{"id":3321,"date":"2014-10-12T19:50:18","date_gmt":"2014-10-12T18:50:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3321"},"modified":"2016-12-23T10:28:08","modified_gmt":"2016-12-23T08:28:08","slug":"hafenkooperation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3321","title":{"rendered":"Hafenkooperation"},"content":{"rendered":"<p>In unserer Stadt Hamburg scheinen endlich die ersten \u00dcberlegungen einzusetzen, wie Hamburg ohne Elbvertiefung innerhalb einer norddeutschen Hafenkooperation einer der gr\u00f6\u00dften H\u00e4fen in der Nordrange bleiben kann. Das <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCUQqQIwAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fwirtschaft%2Farticle133164205%2FGefaehrdete-Elbvertiefung-Letzter-Ausweg-Wilhelmshaven.html&amp;ei=GZ45VOrXF4uqOtLqgaAC&amp;usg=AFQjCNH3TehC9e5nCyXITnpQmdSPDZmPmA&amp;bvm=bv.77161500,d.ZWU\" target=\"_blank\">Abendblatt versucht\u00a0 sich daran,\u00a0 e<\/a>in Versuch, der leider aber wieder auf die &#8220;gebetsm\u00fchlenartig vorgetragenen Dogmen&#8221; der<\/p>\n<figure id=\"attachment_3346\" aria-describedby=\"caption-attachment-3346\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/HamburgCTH1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3346\" alt=\"CTH Hamburg\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/HamburgCTH1-300x212.jpg\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/HamburgCTH1-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/HamburgCTH1-1024x723.jpg 1024w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/HamburgCTH1-900x636.jpg 900w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/HamburgCTH1.jpg 1594w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3346\" class=\"wp-caption-text\">CTH Hamburg<\/figcaption><\/figure>\n<p>Elbvertiefungsplaner zur\u00fcckf\u00e4llt, aber immerhin!<\/p>\n<p>Warum wird von allen in Hamburg politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen eine derartige Kooperation immer mit einem vehementen Federstrich beiseite geschoben: &#8220;Was im schnellen Erkl\u00e4rdurchlauf ausgesprochen plausibel klingt, erweist sich im Alltag der Logistikwirtschaft als vollkommen unrealistisch \u2013 und jeder in der Branche wei\u00df das.&#8221; &#8230; &#8220;Die Reeder und ihre Kunden entscheiden sich selbst f\u00fcr den jeweiligen Start- und Zielhafen. Die Politik kann Ladungsstr\u00f6me nicht lenken&#8221;.<\/p>\n<p>Ach kann Sie nicht? Wer soll es denn dann sonst k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Fangen wir mal bei den soeben zitierten Kunden mit einem fiktiven Beispiel an. Kunden k\u00f6nnten dabei ein in China sitzender Exporteur und ein z.B. in Polen oder Bayern sitzender Importeur sein. Nun stellen wir uns vor, dass die Kaufverhandlungen zwischen dem chinesischen Exporteur und dem polnischen bzw. bayerischen Importeur beendet sind. Man ist sich einig.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes geht es um die Liefertermine und die Anlieferung der Ware. Diese Gespr\u00e4che sollen nach Meinung der Elbvertiefungsbef\u00fcrworter eine zentrale Bedeutung haben. Hier wird Marktmacht ausgespielt: Der Exporteur sagt: &#8220;Ich verschiffe die Ware nur \u00fcber Rotterdam &#8211; kein anderer Hafen kommt in Frage&#8221;. Der Importeur sagt dagegen: &#8220;Nee, bei Rotterdam mache ich nicht mit &#8211; f\u00fcr mich ist Hamburg relevant. Der Vertrag wird bei Rotterdam storniert.