{"id":5546,"date":"2015-03-25T19:10:04","date_gmt":"2015-03-25T18:10:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=5546"},"modified":"2015-05-27T06:50:03","modified_gmt":"2015-05-27T05:50:03","slug":"wirtschaftliche-kompetenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=5546","title":{"rendered":"Wirtschaftliche Kompetenz?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_5592\" aria-describedby=\"caption-attachment-5592\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Schuldenuhr.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5592\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Schuldenuhr.jpg\" alt=\"Schuldenuhr\" width=\"300\" height=\"67\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5592\" class=\"wp-caption-text\">Schuldenuhr am Uni-Hauptgeb\u00e4ude<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir sind immer wieder erstaunt, welche geringen Kompetenzen in Hamburg bez\u00fcglich des Umgangs mit Kostensch\u00e4tzungen vorhanden sind. Nehmen wir zum Beispiel die Elbphilharmonie, die Internationale Gartenausstellung im letzten Jahr und schauen uns an, welche &#8220;Unsauberkeiten&#8221; der <a href=\"http:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/48179\/jahresbericht-2015-des-rechnungshofs-der-freien-und-hansestadt-hamburg.pdf\">Rechnungshof in seinem Jahresbericht 2015<\/a> fest stellt. In letzterem finden Sie viele Beispiele, wie ignorant Hamburger Beh\u00f6rden mit Planungs- und Ausgabenrichtlinien umgehen und mit welcher Selbstverst\u00e4ndlichkeit auf das Setzen von Kostenrahmen verzichtet wird. Auch in Zusammenhang mit der geplanten 9. Elbvertiefung finden wir immer wieder fehlerhafte Einsch\u00e4tzungen bzw. es werden Ma\u00dfnahmen einfach aus der <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=85\">Kostenplanung des Gesamtprojekt<\/a> heraus genommen, um den Gesamtbetrag m\u00f6glichst gering zu halten.<\/p>\n<p>Jetzt folgt das n\u00e4chste Planungsdesaster. Hamburg hat den Zuschlag f\u00fcr die Bewerbung um Olympia 2024 bekommen und muss nun endlich mal mit konkreten &#8220;Zahlen&#8221; \u00fcber kommen. So dann und wann wird jetzt auch <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCMQqQIwAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle205214929%2FOlympia-kostet-Hamburg-eine-Milliarde-Euro.html&amp;ei=oxAMVenwBcWCPKS7gJgH&amp;usg=AFQjCNH3N49bYpxcRlEuBbFXnCPQjDeagg&amp;bvm=bv.88528373,d.ZWU\">ein Br\u00f6ckchen fallen gelassen<\/a>, wie z.B. heute im Hamburger Abendblatt zu erfahren ist. Es soll erste grobe Kalkulationen des Senats geben, Genaueres soll im Rahmen eines Finanzreports im Sommer vorgestellt werden.<\/p>\n<p>Wir lesen: &#8220;<em>&#8230;rechnet Hamburg f\u00fcr den Neubau und die Sanierung von Sportst\u00e4tten mit Kosten in H\u00f6he von 1,38 Milliarden Euro. Inklusive Planungs- und Kostenrisiken sowie Preissteigerungen bis 2024 oder 2028 wird von 2,09 oder 2,17 Milliarden Euro ausgegangen.<\/em>&#8221; Und weiter: &#8220;<em>Nicht eingerechnet sind Aufwendungen f\u00fcr die Infrastruktur, etwa Stra\u00dfen, Verkehrsmittel oder Wohnbauten im Olympischen Dorf. Als Gesamtkosten kursiert eine Zahl von 6,5 Milliarden Euro.<\/em>&#8221; 6,5 Milliarden Euro sind schon ein deutlich h\u00f6herer Betrag.<\/p>\n<p>Aber auch hier hat der Autor nicht selbst recherchiert, sondern eine dpa-Mitteilung ungepr\u00fcft \u00fcbernommen. In der Summe sind n\u00e4mlich noch nicht die Kosten f\u00fcr die Herrichtung neuer Hafenfl\u00e4chen, Geb\u00e4ude, Verkehrs- und andere Infrastruktur sowie die Umzugskosten f\u00fcr die Hafenbetriebe enthalten, die den Kleinen Grasbrook f\u00fcr die olympischen St\u00e4tten verlassen m\u00fcssen. <a href=\"http:\/\/fairspielen.de\/der-hafen-olympia-deal-der-senat-zahlt-koste-es-was-es-woll\/\">Herr Gunther Bonz (UVHH) hatte dazu bereits im September letzten Jahres<\/a> verk\u00fcndet, dass hierf\u00fcr mit Kosten von f\u00fcnf bis sieben Milliarden Euro gerechnet werden muss. Dann sind wir schon bei 11,5 bis 13,5 Milliarden Euro. Und unklar ist, welche Summen in die Aufbereitung der Fl\u00e4chen auf dem Kleinen Grasbrook noch aufgewendet werden m\u00fcssen, damit \u00fcberhaupt Sportst\u00e4tten und Unterk\u00fcnfte gebaut werden k\u00f6nnen. Wir d\u00fcrfen sicherlich mit weiteren hohen Betr\u00e4gen rechnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5593\" aria-describedby=\"caption-attachment-5593\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/SchuldenuhrBund.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5593\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/SchuldenuhrBund.jpg\" alt=\"SchuldenuhrBund\" width=\"300\" height=\"110\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5593\" class=\"wp-caption-text\">Bundes-Schuldenuhr in Berlin<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Handelskammer Hamburg meint, die &#8220;Spiele&#8221; ebenfalls sch\u00f6n rechnen zu m\u00fcssen: &#8220;<em>Die Handelskammer geht jedoch davon aus, dass der Bund den Gro\u00dfteil \u00fcbernimmt und die Stadt nur eine Milliarde stemmen muss.<\/em>&#8221; ist ebenfalls in dem Artikel zu lesen. In der Handeslkammer denkt man wohl, dass Geld vom Bund ja zum Gl\u00fcck kein Steuergeld ist: es w\u00e4chst in Berlin an B\u00e4umen.<\/p>\n<p>Bei so viel geballter (In-)Kompetenz bez\u00fcglich Wirtschaftlichkeitsrechnungen in Senat und Wirtschaft fragen wir uns, wann wir mit Masseninsolvenzen und Massenentlassungen in Hamburg rechnen m\u00fcssen. Lange kann es nicht mehr hin sein und die &#8220;schwarze Null&#8221; k\u00f6nnen wir uns dann auch schenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind immer wieder erstaunt, welche geringen Kompetenzen in Hamburg bez\u00fcglich des Umgangs mit Kostensch\u00e4tzungen vorhanden sind. Nehmen wir zum Beispiel die Elbphilharmonie, die Internationale Gartenausstellung im letzten Jahr und schauen uns an, welche &#8220;Unsauberkeiten&#8221; der Rechnungshof in seinem Jahresbericht 2015 fest stellt. 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