{"id":10706,"date":"2016-11-02T21:18:54","date_gmt":"2016-11-02T19:18:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10706"},"modified":"2017-01-05T10:46:54","modified_gmt":"2017-01-05T08:46:54","slug":"jetzt-auch-maersk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10706","title":{"rendered":"Jetzt auch Maersk&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Maersk1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4018\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Maersk1.jpg\" alt=\"Maersk\" width=\"250\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Maersk1.jpg 789w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Maersk1-300x277.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Nun vermeldet auch Maersk, der Branchenprimus unter den Containerreedereien, erneut schlechte Zahlen: im<a href=\"http:\/\/files.shareholder.com\/downloads\/ABEA-3GG91Y\/3586653863x0x915057\/6EA06D02-BCFC-49DA-893D-19630CB2D67F\/Maersk_Q3_2016_Presentation.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">\u00a0dritten Quartal 2016 wurde ein Verlust von 122 Mio. USD<\/a> erwirtschaftet.\u00a0Obwohl Maersk durch die Hanjin-Insolvenz rund 11% mehr Container transportiert hat, konnte auch der Primus keine h\u00f6heren Frachtraten durchsetzen. Und auch <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-konsumgueter\/moeller-maersk-schifffahrtskrise-sorgt-fuer-gewinneinbruch\/14781862.html\" target=\"_blank\">hier d\u00fcrfen wir als Ursache wieder lesen<\/a>, dass die Transportkapazit\u00e4t der Reedereien deutlich die Transportnachfrage \u00fcberschreitet: &#8220;<em>Volume increased 11% to 2.7m FFE mainly driven by increased demand due to the situation with Hanjin and significant increase in backhaul volumes. Global container demand is estimated to have grown by 1-2%, while the global container fleet grew around 3%.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Hapag-Lloyd gibt seine Zahlen f\u00fcr das dritte Quartal 2016 erst am 14.11.2016 bekannt. So lesen wir den aktuell\u00a0<a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/54938\/bericht-des-haushaltsausschusses-%c3%bcber-die-drucksache-21-5760-zusammenf%c3%bchrung-der-hapag-lloyd-ag-und-der-united-arab-shipping-company-s-a-g-.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">erschienen Bericht des Haushaltsausschusses samt der Stellungnahme des Ausschusses f\u00fcr \u00d6ffentliche Unternehmen<\/a>\u00a0der Hamburger B\u00fcrgerschaft. Beide Aussch\u00fcsse haben ihre Empfehlungen zur <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/54280\/zusammenf%c3%bchrung-der-hapag-lloyd-ag-und-der-united-arab-shipping-company-s-a-g-.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Senatsmitteilung &#8220;Zusammenf\u00fchrung der Hapag-Lloyd AG und der United Arab Shipping\u00a0Company S.A.G.&#8221;<\/a>\u00a0abgeben. Und der muss sich dann nat\u00fcrlich auch mit dem wirtschaftlichen Umfeld von Hapag-Lloyd besch\u00e4ftigen &#8211; sonst w\u00fcrde ja keine Fusion beabsichtigt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7725 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd.jpg\" alt=\"Hapag-Lloyd\" width=\"250\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd.jpg 1030w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd-300x177.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd-1024x602.jpg 1024w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd-900x530.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Beim Lesen der Stellungnahme des Ausschusses f\u00fcr \u00d6ffentliche Unternehmen stellen wir fest, dass das Protokoll\u00a0nicht von dem Ausschussvorsitzenden bzw. der Schriftf\u00fchrerin\u00a0gelesen worden sein kann. Nicht nur, dass sich die Buchstaben bei den verwendeten\u00a0Abk\u00fcrzungen in sinnentstellender\u00a0Form verselbst\u00e4ndigen: Da wird CSAV dann zu CASC bzw. CASV, oder\u00a0UASC wird zu USAC, UACS, OASC oder doch CASC? Was verbirgt sich hinter &#8220;TU&#8217;s &#8220;- vielleicht TEU&#8217;s? Kaum zu glauben, dass dieses Wirrwarr\u00a0nicht bemerkt worden sein soll?<\/p>\n<p>Und\u00a0dann werden Redebeitr\u00e4ge\u00a0protokolliert, bei denen wir freundlichst unterstellen, dass die Redner derartige Leerphrasen nicht gesagt haben k\u00f6nnen. Aber was diese Redner den Abgeordneten und damit uns gesagt haben wollen, wissen wir leider auch nicht. Kostprobe gef\u00e4lligst?