{"id":4679,"date":"2015-01-08T00:03:40","date_gmt":"2015-01-07T23:03:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4679"},"modified":"2015-02-21T12:52:19","modified_gmt":"2015-02-21T11:52:19","slug":"reederei-aussichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4679","title":{"rendered":"Reederei-Aussichten"},"content":{"rendered":"<p>Das Hamburger Abendblatt f\u00fchrte ein <a title=\"HA 2014-01-07 Die K\u00f6hlbrandbr\u00fccke wird zum Problem\" href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCQQqQIwAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle136099042%2FHamburg-Sued-Chef-Die-Koehlbrandbruecke-wird-zum-Problem.html&amp;ei=dW-tVJ7xOMGqPJSegZgL&amp;usg=AFQjCNEN2Zm_nl-6GsYtjEV9W2H99XaxmA&amp;bvm=bv.83134100,d.ZWU\" target=\"_blank\">ausf\u00fchrliches Interview mit Ottmar Gast<\/a>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Hamburg S\u00fcd-Reederei.<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/HamburgS\u00fcd21.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3968 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/HamburgS\u00fcd21-300x176.jpg\" alt=\"HamburgS\u00fcd2\" width=\"300\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/HamburgS\u00fcd21-300x176.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/HamburgS\u00fcd21.jpg 845w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ausgehend von einer \u00c4u\u00dferung Ottmar Gast\u2019s w\u00e4hrend seiner Rede auf der Jahresmitgliederversammlung des ZDS <a title=\"Klare Worte\u2026\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4079\" target=\"_blank\">(wir berichteten)<\/a> werden verschiedene Aspekte der Marktsituation von Reedereien angesprochen. Haben wir in unserem letzten Bericht allerdings noch \u201egewertet\u201c, dass Herr Ottmar Gast klare Worte spricht, stellen wir in diesem Interview viele Auslassungen und Ungereimtheiten fest.<\/p>\n<p>Auf die Frage \u201e<em>Sie sagten neulich, die Schifffahrtskrise dauere inzwischen so lange, sie werde gar nicht mehr als Krise wahrgenommen, sondern als Normalzustand. Wie wird sich das k\u00fcnftig entwickeln?\u201c<\/em> geht er gar nicht ein. Er antwortet mit Ausf\u00fchrungen zu Treibstoffpreisen, die im Moment g\u00fcnstigere Betriebsergebnisse erwarten lassen.<\/p>\n<p>Interessant sind allerdings seine Ausf\u00fchrungen zum Slow Steaming, mit dem der Treibstoffverbrauch vor allem der ULCS (Ultra Large Container Ship) in Grenzen gehalten werden soll. Selbst bei g\u00fcnstigeren Marktbedingungen (Treibstoffkosten, Containermengen) k\u00f6nnten die Schiffe nicht schneller fahren, es m\u00fcssten mehr Schiffe eingesetzt werden, um Zeitpl\u00e4ne einzuhalten und evtl. steigende Warenmengen transportieren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nMit anderen Worten: Wir werden durch die ULCS nicht weniger Schiffe und Umweltbelastungen erwarten k\u00f6nnen, sondern mehr!<\/p>\n<p>Nun geht es weiter mit widerspr\u00fcchlichen Antworten:<br \/>\nWenn mehr Schiffe eingesetzt werden m\u00fcssten, stellt sich die Frage, ob die \u00dcberkapazit\u00e4ten sich erh\u00f6hen. Herr Ottmar Gast antwortet, dass es kaum \u00dcberkapazit\u00e4ten g\u00e4be, lediglich 1,7 % der Containerschiffe l\u00e4gen auf. Das sei beinahe Vollbesch\u00e4ftigung.<em> \u201e<\/em><em>Das Problem ist aber die zu geringe Auslastung der eingesetzten Schiffe. Deshalb h\u00e4lt der Druck auf die Frachtraten an.\u201c<\/em><br \/>\nH\u00e4h?! Ist denn eine Minderauslastung der Containerschiffe keine \u00dcberkapazit\u00e4t?