{"id":6182,"date":"2015-04-22T00:01:12","date_gmt":"2015-04-21T23:01:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=6182"},"modified":"2015-04-20T20:46:27","modified_gmt":"2015-04-20T19:46:27","slug":"verkehrskollaps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=6182","title":{"rendered":"Verkehrskollaps"},"content":{"rendered":"<p>Das Abendblatt berichtete am 15.04.2015 von der<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Autobahn.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5012\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Autobahn-300x114.jpg\" alt=\"Autobahn\" width=\"300\" height=\"114\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Autobahn-300x114.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Autobahn-1024x389.jpg 1024w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Autobahn-900x341.jpg 900w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Autobahn.jpg 1671w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> Verkehrsstudie &#8220;<a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCMQqQIwAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle205256021%2FHamburg-steht-vor-dem-Verkehrskollaps.html&amp;ei=SPEtVdKgDoqxaYqmgYgI&amp;usg=AFQjCNEM254TK1BYqVG4c_vSz5_FuzODhQ&amp;bvm=bv.90790515,d.d2s\" target=\"_blank\">Verkehrsinfrastruktur und ihre Auslastung<\/a>&#8221; in der Metropolregion Hamburg. Die Studie ist vom HWWI in Zusammenarbeit mit der HSH-Nordbank erstellt und am <a href=\"http:\/\/www.hwwi.org\/fileadmin\/hwwi\/Publikationen\/Partnerpublikationen\/HSH\/150415_Verkehr_Studie_web.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Wochenende im Internet<\/a> ver\u00f6ffentlicht worden.<\/p>\n<p>&#8220;<em>Bei den in dieser Studie unterstellten Wachstumsraten f\u00fcr den Handel und die Hafenumschl\u00e4ge werden<strong> bei unver\u00e4ndertem Verhalten der Verkehrsteilnehmer<\/strong> im Zeitpunkt 2020 &#8230; alle Autobahnen in und um Hamburg in den Tagesstunden Auslastungen im Staubereich aufweisen. Auch auf den Schienenwegen kommt es zu deutlichen Zuw\u00e4chsen, vor allem gen S\u00fcden und gen Osten. Hier besteht vor allem bei der Trasse von Hamburg nach Hannover akuter Handlungsbedarf.<\/em>&#8221; wird im Executive Summary festgestellt.<\/p>\n<p>Wir erfahren, dass es viele mit dem Pkw pendelnde Arbeitnehmer gibt (Privater Verkehr), die zusammen mit dem G\u00fcterverkehr in den Morgen- und Abendstunden zu Staus auf den Stra\u00dfen f\u00fchren. Obwohl Hamburg sich weltweit als Eisenbahnhafen bezeichnet, werden nur 25% der umgeschlagenen Container mit der Bahn ins Hinterland transportiert. &#8220;<em>Gerade bei den G\u00fctertransporten deuten die Daten darauf hin, dass der Lkw nicht nur im Nahbereich, sondern erstaunlich h\u00e4ufig auch bei Entfernungen von mehr als 200 km als Transportmittel genutzt wird.<\/em>&#8221; stellen die Autoren auf Seite 43 fest.<\/p>\n<p>Die Autoren \u00fcbernehmen f\u00fcr ihre Verkehrsprognose die Umschlagsprognosen des Senates f\u00fcr den Hafenumschlag von 4,1 bzw. 6,1 % pro Jahr und ermitteln daraus die j\u00e4hrlichen Steigerungsraten im G\u00fcterverkehr bis in das Jahr 2020. Der Personenverkehr, so wird angenommen, wird sich in seiner Struktur bis 2020 nicht wesentlich ver\u00e4ndern und auf einem \u00e4hnlichen Niveau wie heute sein. Mit diesen Annahmen werden z.B. f\u00fcr 5 Messpunkte an den Autobahnen A1, A7 und A24 die Auslastungen im tageszeitlichen Ablauf ermittelt: An allen Autobahnen wird werkt\u00e4glich zwischen 6:00 und 19:00 Uhr der Auslastungsgrad von 100% \u00fcberschritten &#8211; es herrscht Dauerstau!