{"id":2585,"date":"2014-08-01T18:33:20","date_gmt":"2014-08-01T17:33:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=2585"},"modified":"2016-12-04T13:38:49","modified_gmt":"2016-12-04T11:38:49","slug":"gewaesserzustand-schlecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=2585","title":{"rendered":"Gew\u00e4sserzustand schlecht"},"content":{"rendered":"<p>Wesentlicher Bestandteil des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ist die Beurteilung, ob bei der geplanten Elbvertiefung die Vorgaben der europ\u00e4ischen Wasserrahmenrichtlinie WRRL (Erreichung eines guten chemischen und \u00f6kologischen Zustandes bis zum Jahr 2015) eingehalten worden sind. Die Gegner der Elbvertiefung meinen, dass dieses nicht der Fall ist &#8211; die Betreiber der Elbvertiefung meinen, die WRRL Bedingungen vollumf\u00e4nglich erf\u00fcllt zu haben.\u00a0Was nun in Sachen Elbvertiefung richtig ist, wird das Bundesverwaltungsgericht am 2.10.2014 entscheiden.<\/p>\n<p>Schauen wir bis dahin, was es sonst zur WRRL in Hamburg zu berichten gibt:<\/p>\n<ul>\n<li>Soeben wurden die Antworten zu einer <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/45566\/stand-der-umsetzung-der-europ%C3%A4ischen-wasserrahmenrichtlinie-%E2%80%93-muss-hamburg-weiter-nachsitzen-.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Gro\u00dfen Anfrage &#8220;Stand der Umsetzung der Europ\u00e4ischen Wasserrahmenrichtlinie \u2013 muss Hamburg weiter nachsitzen?&#8221;<\/a> in der B\u00fcrgerschaft ver\u00f6ffentlicht. In den Antworten zur Anfrage, Anlage 1, erfahren wir, dass alle 30 in Hamburg flie\u00dfenden OWK (Oberfl\u00e4chenwasserk\u00f6rper) als erheblich ver\u00e4ndert oder k\u00fcnstlich kategorisiert werden und somit nur \u00f6kologische Potenziale statt Zust\u00e4nde bewertet werden m\u00fcssen. Und selbst diese Potentiale haben sich seit dem letzten Bewertungsjahr 2009 innerhalb der letzten f\u00fcnf Jahre nicht positiv ver\u00e4ndert: keines der flie\u00dfenden OWK erhielt die Note &#8220;gut&#8221; bzw. &#8220;sehr gut&#8221;. Sieben der in 2009 mit &#8220;m\u00e4\u00dfig&#8221; bewerteten Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser sackten sogar auf die Note &#8220;unbefriedigend&#8221; ab. Zudem wird der chemische Zustand aller 30 Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser mit &#8220;nicht gut&#8221; bewertet. Bei den OWK &#8220;Seen&#8221; und &#8220;Wattenmeer&#8221; sieht die Situation \u00e4hnlich aus.<br \/>\nDie in <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/24661\/umsetzung-der-richtlinie-2000-60-eg-des-europ%C3%A4ischen-parlaments-und-des-rates-vom-23-oktober-2000-zur-schaffung-eines-ordnungsrahmens-f%C3%BCr-ma%C3%9Fnahmen.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">2008 in einer Senatsmitteilung gesteckten Ziele Hamburg<\/a> wurden, wie man der Einleitung der gro\u00dfen Anfrage entnehmen kann, allesamt verfehlt. Selbst das Abendblatt \u00fcberschreibt seinen Artikel mit &#8220;<a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCQQqQIwAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle130774119%2FSchlechte-Noten-fuer-Hamburgs-Gewaesser.html&amp;ei=273bU_j3HKaI4gSI3YHADQ&amp;usg=AFQjCNHlYgAjKRKnKkEX8AXrujjmAuocVA&amp;bvm=bv.72197243,d.bGE&amp;cad=rja\" target=\"_blank\">Schlechte Noten f\u00fcr Hamburgs Gew\u00e4sser<\/a>&#8220;.