{"id":3612,"date":"2014-10-26T10:52:53","date_gmt":"2014-10-26T09:52:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3612"},"modified":"2015-06-23T07:07:42","modified_gmt":"2015-06-23T06:07:42","slug":"elbvertiefung-auf-165-m","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3612","title":{"rendered":"Elbvertiefung auf 16,5 m"},"content":{"rendered":"<p>Der Wahlkampf f\u00fcr die n\u00e4chste B\u00fcrgerschaftswahl am 15.02.2015 hat gestartet. Zu einem wesentlichen Thema scheint sich die Entwicklung des Hamburger Hafens samt der Elbvertiefung zu entwickeln. So ist die CDU am 06.10.2014 mit ihrem Konzept &#8220;<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3265\" target=\"_blank\">Hafen Hamburg 2030<\/a>&#8221; vor der &#8220;<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3284\" target=\"_blank\">Regierungserkl\u00e4rung<\/a>&#8221; des ersten B\u00fcrgermeisters zum Elbvertiefungsbeschluss des Bundesverwaltungsgerichtes in die Offensive gegangen.<\/p>\n<p>Nun ist in der Hamburger B\u00fcrgerschaft ein Antrag &#8220;<a class=\"hitlist broken_link\" title=\"PDF Dokument \u00f6ffnen (32,8 KB)\" href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/46778\/hafenstandort-hamburg-st%C3%A4rken-%E2%80%93-infrastruktur-jetzt-verbessern.pdf\">Hafenstandort Hamburg st\u00e4rken \u2013 Infrastruktur jetzt verbessern<\/a>&#8221; eingebracht worden. Es ist das o.a. Hafenkonzept, bei dem jetzt die Katze aus dem Sack gelassen wurde.<\/p>\n<p><em>&#8220;Der Senat machte die Umschlagprognose des Instituts f\u00fcr Seeverkehrswirtschaft und <\/em><em>Logistik (ISL) in H\u00f6he von 25 Mio. umgeschlagenen Standardcontainern (TEU) im<\/em> <em>Jahre 2025 zur Grundlage seiner Planungen. Diese Prognose erwies sich als viel zu<\/em> <em>optimistisch und sie wurde in einem neuen Gutachten vom Dezember 2013 auf 15,4<\/em> <em>Mio. TEU reduziert. Dies zeigt, dass Prognosen mit langen Zeithorizonten in der<\/em> <em>Regel mit \u00fcberproportional wachsenden Unsicherheiten behaftet sind. Sie m\u00fcssen <\/em><em>regelm\u00e4\u00dfig an sich ver\u00e4ndernde \u00f6konomische Realit\u00e4ten angepasst werden. &#8230; Die heutige Infrastruktur kann die Warenmengen bei einem Umschlag von 16 Mio. TEU nicht mehr bew\u00e4ltigen.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Statt aus diesen Feststellungen der CDU eine Strategieumkehr f\u00fcr den Hamburger Hafen zu entwickeln, werden die alten Z\u00f6pfe verl\u00e4ngert. &#8220;<em>Diese neue Prognose bietet f\u00fcr Hamburg den Vorteil, dass es m\u00f6glich sein wird, die<\/em> <em>heute schon nahe an ihren Kapazit\u00e4tsgrenzen operierenden Verkehrsanbindungen<\/em> <em>Schiene und Stra\u00dfe in den kommenden Jahren so zu ert\u00fcchtigen, dass sie keinen <\/em>Engpassfaktor f\u00fcr die G\u00fcterstr\u00f6me mehr darstellen.&#8221;<\/p>\n<p>Teile der auf unserer <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=85\" target=\"_blank\">Internetseite<\/a> ver\u00f6ffentlichten Infrastrukturthemen \u00fcber unseren Hamburger Hafen werden daraufhin in die Luft geworfen, um dann durch neue, nochmals gesteigerte Kosten f\u00fcr die Infrastruktur erg\u00e4nzt zu werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Aus den bisher <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=87\" target=\"_blank\">benannten Bundeskosten f\u00fcr die neunte Vertiefung von 248 Millionen Euro<\/a> wird nun ein &#8220;<em>Die vonseiten des Bundes f\u00fcr dieses Vorhaben vorgesehenen 300 Millionen Euro m\u00fcssen nach der Baufreigabe der Fahrrinnenanpassung unverz\u00fcglich bereitgestellt werden.