{"id":4099,"date":"2014-11-27T00:02:46","date_gmt":"2014-11-26T23:02:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4099"},"modified":"2016-12-23T10:34:53","modified_gmt":"2016-12-23T08:34:53","slug":"fusion-mit-nachschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4099","title":{"rendered":"Fusion mit Nachschlag?"},"content":{"rendered":"<p>Hapag-Lloyd ist bei der geplanten Fusion mit der chilenischen CSAV anscheinend kurz vor dem Ziel. Nachdem die mexikanische Wettbewerbsbeh\u00f6rde keine Einw\u00e4nde gehabt haben soll, sollen nur noch die Voten von\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=3&amp;ved=0CC8QFjAC&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.finanzen.net%2Fnachricht%2Faktien%2FHapag-Lloyd-und-CSAV-fehlen-nur-noch-zwei-Kartellgenehmigungen-4034543&amp;ei=wIJwVL-2EcPqONKxgMgO&amp;usg=AFQjCNG_Uid_amKnVifHwtUVq9iJsVjSzA&amp;bvm=bv.80185997,d.ZWU&amp;cad=rja\" target=\"_blank\">zwei Wettbewerbsbeh\u00f6rden<\/a> offen stehen: aus China und aus <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Hapag-Lloyd4.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4103\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Hapag-Lloyd4.jpg\" alt=\"Hapag-Lloyd4\" width=\"300\" height=\"191\" \/><\/a>der Ukraine. Sollte deren Zustimmung erfolgen, w\u00e4re laut <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/44923\/zusammenf%c3%bchrung-der-containerschifffahrt-von-hapag-lloyd-ag-und-der-compa%c3%b1%c3%ada-sud-americana-de-vapores-csav-.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Senatsmitteilung von Ende April 2014<\/a> ein wesentlicher Teil des Fusionsvertrages der beiden Gesellschafterparteien, dem Business Combination Agreement (BCA) vom 16.04.2014 erf\u00fcllt, wobei die staatliche HGV und K\u00fchne Maritime (KM) die Hamburger und die CSAV die chilenische Partei darstellen.<\/p>\n<p>Der Abschluss der Fusion m\u00fcsste dann laut Senatsmitteilung bis zum 31.03.2015 erfolgen,<\/p>\n<ul>\n<li>wenn die \u00dcberf\u00fchrung der wesentlichen Finanzierungsvertr\u00e4ge und Kreditlinien von CSAV und Hapag-Lloyd\u00a0 mittel \u00dcberleitungs- und \u00c4nderungsvereinbarungen durch Zustimmung aller finanzierenden Institute abgeschlossen wurde, und<\/li>\n<li>sich bis zum 30.09.2014 keine wesentliche materielle Verschlechterung bei Hapag-Lloyd oder in der mittlerweile bei CSAV ausgegliederten Containersparte ergeben hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gehen wir mal davon aus, das die beiden Bedingungen erf\u00fcllt sind. Zwischenzeitlich m\u00fcssten dann auch die Quartalsabschlusse zum 30.09.2014 von Hapag-Lloyd und von CSAV im Hamburger Rathaus ausgewertet worden sein, um die Zusagen der beiden Parteien zu &#8220;Eigenkapital und Liquidit\u00e4t&#8221; bewertet zu haben. Laut obiger Senatsmitteilung wurde im BCA festgelegt, &#8220;<em>dass zum Abrechnungsstichtag (voraussichtlich 30. September 2014) ein Mindesteigenkapital von HL von konsolidiert 3.715 Mio. US$ &#8230; vorhanden sein soll. Ob das jeweilige Mindestkapital vorliegt, wird durch Zwischenabschl\u00fcsse festgestellt.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>In dem \u00f6ffentlichen <a href=\"https:\/\/www.hapag-lloyd.de\/downloads\/news\/Hapag-Lloyd_Quartalsbericht_9M_2014_dt.pdf\" target=\"_blank\">Quartalsabschluss von Hapag-Lloyd<\/a> finden wir auf Seite 22 folgenden Hinweis zum Eigenkapital: &#8220;<em>Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital um 43,0 Mio. EUR auf 2.872,1 Mio. EUR. Der R\u00fcckgang ist im Wesentlichen auf das negative Konzernergebnis in H\u00f6he von 224,0 Mio. EUR &#8230;zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/em>&#8221; Rechnen wir den im Bericht benannten Eigenkapitalbetrag von 2.872,1 Mio. Euro in US$ um, kommen wir bei dem aktuellen Dollarkurs von 1,24 auf den Gegenwert von 3.561,4 Mio. US$ und w\u00fcrden damit die vorgenannte Grenze von 3.715 Mio. US$ unterschreiten.