{"id":6303,"date":"2015-05-03T19:50:16","date_gmt":"2015-05-03T18:50:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=6303"},"modified":"2015-05-04T06:56:08","modified_gmt":"2015-05-04T05:56:08","slug":"schwaefel-vom-hwwi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=6303","title":{"rendered":"Schwa(e)fel vom HWWI"},"content":{"rendered":"<p>Viele Pressemitteilung und Studien sind einfach nur \u00e4rgerlich: <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Schornstein11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3904\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Schornstein11-300x184.jpg\" alt=\"Schornstein1\" width=\"300\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Schornstein11-300x184.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Schornstein11-1024x630.jpg 1024w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Schornstein11-900x554.jpg 900w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Schornstein11.jpg 1357w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>ihre Analysen gehen an den Bed\u00fcrfnissen der Menschen v\u00f6llig vorbei. Ein gutes Beispiel hierf\u00fcr ist eine Pressemitteilung der HSH-Nordbank zu einer Studie des HWWI, die im Auftrag der HSH-Nordbank zum Thema &#8220;<a href=\"http:\/\/www.hwwi.org\/fileadmin\/hwwi\/Publikationen\/Partnerpublikationen\/HSH\/20150423_Studie_ECA.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Neue Schwefelemissionsregulierungen in Emission Control Areas<\/a>&#8221; aktuell am 23. April 2015 vorgelegt wurde.<\/p>\n<p>In der zugeh\u00f6rigen <a href=\"http:\/\/www.hwwi.org\/fileadmin\/hwwi\/Publikationen\/Partnerpublikationen\/HSH\/20150423_Pressemitteilung_ECA.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Pressemitteilung<\/a> lesen wir, dass es nur um die Treibstoff-Preisentwicklungen in der Schifffahrt geht. Mit erhobenen Zeigefinger wird auf etwaige Knappheiten bei der Versorgung mit schwefelarmen Kraftstoffen hingewiesen, die zu Preissteigerungen von bis zu 20% f\u00fchren k\u00f6nnten. &#8220;<em>Die Raffinerien k\u00f6nnten kurz- bis mittelfristig kaum auf das ver\u00e4nderte Nachfrageverhalten reagieren.<\/em>&#8221; Das wird sogleich von der <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CCIQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.verkehrsrundschau.de%2Fstudie-schwefelgrenzwerte-verteuern-schifffahrt-1633351.html&amp;ei=wFxGVffTM4SWauHvgPAI&amp;usg=AFQjCNEEUMfzxZmuN_8XnEO0t2hiRcQl9w&amp;bvm=bv.92291466,d.d2s&amp;cad=rja\" target=\"_blank\">Verkehrsrundschau<\/a> als Problem aufgenommen und unreflektiert publiziert.<\/p>\n<p>Zuerst zu den <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4618\" target=\"_blank\">&#8220;armen&#8221; Raffinerien<\/a>: es kam ja wirklich mit dem Umstellungszwang auf schwefelarme Kraftstoffe \u00fcberraschend. Noch \u00fcberraschender, als wenn man merkt, dass morgen Weihnachten ist und da noch irgendetwas mit Geschenken war. Bei Weihnachten hat man genau ein Jahr Vorlaufzeit, um sich etwas einfallen zu lassen. Beim schwefelarmen Kraftstoff hatte die Mineral\u00f6lwirtschaft dagegen nur acht Jahre. Ja, das ist f\u00fcr eine Industrie, die auf dem europ\u00e4ischen Markt binnen weniger Monate den ungeliebten Autokraftstoff E10 fl\u00e4chendeckend bereitstellen konnte, doch deutlich zu kurz.<\/p>\n<p>20% Preissteigerung f\u00fcr die Schifffahrt? Was ist dieser Wert gegen mehrere zehntausende Menschen, die in Europa j\u00e4hrlich vorzeitig durch die giftigen Abgase der Schifffahrt sterben. Nicht ein Wort ist in der Pressemitteilung oder der Studie<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4658\" target=\"_blank\"> zu diesem Thema <\/a>zu finden, obwohl dieses Thema in der EU und Wirtschaft wohl bekannt ist!<\/p>\n<p>So will man, von den HWWI-\/HSH-Autoren in den Irrsinn argumentiert, fast zurufen: die schwefel- und feinstaub\u00e4rmeren Abgase von Lastwagen sind f\u00fcr uns Menschen &#8220;<em>ges\u00fcnder<\/em>&#8220;, als die Abgase von r\u00e4uchernden Seeschiffen. <strong>Kein Abgas kann gesund sein!<\/strong><\/p>\n<p>Es ist auch falsch, &#8220;<em>dass die Emissionen vor allem auf See anfallen und deswegen direkte Auswirkungen auf die Bev\u00f6lkerung und Umwelt vergleichsweise kaum wahrgenommen werden.<\/em>&#8221; Die weltweiten aber auch deutschen Untersuchungen zu den Abgasfahnen der Schiffe sind umfassend und \u00f6ffentlich publiziert &#8211; die Menschen wissen und &#8220;riechen&#8221; es. Nur die deutschen Politiker fegen die Ergebnisse unter den Teppich.<\/p>\n<p>M\u00fcssen auch das f\u00fchrende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitut samt gr\u00f6\u00dftem deutschen Schiffsfinanzierer am Staatstropf die Unterseite dieses Teppichs bem\u00fchen? Nein, ihre Aufgabe w\u00e4re es endlich mal wirtschaftlich zu argumentieren: die Wirtschaft dient ausschlie\u00dflich dem Menschen.<\/p>\n<p>Die beiden schreiben aber so, als ob die Menschen f\u00fcr die Wirtschaft da seien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Pressemitteilung und Studien sind einfach nur \u00e4rgerlich: ihre Analysen gehen an den Bed\u00fcrfnissen der Menschen v\u00f6llig vorbei. Ein gutes Beispiel hierf\u00fcr ist eine Pressemitteilung der HSH-Nordbank zu einer Studie des HWWI, die im Auftrag der HSH-Nordbank zum Thema &#8220;Neue Schwefelemissionsregulierungen in Emission Control Areas&#8221; aktuell am 23. April 2015 vorgelegt wurde. 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