{"id":5356,"date":"2015-03-06T00:16:09","date_gmt":"2015-03-05T23:16:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=5356"},"modified":"2016-12-26T20:16:18","modified_gmt":"2016-12-26T18:16:18","slug":"europaeische-umweltagentur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=5356","title":{"rendered":"Europ\u00e4ische Umweltagentur"},"content":{"rendered":"<p>Am 02.03.2015 hat die <a href=\"http:\/\/www.eea.europa.eu\/de\/pressroom\/newsreleases\/die-umwelt-in-europa-2015\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ische Umweltagentur (EUA) ihren Bericht zur Umwelt- und Klimaentwicklung<\/a> \/SOER 2015, <a href=\"http:\/\/www.eea.europa.eu\/soer-2015\/synthesis\/die-umwelt-in-europa-zustand\/download\" target=\"_blank\">deutscher Synthesebericht<\/a>) in Europa ver\u00f6ffentlicht: &#8220;<em>Heute sind Wasser und Luft in Europa sauberer, weniger M\u00fcll wird auf Deponien gelagert, und mehr Ressourcen werden recycelt. Europa ist jedoch immer noch weit von dem im <span class=\"link-htm\"><span class=\"link-external\">Siebten Umweltaktionsprogramm<\/span><\/span> festgelegten Ziel entfernt, ein gutes Leben innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten bis\u00a02050 zu erm\u00f6glichen. Obwohl wir mit nat\u00fcrlichen Ressourcen effizienter umgehen als bisher, sch\u00e4digen wir weiterhin den Ressourcenbestand, auf den die Menschen in Europa und auf der ganzen Welt angewiesen sind. Probleme wie der Verlust der biologischen Vielfalt und der Klimawandel z\u00e4hlen nach wie vor zu den wesentlichen Bedrohungen.<\/em>&#8221; lesen wir in der Pressemitteilung.<\/p>\n<p>Moment, EUA, was ist das? Die Errichtung der EUA wurde bereits 1990 von der Europ\u00e4ischen Union beschlossen und nahm die Arbeit in 1994 auf. Die Aufgaben sind:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8220;<em>die Unterst\u00fctzung der Gemeinschaft und der <a href=\"http:\/\/www.eea.europa.eu\/de\/about-us\/countries-and-eionet\/intro\" target=\"_blank\">Mitgliedsl\u00e4nder,<\/a> sodass sie fundierte Entscheidungen in Bezug auf die Verbesserung der Umwelt, die Einbeziehung von Umweltbelangen in die Wirtschaftspolitik und die Verwirklichung einer dauerhaften und umweltgerechten Entwicklung treffen k\u00f6nnen,<\/em><\/li>\n<li><em>die Koordination des Europ\u00e4ischen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetzes (<span class=\"link-external\"><a href=\"https:\/\/www.eionet.europa.eu\/\" target=\"_blank\">Eionet<\/a><span class=\"languageCodes\"><a class=\"translated\" href=\"https:\/\/www.eionet.europa.eu\/\">en<\/a><\/span><\/span>).<\/em>&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<p>In diesem Zusammenhang erstellt die EUA u.a. alle f\u00fcnf Jahre einen Bericht \u00fcber &#8220;Die Umwelt in Europa: Zustand und Ausblick&#8221;. Ma\u00dfstab f\u00fcr den aktuellen Bericht war, wie oben bereits erw\u00e4hnt, das &#8220;<a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/environment\/pubs\/pdf\/factsheets\/7eap\/de.pdf\" target=\"_blank\">Siebte Umweltaktionsprogramm<\/a>&#8221; mit folgendem (hehren) Ziel: &#8220;<em>Gut leben innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten<\/em>&#8220;. Dabei geht es um drei priorit\u00e4re Handlungsfelder: das Naturkapital \u2013 fruchtbare B\u00f6den, ertragreiches Land, intakte Meere, frisches Wasser, saubere Luft \u2013 sowie auf die biologische Vielfalt; den \u00dcbergang der EU zu einer ressourcenschonenden, CO2-armen Wirtschaft; die Gesundheit und das Wohlergehen des Menschen.<\/p>\n<p>Nachfolgend einige Aspekte, die im Bericht als problematisch angesehen werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Die biologische Vielfalt nimmt immer weiter ab. Der Erhaltungszustand zahlreicher gesch\u00fctzter Arten und Habitate gilt als ung\u00fcnstig, dies belegen 60 % der Untersuchungen zu gesch\u00fctzten Arten und 77 % der Habitatsuntersuchungen. Europa befindet sich in Bezug auf das Ziel, den Biodiversit\u00e4tsverlust bis\u00a02020 aufzuhalten, nicht auf Kurs.<\/li>\n<li>Etwa die H\u00e4lfte aller europ\u00e4ischen Binnengew\u00e4sser wird mit hoher Wahrscheinlichkeit im Jahr\u00a02015 keinen \u201eguten \u00f6kologischen Zustand\u201c erreichen.