<\/p>\n<p>In diesem Fall gilt laut Senatsmitteilung folgende Vorgehensweise: &#8220;<em>Ist das tats\u00e4chliche Eigenkapital von HL<\/em> <em>zum Abrechnungsstichtag geringer als das<\/em> <em>Mindesteigenkapital von konsolidiert 3.715<\/em> <em>Mio. US$, sind HGV und KM verpflichtet,<\/em> <em>den Fehlbetrag auszugleichen, wobei HGV<\/em> <em>und KM den Ausgleich anteilig im Verh\u00e4ltnis<\/em> <em>ihrer heutigen Beteiligung durch Bareinlage<\/em> <em>in HL zu erbringen haben. Auch hier <\/em><em>betr\u00e4gt die maximale H\u00f6he der Ausgleichsverpflichtung<\/em> <em>78 Mio. US$. Die maximale <\/em><em>Verpflichtung von HGV betr\u00e4gt damit rund<\/em> <em>44 Mio. US$ bzw. rund 33 Mio. Euro (bei<\/em> <em>einem Wechselkurs von 1,35 USD\/EUR).<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Laut der Senatsmitteilung besteht also die Verpflichtung, 44 Mio. US$ f\u00fcr Eigenkapital nachzuschie\u00dfen. Beim Kurs von 1,24 m\u00fcssten also von der staatlichen HGV f\u00fcr 35,5 Mio. Euro neue Aktien erworben werden. Der Preis ist bereits im April 2014 mit 35,23 Euro festgelegt worden, ohne bekannt zu geben, welcher Anteil von diesem Aktienpreis auf das Eigenkapital angerechnet werden darf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Hapag-Lloyd5.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4176 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Hapag-Lloyd5-293x300.jpg\" alt=\"Hapag-Lloyd5\" width=\"293\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Hapag-Lloyd5-293x300.jpg 293w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Hapag-Lloyd5-900x920.jpg 900w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Hapag-Lloyd5.jpg 937w\" sizes=\"(max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a>Hinsichtlich der Liquidit\u00e4t von Hapag-Lloyd gibt es eine gleichlautende Verpflichtung. Da auch die Liquiditit\u00e4tsh\u00fcrden gerissen wurden, besteht ebenfalls eine Nachschusspflicht. Allerdings gilt die Obergrenze von 78 Mio US$ f\u00fcr Eigenkapital und Liquidit\u00e4t zusammen. So k\u00f6nnen wir Hamburger davon ausgehen, dass wir nochmals mindestens 35 Mio. Euro in Hapag-Lloyd investieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zwei schriftliche kleine Anfragen in der B\u00fcrgerschaft versuchen nun genaueres vom Senat in Erfahrung zu bringen. <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/47056\/hapag-lloyd-ag-zusammenf%c3%bchrung-der-linienschifffahrtsaktivit%c3%a4ten-von-hl-und-csav-zusagen-zu-eigenkapital-und-liquidit%c3%a4t.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Die erste kleine Anfrage fragt detailliert nach<\/a> und bittet um die H\u00f6he der Nachschusspflichten der Containersparte der CSAV, die ja auch schlechtes Zwischenergebnis abgeliefert hat. Die <a title=\"Zwischenbericht 3\" href=\"http:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/47051\/fusion-von-hapag-lloyd-und-csav-ii-.pdf\" target=\"_blank\">zweite kleine Anfrage fragt nach dem anzusetzenden Dollarkurs<\/a> f\u00fcr die anstehenden Bewertungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hapag-Lloyd ist bei der geplanten Fusion mit der chilenischen CSAV anscheinend kurz vor dem Ziel. Nachdem die mexikanische Wettbewerbsbeh\u00f6rde keine Einw\u00e4nde gehabt haben soll, sollen nur noch die Voten von\u00a0 zwei Wettbewerbsbeh\u00f6rden offen stehen: aus China und aus der Ukraine. 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