{"id":10675,"date":"2016-10-12T20:22:29","date_gmt":"2016-10-12T18:22:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10675"},"modified":"2016-10-12T20:22:29","modified_gmt":"2016-10-12T18:22:29","slug":"weitere-wackelkandidaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10675","title":{"rendered":"Weitere Wackelkandidaten?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/NYKOlympus1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7105\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/NYKOlympus1.jpg\" alt=\"NYKOlympus1\" width=\"250\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/NYKOlympus1.jpg 968w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/NYKOlympus1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/NYKOlympus1-900x675.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Die Hanjin-Insolvenz hat weltweit f\u00fcr gro\u00dfe Aufruhr in der maritimen Logistikszene gesorgt. Bis zum Fall Hanjin galt\u00a0die Annahme, mit\u00a0&#8220;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Systemrelevanz\" target=\"_blank\">too big to fail<\/a>&#8221;\u00a0sei alles ausreichend gesch\u00fctzt. Wie die Bankenkrise mit der Lehmann-Pleite gezeigt hat, ist das ein Irrglaube. S\u00fcd-Koreas Regierung hat die Rei\u00dfleine gezogen und einer\u00a0der weltweit gr\u00f6\u00dften Reedereien aus <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/s\u00fcdkoreas-wirtschaft-in-seenot\/a-19536236\" target=\"_blank\">interessanten Gr\u00fcnden die Systemrelevanz<\/a>\u00a0versagt.<\/p>\n<p>All das ist nach einem Monat Schnee von gestern. Nicht ganz, es gibt weitere Reedereiriesen, die massive Probleme mit ihrem\u00a0Gesch\u00e4ftsmodell haben. Ein Mitglied der\u00a0von Hapag-Lloyd gef\u00fchrten G6-Allianz, die japanische NYK-Line, hat in einem auf den 7.10.2016 datierenden Aktion\u00e4rsbrief mit dem Titel &#8220;<a href=\"http:\/\/www.nyk.com\/english\/release\/dbps_data\/_material_\/_files\/000\/000\/004\/451\/Notice.pdf\">Notice of Impairment Loss and Provision for Losses Related to Contracts<\/a>&#8221; erhebliche au\u00dferordentliche Abschreibungen und Wertberichtigungen in H\u00f6he von nahezu 1 Milliarde US-$ angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Der \u00fcberwiegende Anteil der Korrekturen wird in der NYK-Containersparte vorgenommen. Wenn wir die Ausf\u00fchrungen richtig verstehen, werden die bilanziellen Wertans\u00e4tze der eigenen Schiffe sowie die in Chartervertr\u00e4ge\u00a0vereinbarten Raten auf den Pr\u00fcfstand gestellt. Wenn dann\u00a0schon eine\u00a0Milliarde US-$ in Aussicht gestellt wird, m\u00fcssen die Alarmglocken l\u00e4uten.\u00a0Insbesondere bei den vielfach in Hamburg ans\u00e4ssigen Vercharterern.<\/p>\n<p>Der wohlinformierte Branchendienst Alphaliner berichtet in<a href=\"http:\/\/www.alphaliner.com\/get_public_newsletter.php?file=2016\/no40\/Alphaliner%20Newsletter%20no%2041%20-%202016.pdf\" target=\"_blank\"> seinem aktuellen Newsletter<\/a>\u00a0von\u00a0weiteren\u00a0erschreckenden Zahlen. Bei den gr\u00f6\u00dften 20 Containerreedereien werden\u00a0Wertkorrekturen in H\u00f6he von 32 Milliarden US-$ als m\u00f6glich erachtet: wie wir der Graphik entnehmen k\u00f6nnen, werden\u00a0allein bei Hapag-Lloyd gut 3 Milliarden US-$ angef\u00fchrt &#8211; dagegen w\u00e4re\u00a0die NYK-Line ein kleiner Fisch.<\/p>\n<p>Die daraus resultierenden Auswirkungen\u00a0auf\u00a0die von der Stadt Hamburg gehaltene Beteiligung\u00a0an Hapag-Lloyd wird vermutlich\u00a0wieder keinen interessieren &#8211; es muss wieder erst eine Bombe platzen. Wir gehen fest davon aus, dass diese platzen wird und im\u00a0Jahresabschluss unserer Staatsbeteiligungsholding HGV werden wir dann mindestens weitere\u00a0140 Mio. Euro\u00a0Wertberichtigungsbedarf finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und das alles nur, weil die weltweit 20 gr\u00f6\u00dften Reedereien mit\u00a0dem\u00a0Bau von Riesen-Containerschiffen unglaubliche Transport-\u00dcberkapazit\u00e4ten geschaffen haben, die sie jetzt nicht mehr am Markt platzieren k\u00f6nnen. Die Tiefgangsstatistik auf der Unterelbe belegt es: die Containerriesen haben nur wenig Ladung an Bord &#8211; sie werden nicht ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>F\u00fcr diesen gesamten wirtschaftlichen Unsinn soll die Elbe vertieft werden. Die f\u00fcr die Vertiefung gemachten Umschlagsprognosen f\u00fcr den Hamburger Hafen werden auch f\u00fcr das Jahr 2016 Luftschl\u00f6sser bleiben. Eine Perspektive, dass sich das jemals \u00e4ndern wird, ist nicht erkennbar.<\/p>\n<p>Apropos Prognosen: D\u00fcsseldorf soll auch einen neuen Containerhafen bekommen. Wie in Hamburg sind die Prognosen f\u00fcr den Umschlagszuwachs wieder richtig sportlich gerechnet. Das wundert aber auch nicht, sie stammen aus der Feder des Hauses, das\u00a0in\u00a0Hamburg f\u00fcr die Hafen- und Vertiefungsplanungen genutzt wird. Die\u00a0engagierte B\u00fcrgerinitiative in D\u00fcsseldorf mit dem Namen <a href=\"http:\/\/www.hafenalarm.de\/home.html\" target=\"_blank\">Hafenalarm<\/a>\u00a0hat an diesen Prognosen und Auswirkungen ebenfalls Zweifel! Lesen Sie einfach mal die &#8220;<b><a href=\"http:\/\/www.hafenalarm.de\/fragen-antworten.html\" target=\"_blank\">10 Fragen und 10 Antworten zum Containerterminal&#8221;<\/a>.\u00a0<\/b>Es ist der gleiche gequirlte Unsinn der den D\u00fcsseldorfern pr\u00e4sentiert wird, wie uns an der Niederelbe von Cuxhaven bis nach Hamburg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hanjin-Insolvenz hat weltweit f\u00fcr gro\u00dfe Aufruhr in der maritimen Logistikszene gesorgt. Bis zum Fall Hanjin galt\u00a0die Annahme, mit\u00a0&#8220;too big to fail&#8221;\u00a0sei alles ausreichend gesch\u00fctzt. 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