<\/li>\n<li>Die biologische Vielfalt in Meeres- und K\u00fcstenregionen gibt besonderen Anlass zur Besorgnis. Zu den Belastungen z\u00e4hlen die Sch\u00e4digung des Meeresbodens, Verschmutzung, invasive gebietsfremde Arten und Versauerung. Die \u00dcberfischung entwickelt sich unterschiedlich, in Nord- und Ostsee geht sie zur\u00fcck, im Mittelmeer nimmt sie zu.<\/li>\n<li>Die Qualit\u00e4t des Trinkwassers und der Badegew\u00e4sser hat sich verbessert.<\/li>\n<li>Luft- und L\u00e4rmbelastung verursachen in st\u00e4dtischen Gebieten auch weiterhin ernste gesundheitliche Sch\u00e4den. Im Jahr\u00a02011 wurden etwa 430\u00a0000\u00a0vorzeitige Todesf\u00e4lle in der EU auf Feinstaub zur\u00fcckgef\u00fchrt, w\u00e4hrend L\u00e4rm j\u00e4hrlich f\u00fcr mindestens 10\u00a0000\u00a0vorzeitige Todesf\u00e4llen aufgrund von Herzerkrankungen verantwortlich ist.<br \/>\nDie Gesundheits- und Umweltsch\u00e4den, die durch die aus europ\u00e4ischen Industrieanlagen freigesetzten Luftschadstoffe verursacht werden, verursachen j\u00e4hrlich \u00fcber 100 Mrd. Euro Kosten im wirtschaftlichen Bereich, aber auch durch eine verk\u00fcrzte Lebenserwartung.<\/li>\n<li>Die geplanten Verbesserungen der Luftqualit\u00e4t werden voraussichtlich nicht ausreichen, um anhaltende Sch\u00e4den zu vermeiden, w\u00e4hrend gleichzeitig von einer Versch\u00e4rfung der Auswirkungen des Klimawandels ausgegangen wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Einen guten \u00dcberblick \u00fcber die Entwicklungen in den letzten 5 &#8211; 10 Jahren sowie die Aussichten f\u00fcr die n\u00e4chsten zwanzig Jahre f\u00fcr 20 Qualit\u00e4tskriterien gibt die Tabelle Z.1 im deutschen SOER2105-Bericht auf Seite 11. Es ist erschreckend, alle Bereiche, die im Moment einen guten Zustand (gr\u00fcn) haben, werden sich verschlechtern. Kritisch angemerkt wird auch, dass ein Teil der Umweltverbesserungen in Europa auf die Globalisierung und somit auf die Verlagerung der Umweltprobleme in andere L\u00e4nder zur\u00fcck zu f\u00fchren sind. Somit gibt es global keine Verbesserung.<\/p>\n<p>Was hat das mit der geplanten 9. Elbvertiefung und dem Hafenbetrieb zu tun? Nun, die Vertiefung und Verbreiterung der Fahrrinne der Elbe wird ein erneuter gravierender Eingriff in den Naturhaushalt der Elbe bedeuten. Somit wird das ein Beitrag dazu sein, die Artenvielfalt im Fluss, in der K\u00fcsten- und in der Meeresregion negativ zu beeinflussen. Aber nicht nur die Elbvertiefung, alle Eingriffe im Hafenbereich, sei es die Erweiterung oder Zusch\u00fcttung von Hafenbecken oder die dauerhafte Unterhaltungsbaggerei werden ihr Scherflein ebenso dazu beitragen. Ganz abgesehen von Verschmutzungen durch \u00d6lverluste oder <a title=\"Saubere Schifffahrt?\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4188\" target=\"_blank\">illegaler Leerung der \u00d6l-Schlamm-Tanks.<\/a> Auf die krankmachenden Einfl\u00fcsse der schlechten Luft und des Hafenbetriebsl\u00e4rms sind wir ausf\u00fchrlich in unserer <a title=\"Einwendung CTH-Westerweiterung\" href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=5021\" target=\"_blank\">Einwendung gegen die Westerweiterung<\/a> eingegangen.<\/p>\n<p>Doch das alles interessiert offensichtlich die verantwortliche Politik in Hamburg nicht. Statt nach wirtschaftlichen und \u00f6kologisch sinnvollen Alternativen f\u00fcr Hamburg als Dienstleistungsstandort zu suchen, wird &#8220;im Namen des Arbeitsplatzerhalts&#8221; alles durchgewunken. Und die Gr\u00fcnen bieten sie daf\u00fcr auch noch als Koalitionspartner an&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/environment\/pubs\/pdf\/factsheets\/7eap\/de.pdf\" target=\"_blank\">Link deutschsprachiges Zusammenfassung<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 02.03.2015 hat die Europ\u00e4ische Umweltagentur (EUA) ihren Bericht zur Umwelt- und Klimaentwicklung \/SOER 2015, deutscher Synthesebericht) in Europa ver\u00f6ffentlicht: &#8220;Heute sind Wasser und Luft in Europa sauberer, weniger M\u00fcll wird auf Deponien gelagert, und mehr Ressourcen werden recycelt. 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