{"id":10800,"date":"2016-11-14T22:20:31","date_gmt":"2016-11-14T20:20:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10800"},"modified":"2016-11-14T22:20:31","modified_gmt":"2016-11-14T20:20:31","slug":"money-back-nee-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10800","title":{"rendered":"Money back? Nee, weg!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Hapag-Lloyd12.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4294\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Hapag-Lloyd12.jpg\" alt=\"Hapag-Lloyd12\" width=\"250\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Hapag-Lloyd12.jpg 980w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Hapag-Lloyd12-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Hapag-Lloyd12-900x675.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Heute hat die <a href=\"https:\/\/www.hapag-lloyd.com\/content\/dam\/website\/downloads\/pdf\/HLAG_Quartalsfinanzbericht_9M_2016_dt.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Hapag-Lloyd AG die Zahlen f\u00fcr das dritte Quartal 2016<\/a> bekannt gegeben. Und, wenn man den Zahlen glaubt, stellt die heute gezeigte &#8220;schwarze Null&#8221; eine Sensation im Reigen der bislang von den anderen marktbegleitenden Containerreedereien, u.a. dem Branchenprimus Maersk, publizierten roten Zahlen dar.<\/p>\n<p>Zusammengefasst: es wurden gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum rund 71.000 TEU mehr\u00a0transportiert, daf\u00fcr aber knapp 1,1 Milliarden Euro weniger Umsatz erl\u00f6st. Waren es in der Hauptsache wirklich nur die sinkenden Bunkerkosten, die die schwarze Null trotzdem erm\u00f6glichten? Wenn wir auf Pdf-Seite 10 zum gesamten Bunkerverbrauch lesen: &#8220;<em>Davon entfielen\u00a0<\/em><em>rd. 9 Prozent (9M 2015: rd. 13 Prozent) auf Bunker mit einem niedrigen Schwefelanteil (MDO).<\/em>&#8221; \u00dcbersetzt w\u00fcrde das \u00fcbrigens bedeuten, dass Hapag-Lloyd in 2016 mehr gesundheitssch\u00e4dliches, aber daf\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10761\" target=\"_blank\">billigeres Schwer\u00f6l verbrannt<\/a> haben muss&#8230;.<\/p>\n<p>Schauen wir in den Prognosebericht auf Pdf-Seite 24: &#8220;<em>Mit der erwarteten mittelfristig kontinuierlichen Zunahme des Welthandelsvolumens d\u00fcrfte auch die Nachfrage\u00a0<\/em><em>nach Containertransportleistungen weiter ansteigen. Damit bleiben die mittelfristigen Wachstumsperspektiven der Containerschifffahrt weiter intakt. Die diesbez\u00fcglichen Aussagen im Prognosebericht des Konzernlageberichtes f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2015 haben weiterhin G\u00fcltigkeit.<\/em>&#8221; Alles gut?<\/p>\n<p>Nein, der Rest des Prognoseberichtes zur Entwicklung auf den Welttransportm\u00e4rkten liest sich eher schauerlich &#8211;\u00a0wir teilen die Einsch\u00e4tzung der Reederei. Dass vor diesem Hintergrund auch die Gewinnprognosen 2016 f\u00fcr das EBITDA und das EBIT von &#8220;<em>Moderat<\/em>&#8221; bzw. &#8220;<em>Deutlich steigend<\/em>&#8221; auf nunmehr &#8220;<em>Deutlich r\u00fcckl\u00e4ufig<\/em>&#8221; zur\u00fcckgestuft werden, ist nachvollziehbar.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7725 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd.jpg\" alt=\"Hapag-Lloyd\" width=\"250\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd.jpg 1030w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd-300x177.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd-1024x602.jpg 1024w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hapag-Lloyd-900x530.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Nicht mehr nachvollziehbar ist dagegen ein <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/55136\/fusion-hapag-lloyd-und-uasc-%e2%80%93-ein-schritt-im-sinne-hamburgs.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Antrag in der Hamburger B\u00fcrgerschaft der Regierungsfraktionen von SPD und Gr\u00fcnen<\/a>: &#8220;Fusion Hapag-Lloyd und UASC \u2013 Ein Schritt im Sinne Hamburgs&#8221; lautet der Antrag. Und der hat es in sich. Im Antrag lesen wir implizit, dass Hamburg laut einer nicht ver\u00f6ffentlichten Fusionsvereinbarung der Sitz der fusionierten Reederei aus Hapag-Lloyd und UASC werden soll. Ursachen und Gr\u00fcnde f\u00fcr derartige Vereinbarungen geraten nach aller Erfahrung in k\u00fcrzester Zeit in Vergessenheit, wie man auch der Geschichte der Wurzeln von Hapag-Lloyd z.B. aus der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Norddeutscher_Lloyd\" target=\"_blank\">Wikipedia<\/a> entnehmen kann: &#8220;<em>Zum 1. Januar 1970 fusionierten der Norddeutsche Lloyd und die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (HAPAG) rechtskr\u00e4ftig zur Hapag-Lloyd AG mit Sitz in Hamburg und Hauptverwaltungen in Hamburg und Bremen. Sp\u00e4ter wurden nach und nach alle Abteilungen in Hamburg zusammengezogen und der Standort Bremen aufgegeben.