<\/p>\n<p>&#8220;<em>Um die f\u00fcr das Jahr 2020 vorhergesagten Zuw\u00e4chse zu vermeiden oder zumindest zu lindern, werden in der Studie verschiedene verkehrspolitische Optionen diskutiert. Das wichtigste Ergebnis ist hierbei, dass ein Ausbau der Autobahnen zwar h\u00f6here Kapazit\u00e4ten schafft, diese jedoch kaum ausreichen werden, um z\u00e4hfl\u00fcssigen Verkehr oder Staus zu Hauptverkehrszeiten zu vermeiden. Flankierend werden daher weitere Ma\u00dfnahmen<\/em> <em>zur Lenkung und Verteilung der Verkehrsstr\u00f6me auf unterschiedliche Verkehrstr\u00e4ger und Tageszeiten angeregt.<\/em>&#8221; finden wir zu Beginn der Studie. Doch welche m\u00f6gen das sein?<\/p>\n<p>Wir erfahren es in der Schlussbetrachtung auf Seite 41:<\/p>\n<ul>\n<li>Neue Verbindungen schaffen, wie beispielsweise die Verl\u00e4ngerung der A20 und der A26 (inklusive Hafenquerspange), die bestehende Verkehre umlenken und die Belastung anderer Stra\u00dfen und Nadel\u00f6hre, wie z.B. die Elbquerungen, mindern.<\/li>\n<li>Instrumente zur Steuerung der Verkehrsfl\u00fcsse und Verteilung auf unterschiedliche Verkehrstr\u00e4ger einf\u00fchren &#8211; die Maut. Die gewerblichen G\u00fcterverkehre sind bereits mit dieser Geb\u00fchr belegt. Die f\u00fcr 2016 geplante Ausweitung f\u00fcr private Personenverkehre wird in Form einer Jahrespauschale die privaten Autofahrer nicht vom Autobahn-Fahren abhalten. Um die Belastungsspitzen in den Morgen- und Abendstunden zu entzerren wird eine tageszeitabh\u00e4ngige Maut vorgeschlagen: zu Sto\u00dfzeiten wird die Nutzung der Infrastruktur verteuert und zu ruhigeren Zeiten verg\u00fcnstigt oder kostenfrei erm\u00f6glicht.<\/li>\n<li>Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Autobahnen zu Hauptverkehrszeiten sollen<br \/>\nstrikter durchgesetzt werden, um die Aufnahmef\u00e4higkeit der Schnellstra\u00dfen zu maximieren. Dies w\u00e4re bei Geschwindigkeiten zwischen 80 und 90 km\/h gegeben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir pflichten den Autoren vollkommen zu, dass mit den Umschlagsprognosen des Senates f\u00fcr den Hamburger Hafen die Verkehre in und um Hamburg vollst\u00e4ndig zum Erliegen kommen. Die Autoren haben aber nach unserer Einsch\u00e4tzung wesentliche Dinge unber\u00fccksichtigt gelassen: welche Kosten sind mit den vorgenannten Ma\u00dfnahmen verbunden,\u00a0 rechnen sich die zu ergreifenden Ma\u00dfnahmen \u00fcberhaupt noch, was m\u00fcsste im \u00d6PNV getan werden und wollen wir in der Metropolregion Hamburg diesen Verkehrszuwachs \u00fcberhaupt noch ertragen?<\/p>\n<p>Mit den Ausf\u00fchrungen der Studie zum drohenden Verkehrskollaps hat die Elbvertiefung mit dem angeblich grenzenlos steigenden Containerumschlag auch die &#8220;deutschen heiligen K\u00fche&#8221; erreicht: Maut und Tempolimits. Wir begreifen die Studie als Vorschlag, dass die Autobahnen um die Metropolregion Hamburg ein tageszeitliches Tempolimit von 80 bis 90 km\/h erhalten und eine tageszeitliche Maut f\u00fcr private Pendler eingef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Der Vorschlag ist interessant &#8211; mal h\u00f6ren, was der Senat und die Bundesl\u00e4nder der Metropolregion Hamburg, namentlich Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern dazu sagen! Wir sind sehr gespannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Abendblatt berichtete am 15.04.2015 von der Verkehrsstudie &#8220;Verkehrsinfrastruktur und ihre Auslastung&#8221; in der Metropolregion Hamburg. 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