&#8221;<\/p>\n<p>Glauben Sie das? Wir nicht, Nein. Wir k\u00f6nnen uns dagegen vorstellen, dass beide Parteien sich auf bereits erprobte Logistikunternehmen konzentrieren. Das k\u00f6nnen <a href=\"http:\/\/www.damco.com\/\" target=\"_blank\">Damco<\/a>, <a href=\"https:\/\/home.kuehne-nagel.com\" target=\"_blank\">K\u00fchne&amp;Nagel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.dbschenker.de\/log-de-de\/start\/\" target=\"_blank\">Schenker<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.dhl.de\/de\/logistik.html\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">DHL<\/a>, e.t.c. sein. Dieses wurde bestenfalls vorher in einem Ausschreibungsverfahren ausgew\u00e4hlt. Der bei unserem Beispielgesch\u00e4ft Marktm\u00e4chtigere bestimmt die Lieferung &#8211; entweder der Ex- oder der Importeur.<\/p>\n<p>Die Logistikunternehmen sind entweder Tochterunternehmen einer Reederei wie bei der Maersktochter Damco, oder weltweit t\u00e4tige Logistikkonzerne wie K\u00fchne&amp;Nagel, Teilhaber u.a. an Hapag-Lloyd, DHL mit Deutsche Post oder Deutsche Bahn mit Schenker. Und nun kann man \u00fcberlegen, wen diese Logistikunternehmen denn mit der Verschiffung der Ware und mit welchem Zielhafen beauftragen w\u00fcrden&#8230;?<\/p>\n<p>Und diese Ladungsstr\u00f6me soll man von Seiten der Politik nicht lenken k\u00f6nnen? Das beste Beispiel einer M\u00f6glichkeit der Ladungslenkung erhalten wir gerade durch die Diskussion der Stra\u00dfenmaut. Und: Warum r\u00fchmen sich Bremerhaven\/Bremen und Hamburg als Eisenbahnh\u00e4fen? Wieso fertigt Rotterdam soviel Hinterlandverkehr \u00fcber Binnenschiffe ab?<\/p>\n<p>Der Staat, also wir Alle, stellen f\u00fcr diese Logisitik die Infrastruktur bereit. Wir bezahlen die Stra\u00dfen, Eisenbahnstrecken, Flugh\u00e4fen und H\u00e4fen samt Bundeswasserstra\u00dfen. Wir sollen also nur zahlen d\u00fcrfen, ohne etwas (mit-)bestimmen zu d\u00fcrfen?\u00a0 Eine sehr merkw\u00fcrdige Auffassung, die die Hafenwirtschaft und Logistik hier vertreten. Eine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Externer_Effekt\" target=\"_blank\">Externalisierung<\/a>, die mit Marktwirtschaft so \u00fcberhaupt nichts zu tun hat. Sie wird uns aber als &#8220;Kraft des Marktes&#8221; verkauft &#8211; eine &#8220;Kraft&#8221;, die die Kosten auf uns Steuerzahler abw\u00e4lzt. Pfui.<\/p>\n<p>Umgekehrt: Weniger engagiert k\u00fcmmert sich die Politik um die Ladungsstr\u00f6me f\u00fcr Schwergut. Hier ist es den Kunden nun wirklich nicht &#8220;schietegol&#8221;, wie die Produkte zu den Zielen kommen. Wir konnten lesen, dass, trotz eigentlich anderer W\u00fcnsche, die Unternehmen wegen der innerdeutschen l\u00e4ngeren Transportwege und -zeiten sowie der damit verbundenen h\u00f6heren Kosten &#8220;z\u00e4hneknirschend&#8221; nach Antwerpen ausweichen mussten. Es interessiert aber trotz der <a title=\"Schwergutumschlag\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3292\" target=\"_blank\">volkswirtschaftlichen Bedeutung dieser Produktion<\/a> in diesem Land keinen politisch Verantwortlichen!<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chten wir an das <a href=\"http:\/\/www.wwf.de\/fileadmin\/fm-wwf\/Publikationen-PDF\/WWF-Studie_Szenario_fuer_eine_Seehafenkooperation_im_Bereich_des_Containerverkehrs.pdf\" target=\"_blank\">Gutachten zu einer norddeutschen Hafenkooperation <\/a>von Herrn Prof. Dr. Ordemann erinnern. Auf den <a href=\"http:\/\/www.wwf.de\/themen-projekte\/projektregionen\/elbmuendung\/hafenkooperation-als-alternative\/\" target=\"_blank\">Internetseiten des WWF<\/a> werden weitere Informationen \u00fcber eine m\u00f6gliche Hafenkooperation bereitgestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Stadt Hamburg scheinen endlich die ersten \u00dcberlegungen einzusetzen, wie Hamburg ohne Elbvertiefung innerhalb einer norddeutschen Hafenkooperation einer der gr\u00f6\u00dften H\u00e4fen in der Nordrange bleiben kann. Das Abendblatt versucht\u00a0 sich daran,\u00a0 ein Versuch, der leider aber wieder auf die &#8220;gebetsm\u00fchlenartig vorgetragenen Dogmen&#8221; der Elbvertiefungsplaner zur\u00fcckf\u00e4llt, aber immerhin! 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