<\/li>\n<li>In der gro\u00dfen Anfrage werden in Anlage 3 die Gesamtkosten aufgef\u00fchrt, die Hamburg seit 2009 f\u00fcr die Einhaltung der WRRL aufgewendet hat: in den vergangenen f\u00fcnf Jahren wurden ingesamt 14,8 Mio. Euro ausgegeben, d.h. weniger als 3 Mio. Euro pro Jahr. Bei einem Hamburger Haushalt von 12 Mrd. Euro machen die j\u00e4hrlichen WRRL-Investitionen <strong>nicht einmal ein Viertel-Promille<\/strong> aus. Man scheint bei diesen &#8220;enormen&#8221; Betr\u00e4gen die EU-Vorgaben zur WRRL nicht wirklich ernst zu nehmen. Parallel wurden die Antworten zu einer s<a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/45733\/wie-teuer-wird-die-gew%C3%A4sserinstandhaltung-.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">chriftliche kleine Anfrage \u00fcber die Kosten aus der WRRL<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Die Gesamtkosten aus den WRRL-Ma\u00dfnahmen werden in der Anlage zur Anfrage mit 12 Mio. Euro angegeben. Das w\u00e4re dann nur noch <strong>ein F\u00fcnftel-Promille<\/strong> &#8211; man spart in Hamburg, was man kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ja, und die Elbe? Wir k\u00f6nnten verstehen, dass der Hamburger Hafen nicht mehr viel mit einem naturnahen Gew\u00e4sser zu tun haben kann. Gleichwohl bezieht man Teile dieser Fl\u00e4chen als Ausgleichsma\u00dfnahmen f\u00fcr die Elbvertiefung an: beispielsweise <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CDAQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle1956522%2FNabu-klagt-an-Schrotthaendler-versenkt-Muell-im-Biotop.html&amp;ei=dTpBU_ynEs3WsgaDtIGIAw&amp;usg=AFQjCNGibGmFKOeyMFw6OXYkPzbFn2S7bg&amp;bvm=bv.64367178,d.Yms&amp;cad=rja\" target=\"_blank\">den alten Moorburger Hafen<\/a>, direkt s\u00fcdlich des umstrittenen Moorburger Kohlekraftwerks gelegen.<\/p>\n<p>Sorgen machen wir uns auch um das <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCIQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.landeszeitung.de%2Fblog%2Flokales%2F179963-tausende-fische-ersticken-in-der-elbe&amp;ei=ycXbU8LeCaKQ0AXWjIGABQ&amp;usg=AFQjCNGOypHX9o1CGGcAX3IFZSS59zrnaA&amp;bvm=bv.72197243,d.d2k&amp;cad=rja\" target=\"_blank\">gro\u00dfe Fischsterben durch das Sauerstoffloch<\/a>, das mittlerweile j\u00e4hrlich im Sommer auf dem Hamburger Elbteil zwischen Hafen und Landesgrenze bei Tinsdal kurz vor Wedel auftritt. Nicht ein Wort wird in der gro\u00dfen Anfrage \u00fcber die aktuell 100 Tonnen tote Fische mitten in Hamburg verloren. Hamburgs Regierung verschlie\u00dft hier die Augen und sagt kein Wort &#8211; ein mittlerweile ganz normaler Vorgang.<br \/>\nAndere benennen die &#8220;b\u00f6se&#8221; Algenbl\u00fcte wegen hoher N\u00e4hrstoffbelastung als Verursacher&#8230; Kenner und Beobachter des Sauerstoffloches wissen, dass es andere Gr\u00fcnde gibt: wir verweisen auf unsere Kollegen von &#8220;<a href=\"https:\/\/www.rettet-die-elbe.de\/5kapitel\/o2loch\/o2loch_pm20100811_hintergrund.html\" target=\"_blank\">Rettet-die-Elbe<\/a>&#8220;, die <a href=\"https:\/\/www.rettet-die-elbe.de\/5kapitel\/o2loch\/o2loch_analyse.htm\" target=\"_blank\">dieses Loch bereits seit der letzten Elbvertiefung ausf\u00fchrlichst beschrieben<\/a> haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wesentlicher Bestandteil des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ist die Beurteilung, ob bei der geplanten Elbvertiefung die Vorgaben der europ\u00e4ischen Wasserrahmenrichtlinie WRRL (Erreichung eines guten chemischen und \u00f6kologischen Zustandes bis zum Jahr 2015) eingehalten worden sind. 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