<\/em>&#8220;<\/li>\n<li>F\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=1580\" target=\"_blank\">Nord-Ostsee-Kanal <\/a>d\u00fcrfen wir lesen: &#8220;<em>Trotz der erfreulichen Nachricht, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages einstimmig 485 Mio. Euro f\u00fcr eine neue Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal genehmigt hat, &#8230;<\/em>&#8221; sowie &#8220;<em>Die erforderlichen Finanzmittel in der derzeit gesch\u00e4tzten H\u00f6he von 1,5 Mrd. Euro f\u00fcr die Gesamtma\u00dfnahme muss der Bund in den erforderlichen Teillosen zeitgerecht bereitstellen.<\/em>&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Statt in Zeiten der Schuldenbremse \u00fcber die Milliardenlasten zu st\u00f6hnen, folgt eine lange Auflistung von weiteren Forderungen unter der \u00dcberschrift &#8221; Hafeninfrastruktur und Hinterlandanbindungen verbessern&#8221;: Westerweiterung und Vergr\u00f6\u00dferung des Drehkreises am Parkhafen, 5 Ma\u00dfnahmen im Rahmen von Stra\u00dfenbau, Verbesserung der Schienenanbindung und mehrere Ma\u00dfnahmen zur Anpassung der Mittelelbe f\u00fcr die Binnenschifffahrt. Zeitlich vorgezogen werden soll die Einf\u00fchrung einer verkehrs\u00fcbergreifenden Leitzentrale (Port Traffic Center) f\u00fcr die Verkehrssteuerung des Hafens. Was das alles kosten wird, steht in den Sternen.<\/p>\n<p>Ob die CDU Hamburg wirklich glaubt, dass dieses alles von 150 Mio. Euro p.a. finanziert werden kann? In den 11 Jahre bis 2025 w\u00fcrden mit diesem Betrag lediglich 1,65 Mrd. Euro zusammenkommen &#8211; wir haben unter <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=85\" target=\"_blank\">Hafen21<\/a> bereits \u00fcber 10 Mrd. Euro ermittelt.<\/p>\n<p>Es wird aber noch absurder: Die geplante neunte Elbvertiefung f\u00fcr 14,5m tiefgehende Containerschiffe soll nach Meinung der CDU so bald wie m\u00f6glich erfolgen. Diese CDU-Meinung folgt den Erwartungen. Der nachfolgende Satz hat es aber in sich: &#8220;<strong><em>Die Fahrinnenanpassung muss an die heutigen Bed\u00fcrfnisse der Schifffahrt mit Tiefg\u00e4ngen von bis zu 16,5 m angepasst werden.<\/em><\/strong>&#8221; Erstmals wird von einer in der B\u00fcrgerschaft vertretenen Partei \u00f6ffentlich eine weitere, zehnte Elbvertiefung auf 16,5 m eingefordert.<\/p>\n<p>Am Schluss des Antrags gibt es noch einen Punkt &#8220;<em>Wettbewerb und Kooperation<\/em>&#8220;. Wer jetzt glaubt, es gehe endlich um eine Hafenkooperation auf Augenh\u00f6he, irrt jedoch. Es geht vor allem darum, dass die norddeutschen L\u00e4nder und ihre Seeh\u00e4fen an einem Strang in Bezug auf den Ausbau der Infrastruktur ziehen. Hamburg muss aber <em>Der deutsche Hafen<\/em> bleiben.<\/p>\n<p>Die noch im Strategiepapier angef\u00fchrte B\u00fcrgerbeteiligung ist im Antrag nahezu vollst\u00e4ndig verschwunden. Beteiligung von Tr\u00e4gern \u00f6ffentlicher Belange, z.B. die Umweltverb\u00e4nde? Ebenfalls Fehlanzeige.<\/p>\n<p>CDU Hamburg &#8211; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Quo_vadis%3F\" target=\"_blank\">Quo vadis?<\/a> Anscheinend in den Abgrund!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wahlkampf f\u00fcr die n\u00e4chste B\u00fcrgerschaftswahl am 15.02.2015 hat gestartet. Zu einem wesentlichen Thema scheint sich die Entwicklung des Hamburger Hafens samt der Elbvertiefung zu entwickeln. So ist die CDU am 06.10.2014 mit ihrem Konzept &#8220;Hafen Hamburg 2030&#8221; vor der &#8220;Regierungserkl\u00e4rung&#8221; des ersten B\u00fcrgermeisters zum Elbvertiefungsbeschluss des Bundesverwaltungsgerichtes in die Offensive gegangen. 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