<\/p>\n<ul>\n<li>&#8220;<em>Die Senatsvertreterinnen und -vertreter \u00e4u\u00dferten, sie hielten es nicht f\u00fcr sinnvoll,<\/em><br \/>\n<em>wenn die HGV selbst, um einer Lieferfrist zu gen\u00fcgen, ihren Aktienbestand bewegen<\/em><br \/>\n<em>m\u00fcsse, denn dieser Vorgang k\u00f6nne aufgrund des Aktienkursverlustes nur zu einem<\/em><br \/>\n<em>Verlust f\u00fchren.<\/em>&#8220;<\/li>\n<li>&#8220;Die Senatsvertreterinnen und -vertreter antworteten, die wesentlichen Inhalte des<br \/>\nVertragswerks seien in der Drucksache aufgef\u00fchrt, die Quantifizierung der Lasten<br \/>\nsiedelten sie bei einem 50-zu-50-Verh\u00e4ltnis an.&#8221;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alles klar? Nee, da ist nun wirklich nichts zu verstehen. Da wird geschwafelt, geschwurbelt und raumf\u00fcllender nichtssagender Unsinn verbreitet. Armselig muten die Antworten der Senats- und Hapag-Lloyd-Vertreter an. Es scheint auch nur die Opposition Fragen zu haben. Die Abgeordneten der roten und gr\u00fcnen Regierungsfraktionen scheint die Dramatik der Lage nicht mal einen\u00a0feuchten Kehricht zu interessieren.<br \/>\n&#8220;<em>Die gro\u00dfen Schiffe von UASC w\u00fcrden voraussichtlich nicht unter der K\u00f6hlbrandt Br\u00fccke fahren k\u00f6nnen, sondern m\u00fcssten alternativ am Burchardkai abgefertigt werden.<\/em>&#8221; Ach nee, nun k\u00f6nnen die UASC-Riesen also doch nicht nach Altenwerder zum Hapag-Lloyd-Terminal CTA fahren.\u00a0Macht nix, dann m\u00fcssen die Container eben zwischen dem CTB-Burchardkai und CTA-Altenwerder mit dem Lkw hin- und hertransportiert werden. Nach der Hebung eines Synergiepotentials klingt das nicht.<\/p>\n<p>Zur\u00a0&#8220;Money back&#8221;-Forderung unseres B\u00fcrgermeisters bleibt nur hohles Gestammel: &#8220;<em>Die Senatsvertreterinnen und -vertreter stellten fest, die \u00c4u\u00dferung des Ersten B\u00fcrgermeisters zur R\u00fcckf\u00fchrung der Investitionen habe implizit die Frage aufgeworfen, ob\u00a0<\/em><em>die Ausgabe \u00fcber 420 Mio. Euro bei der zweiten Beteiligung an Hapag-Lloyd AG gerechtfertigt sei. Aus ihrer Sicht handele es sich um eine andere Art der Ausgabe, n\u00e4mlich\u00a0<\/em><em>eines Anteils, der wieder ver\u00e4u\u00dfert werden k\u00f6nne. Zu welchem Zeitpunkt und in\u00a0<\/em><em>welcher Situation eine solche wertschonende Ver\u00e4u\u00dferung von Anteilen stattfinden\u00a0<\/em><em>werde, k\u00f6nne nicht vorhergesagt werden. Der Aktienwert bei der 420-Mio.-Euro-\u00a0<\/em><em>Transaktion habe damals bei <strong>42,10 Euro<\/strong> gelegen, diesen h\u00e4tten auch die privaten\u00a0<\/em><em>Anteilseigner gezahlt. Die Wahrscheinlichkeit, diesen Wert erneut zu erzielen, sei\u00a0<\/em><em>h\u00f6her, als den Wert aus der ersten Transaktion \u00fcber <strong>50 Euro<\/strong> pro Aktie zu erzielen.<\/em>&#8221; Der Schlusskurs von Hapag-Lloyd-Aktien lag heute bei <strong>17,31 Euro<\/strong> &#8211; in welcher Welt lebt dieser Senat?<\/p>\n<p>Wir erahnen f\u00fcr den 14.11.2016, Termin der Bekanntgabe der Hapag-Lloyd-Zahlen, nicht viel Gutes. Mindestens genauso spannend werden die Eurogate-Ergebnisse sein: am CTH geht als Kunde nicht nur Hanjin\u00a0verloren, sondern ebenfalls in absehbarer Zeit UASC. Ein neu gewonnener Kunde ist nicht erkennbar &#8211; wof\u00fcr braucht Eurogate dann aber noch die Westerweiterung?<\/p>\n<p>Die Westerweiterung ist genauso \u00fcberfl\u00fcssig, wie die Elbvertiefung. Beide Vorhaben werden nicht ben\u00f6tigt, sch\u00e4digen massiv die Umwelt an unserer Elbe und werden Hamburg\u00a0Unsummen an Geld\u00a0kosten. Wann wird dieses Hamburger Gekusche vor den am Rande des Abgrund stehenden Reedereien endlich aufh\u00f6ren? Was muss denn noch passieren?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun vermeldet auch Maersk, der Branchenprimus unter den Containerreedereien, erneut schlechte Zahlen: im\u00a0dritten Quartal 2016 wurde ein Verlust von 122 Mio. USD erwirtschaftet.\u00a0Obwohl Maersk durch die Hanjin-Insolvenz rund 11% mehr Container transportiert hat, konnte auch der Primus keine h\u00f6heren Frachtraten durchsetzen. 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