<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Fragenkomplex dreht sich um \u201e\u00dcberlebensstrategien\u201c von Reedereien. Herr Gast beantwortet diese mit dem Trend zu weiteren Fusionen, Allianzen und Kooperationen, ein Thema, \u00fcber das wir auch schon mehrfach berichtet haben. Letztlich haben die gro\u00dfen Reedereien die geringsten relativen Verwaltungs- und Organisationskosten und k\u00f6nnen somit die Preise bestimmen und die derzeit zu niedrigen Frachtraten leichter kompensieren. Das verst\u00e4rkt sich nat\u00fcrlich, wenn sich die zwei gr\u00f6\u00dften Reedereien auch noch \u00fcber eine <a title=\"2M erh\u00e4lt &quot;Go&quot; von FMC\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3304\" target=\"_blank\">\u201e2M\u201c-Kooperation<\/a> zusammen tun. Herr Gast best\u00e4tigt, dass die Allianzen (2M, <a title=\"FMC gibt G6 gr\u00fcnes Licht\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=1582\" target=\"_blank\">G6<\/a>, <a title=\"Allianzneuigkeiten\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4311\" target=\"_blank\">Ocean 3<\/a>, <a title=\"CKHYE nun auch\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4203\" target=\"_blank\">CKHYE<\/a>) die Ost-West-Verkehre, also Asien \u2013 Europa, beherrschen. Alle Reedereien m\u00fcssen sehen, dass sie sich Allianzen anschlie\u00dfen bzw. Kooperationen eingehen, wie beispielsweise <a title=\"Hamburg S\u00fcd &quot;Au Four&quot;\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3149\" target=\"_blank\">Hamburg S\u00fcd mit der Ocean 3-Allianz<\/a> und der <a title=\"Hamburg S\u00fcd kauf CCNI\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=2538\" target=\"_blank\">Fusion mit CCNI<\/a>. Der <a href=\"http:\/\/www.alphaliner.com\/liner2\/research_files\/newsletters\/2015\/no01\/Alphaliner%20Newsletter%20no%2001%20-%202015.pdf\" target=\"_blank\">neueste Alphaliner-Newletter<\/a> best\u00e4tigt diese Einsch\u00e4tzung!<br \/>\nDas bedeutet in der Konsequenz doch ein massives Reedereien-Sterben und damit verbunden eine Arbeitsplatzvernichtung, mindestens bei den Seeleuten, aber sicherlich auch in den H\u00e4fen, denn mehr Kooperationen\/Allianzen bedeuten weniger Schiffsanl\u00e4ufe.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Entgegen der Erwartungen aus der Artikel\u00fcberschrift gibt es nur noch zwei Fragen und kurze Antworten am Schluss des gedruckten Interviews, die sich mit der Elbe und dem Hamburger Hafen befassen: Das Thema \u201eElbvertiefung\u201c handelt Herr Gast mit 12 Worten ab. Danach kritisiert er die (vermeintlich) hohe Kosten im Umschlag im Hamburger Hafen sowie die <a title=\"H\u00f6he K\u00f6hlbrandbr\u00fccke 2\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3124\">fehlende Durchfahrtsh\u00f6he der K\u00f6hlbrandbr\u00fccke<\/a>. Zum Abschluss gibt es aber noch ein Lob f\u00fcr die Abfertigungsqualit\u00e4t im Hamburger Hafen.<\/p>\n<p>Lieber Herr Gast, bitte bewahren Sie sich als Unabh\u00e4ngiger der sehr filzig anmutenden Hamburger Hafenszene (denken Sie an das <a href=\"http:\/\/www.hamburg1.de\/nachrichten\/23101\/Teurer_Hafen.html\" target=\"_blank\">UVHH-Dementi zu den Kosten auf Hamburg1<\/a>) Ihre bislang klaren und verst\u00e4ndlichen Worte. Wir Hamburger brauchen zum Aufwachen mehr als sparsame Worte. Das mit den \u00dcberkapazit\u00e4ten, die keine sein sollen, kriegen wir mit Ihren wenigen Ausf\u00fchrungen so nicht in unsere K\u00f6pfe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Hamburger Abendblatt f\u00fchrte ein ausf\u00fchrliches Interview mit Ottmar Gast, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Hamburg S\u00fcd-Reederei. Ausgehend von einer \u00c4u\u00dferung Ottmar Gast\u2019s w\u00e4hrend seiner Rede auf der Jahresmitgliederversammlung des ZDS (wir berichteten) werden verschiedene Aspekte der Marktsituation von Reedereien angesprochen. 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