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Synergien, Effizienzpotentiale und so weiter sind die Losungen, mit denen Sitze und Hauptverwaltungen einer Gesellschaft durch Entscheidungen der\u00a0Hauptversammlung ganz schnell ge\u00e4ndert werden. \u00a0Wer in einer Aktiengesellschaft die Aktien h\u00e4lt, bestimmt eben die Musik! Und das ist bei Hapag-Lloyd derzeit ein illustres Orchester aus CSAV-Chilenen, K\u00fchne-Schweizern, Arabern aus Quatar, Saudi-Arabien sowie aus Kuwait, Irak, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Stadt Hamburg tummelt sich \u00fcber ihre Beteiligungsgesellschaft HGV mit einem immer geringeren Anteil mittendrin und will laut <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=6886\" target=\"_blank\">Ausf\u00fchrungen unseres amtierenden B\u00fcrgermeisters doch das &#8220;Money back&#8221;<\/a> haben.<\/p>\n<p>Es scheint laut den Ausf\u00fchrungen des B\u00fcrgerschaftsantrags in der Satzung der frisch fusionierten Aktiengesellschaft \u00a0festgelegt sein, dass der Sitz der fusionierten Hapag-Lloyd AG nur mit einem Stimmanteil von 90% der Aktien ge\u00e4ndert werden darf. Und genau da setzt der Antrag an: &#8220;<em>Da insbesondere f\u00fcr eine Ab\u00e4nderung des Status quo &#8230;\u00a0eine Zustimmung von 90 Prozent des bei Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals erforderlich ist, kann dieses Ziel dadurch erreicht werden, die Anteile der HGV am Konzern nicht unter 10 Prozent sinken zu lassen.<\/em>&#8221; Hamburg soll also auf lange Sicht immer 10% + X der Aktien an Hapag-Lloyd halten. <strong>Nichts mit &#8220;Money back&#8221;.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Scholz_HL-Aktien.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-9012\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Scholz_HL-Aktien.jpg\" alt=\"Scholz_HL-Aktien\" width=\"1090\" height=\"514\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Scholz_HL-Aktien.jpg 1090w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Scholz_HL-Aktien-300x141.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Scholz_HL-Aktien-768x362.jpg 768w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Scholz_HL-Aktien-1024x483.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1090px) 100vw, 1090px\" \/><\/a>Aber es wird noch besser. &#8220;<em>Dar\u00fcber hinaus gebietet es die Schonung des Verm\u00f6gens der FHH, mit der Ver\u00e4u\u00dferung von Anteilen an Hapag-Lloyd einen Erl\u00f6s zu erzielen, der den anteiligen Aufwendungen der FHH zur Erlangung der Anteile entspricht.<\/em>&#8221; Ja, der aktuelle Kurs der Hapag-Lloyd-Aktie an der B\u00f6rse liegt um die 18 Euro. In den B\u00fcchern der HGV wird f\u00fcr den 31.12.2015 ein bilanzieller Kurs von 34 Euro pro Aktie angesetzt. Und genau dieser Kurs scheint der Ma\u00dfstab zu sein: kein Verkauf von den den 10% Anteil der Stadt \u00fcberschreitenden Aktienzahl unterhalb des Kurses von 34 Euro. Mit den o.a. Prognosen von Hapag-Lloyd wird es also weder kurz- noch mittelfristig &#8220;Money back&#8221; geben.<\/p>\n<p>Was sagte noch unser B\u00fcrgermeister, Herr Olaf Scholz am 29.02.2012? &#8220;<em>Meine sehr verehrten Damen und Herren, das erh\u00f6hte Engagement der Stadt ist nicht auf Dauer angelegt. Wir wollen die Anteile der Stadt in einem absehbaren Zeitraum an seri\u00f6se Partner ver\u00e4u\u00dfern und\/oder im Rahmen eines B\u00f6rsengangs breit gestreut am Markt platzieren. Yes, we do want our money back.<\/em>&#8221; Aber mit diesem aktuellen Antrag der Mehrheitsfraktionen aus SPD und Gr\u00fcnen darf unser B\u00fcrgermeister sein damaliges Versprechen einfach nicht mehr einl\u00f6sen. Auf demokratischem Wege ist ihm das Einhalten seines Wortes einfach verboten worden. Wie gemein gegen\u00fcber dem K\u00f6nig Olaf &#8211; was m\u00f6gen das blo\u00df f\u00fcr Demokraten sein?<\/p>\n<p>Rund 1,5 Milliarden hat die Hapag-Lloyd-Beteiligung unsere Stadt bislang gekostet. Wetten, dass das noch dramatisch mehr werden wird?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute hat die Hapag-Lloyd AG die Zahlen f\u00fcr das dritte Quartal 2016 bekannt gegeben. Und, wenn man den Zahlen glaubt, stellt die heute gezeigte &#8220;schwarze Null&#8221; eine Sensation im Reigen der bislang von den anderen marktbegleitenden Containerreedereien, u.a. dem Branchenprimus Maersk, publizierten roten Zahlen dar. Zusammengefasst: es wurden gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum rund 71.000 TEU mehr\u00a0transportiert, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=10800\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Money back? 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