine Einsch\u00e4tzung deckt sich mit der der\u00a0 Bundesstelle f\u00fcr Seeunfalluntersuchung, wonach es \u201e\u00fcber einen Zeitraum von Stunden keine wirksamen Abwehrma\u00dfnahmen im betroffenen Deck gab. Das Feuer konnte sich somit ungehindert ausbreiten.&#8221;<\/em>&#8221;<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Feuerwehr1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4467 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Feuerwehr1.jpg\" alt=\"Feuerwehr1\" width=\"250\" height=\"153\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Feuerwehr1.jpg 1020w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Feuerwehr1-300x184.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Feuerwehr1-900x551.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>\u201eGeradezu skandal\u00f6s ist die Ansicht, dass die Wirkung der vorhandenen\u00a0 Feuerl\u00f6schboote angemessen war. Sie sollten laut Senat ja nicht den Brand l\u00f6schen, sondern nur ,erste K\u00fchlungsma\u00dfnahmen an der Bordwand\u2018 vornehmen\u201c, <\/em>um dann aus der Senatsantwort zu Frage f\u00fcnf zu erfahren, dass das erste neue Feuerl\u00f6schboot nach Ende der Ausschreibung und 21 Monaten Bauzeit fr\u00fchestens Ende des Jahres 2018 zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnte. Mindestens weitere zwei Jahre werden also verstreichen, bis die Feuerwehr \u00fcber ausreichende Ausr\u00fcstung verf\u00fcgen wird! \u00dcber die <a href=\"http:\/\/www.feuerwehrmagazin.de\/nachrichten\/news\/modernes-loeschboot-fuer-die-hamburger-feuerwehr-53008\" target=\"_blank\">ehemals geplanten zwei weiteren kleinen Boote<\/a>, wird nicht mal ein Wort verloren.<\/p>\n<p>So ist es doch bemerkenswert: die Politiker, die sich regelm\u00e4\u00dfig und wortgewaltig \u00fcber das Verbandsklagerecht von Verb\u00e4nden und die damit einhergehenden Verz\u00f6gerungen bei der Umsetzung von milliardenschweren Infrastrukturprojekten im vermeintlich \u00f6ffentlichen Interesse\u00a0 echauffieren, z.B. bei der Elbvertiefung, schaffen es selber nicht mal ein kleines Projekt zum Schutz der Bev\u00f6lkerung, z.B. ein Feuerl\u00f6schboot f\u00fcr 15 Millionen Euro, in k\u00fcrzester Zeit anzuschaffen. Und bei diesen kleinen Projekten klagt keiner &#8211; im Gegenteil: alle Menschen erachten es als zwingend erforderlich!<\/p>\n<p>Aus den Senatsantworten entnehmen wir ebenfalls, dass die Schwei\u00dfarbeiten nach<a href=\"http:\/\/www.hamburg.de\/contentblob\/3897324\/data\/wsp032-ggbvohh-do.pdf\" target=\"_blank\"> \u00a7\u00a7 15 und 16 der GGBVOHH<\/a> bei der Wasserschutzpolizei angemeldet und gepr\u00fcft worden sind. Wir zitieren \u00a715 (2) Nr 3 a) und d) GGBVOHH:<\/p>\n<p>(2) Das Rauchen sowie feuergef\u00e4hrliche Arbeiten sind in folgenden Bereichen verboten:<br \/>\n&#8230;<br \/>\n3. auf Wasserfahrzeugen<br \/>\na) mit gef\u00e4hrlichen G\u00fctern, ausgenommen in geschlossenen Aufenthalts-, Unterkunfts- und Werkstattr\u00e4umen, &#8230;<br \/>\nd) in den Lader\u00e4umen, an offenen Ladeluken und in der N\u00e4he von Decksladung, wenn in diesen Bereichen dadurch eine Entz\u00fcndung der Ladung eintreten kann<\/p>\n<p>Wurden nicht genau diese Schwei\u00dfarbeiten auf einem Schiff mit Gefahrgut an Bord in einem Laderaum unterhalb der Wasserlinie durchgef\u00fchrt? Wahrscheinlich verstehen wir schon wieder alles nicht richtig, was in dieser Verordnung steht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und so f\u00fchlen wir uns schon fast wieder an die Havarie der &#8220;<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=9408\" target=\"_blank\">CSCL Indian Ocean<\/a>&#8221; und deren langwieriger Bergung erinnert. Da fielen sich im Anschluss auch alle, vom Senator bis zum Lotsen, in die Arme und beklatschten sich gegenseitig f\u00fcr ihr professionelles Handeln. Situatives Handeln ersetzte hier das fehlende Notfallkonzept samt fehlender Ausr\u00fcstung. Letztere wurde im Falle der &#8220;<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=9430\" target=\"_blank\">CSCL Indian Ocean&#8221; mit viel Verz\u00f6gerung aus den Niederlanden<\/a>\u00a0 herbeigeschafft.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Vorgehensweise bei der CCNI Arauco. Hier mussten Holborn, Airbus und Spezialgruppen zur Schiffsbrandbek\u00e4mpfung aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein um Unterst\u00fctzung gebeten werden. Zudem wurde die &#8220;Neuwerk&#8221; mit ihren hohen L\u00f6schkanonen und Equipment aus Cuxhaven herbeigerufen. Klar, im Notfall hilft man sich gegenseitig aus! Aber warum verf\u00fcgt der schwerreiche Stadtstaat Hamburg nicht \u00fcber die Brandbek\u00e4mpfungsressourcen, die er seinen auf seinem Gebiet wirtschaftenden Privatunternehmen aufdr\u00fcckt bzw. \u00e4rmere Bundesl\u00e4nder f\u00fcr &#8220;Provinzh\u00e4fen&#8221; vorhalten?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Brand auf der &#8220;CCNI Arauco&#8221; wurde nach \u00fcber 80 Stunden Feuerwehreinsatz gel\u00f6scht. Ein langer Zeitraum f\u00fcr einen L\u00f6scheinsatz &#8211; beim gewaltigen Brand auf der Peute vom Mai diesen Jahres wurden 30 Stunden ben\u00f6tigt. 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