{"id":6978,"date":"2015-06-24T20:00:33","date_gmt":"2015-06-24T19:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=6978"},"modified":"2016-09-14T08:18:23","modified_gmt":"2016-09-14T07:18:23","slug":"anhoerung-westerweiterung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=6978","title":{"rendered":"Anh\u00f6rung Westerweiterung"},"content":{"rendered":"<p>Am 22.06.2015 von 10:00 bis 19:20 Uhr fand der <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Westerweiterung-H\u00f6rsaal.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-6989 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Westerweiterung-H\u00f6rsaal-169x300.jpg\" alt=\"Westerweiterung H\u00f6rsaal\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Westerweiterung-H\u00f6rsaal-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Westerweiterung-H\u00f6rsaal.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a>Anh\u00f6rungstermin zum Planfeststellungsverfahren der Westerweiterung im Auditorium der Katholischen Akademie am Herrengraben statt. Die <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/westerweiterung-to-20150622.pdf\" target=\"_blank\">die Tagesordnung der Er\u00f6rterung finden Sie hier<\/a> &#8211; nicht daran st\u00f6ren, dass darin das relevante Terminal falsch abgek\u00fcrzt ist ;-). Die Versammlung wurde von Herrn Dr. Thyssen mit Unterst\u00fctzung von Herrn Sommer sehr freundlich und sachlich geleitet sowie moderiert. Auf den Er\u00f6rterungsterminen zur Elbvertiefung haben wir deutlich <u>A<\/u>nderes erleben d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Der Journalist Herr Tiedemann hat offensichtlich nur dem ersten Teil der Er\u00f6rterung beigewohnt, denn in seinem Artikel im <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCMQqQIwAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Faltona%2Farticle205406835%2FSchiffe-sind-Krawallmacher-Protest-gegen-neuen-Hafenlaerm.html&amp;ei=Gq2JVdS-GuX5ywPu3YgY&amp;usg=AFQjCNGXOk0pnomw9qs3gThWLGD-npwGYA&amp;bvm=bv.96339352,d.bGQ\" target=\"_blank\">Hamburger Abendblatt<\/a> berichtet er lediglich \u00fcber den Aspekt Schiffsl\u00e4rm. Weitere Punkte auf der Agenda bleiben leider unerw\u00e4hnt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Westerweiterung-vor-Er\u00f6ffnung.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6984 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Westerweiterung-vor-Er\u00f6ffnung-300x225.jpg\" alt=\"Westerweiterung vor Er\u00f6ffnung\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Westerweiterung-vor-Er\u00f6ffnung-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Westerweiterung-vor-Er\u00f6ffnung-900x675.jpg 900w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Westerweiterung-vor-Er\u00f6ffnung.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Erg\u00e4nzen m\u00f6chten wir, dass der Impulsl\u00e4rm (z.B. Lukendeckel knallen) stark im Fokus stand. Der von Eurogate und HPA beauftragte Gutachter (TED, Bremerhaven) betonte, jahrelange Erfahrung mit einer bew\u00e4hrten Berechnungsmethode zu haben. Diese wurde nach seinen Angaben nie angepasst. Man wies unter anderen auf die Prognoseberechnungen im Rahmen der Terminalneubauten in Bremerhaven (<a href=\"http:\/\/www.oberverwaltungsgericht.bremen.de\/sixcms\/media.php\/13\/1d22404u.pdf\" target=\"_blank\">CT3 und CT4<\/a>) hin, die vor den dortigen Gerichtsverfahren in 2005 Bestand gehabt h\u00e4tten.<br \/>\nDie dortigen Verh\u00e4ltnisse der Schallausbreitung sind aber nicht mit den hiesigen in Oevelg\u00f6nne und Finkenwerder vergleichbar. Insgesamt entstand der Eindruck, dass die \u00fcberm\u00e4\u00dfige L\u00e4rmbelastung der Menschen in den benachbarten Wohngebieten bei den Vorhabentr\u00e4gern keinen besonderen Stellenwert hat. Die Anwohner in Oevelg\u00f6nne und Finkenwerder wenden ein, dass schon jetzt der massive, tieffrequente L\u00e4rm, der w\u00e4hrend der Schiffsliegezeiten von den laufenden Schiffsmotoren ausgeht, extrem belastend ist. An erholsamen Schlaf ist in vielen N\u00e4chten trotz geschlossener Fenster, auch mit h\u00f6chster L\u00e4rmschutzklasse, nicht mehr zu denken.<\/p>\n<p>Zu diesem Aspekt verwiesen die Vorhabentr\u00e4ger lediglich auf ihre Berechnungen, nach denen die bestehende L\u00e4rmbelastung der Anwohner durch die geplanten Anlagen \u201enur in geringem Ma\u00dfe\u201c zunehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ein differenziertes Gegengutachten im Auftrag der Anwohner hat indes ergeben, dass die L\u00e4rmpegel bereits jetzt die Grenze zur Gesundheitsgef\u00e4hrdung \u00fcberschritten haben. Deshalb fordern die Einwender von der Planfeststellungsbeh\u00f6rde, dass keine weiteren Liegepl\u00e4tze in unmittelbarer N\u00e4he der Wohngebiete, wie es im Rahmen der Westerweiterung vorgesehen ist, genehmigt werden. Auch \u00fcber diesen ganz wesentlichen Punkt der L\u00e4rmbetrachtung hinaus wirkten die Schallgutachten der Vorhabentr\u00e4ger recht l\u00fcckenhaft und realit\u00e4tsfern.<\/p>\n<p>Im zweiten Teil der Sitzung wurden die Wasserrahmenrichtlinie, die Bedarfsbegr\u00fcndung und die eigentliche Ausnahmegenehmigung nach \u00a731 Abs. 2 WHG behandelt. Hier durften wir zur Kenntnis nehmen, dass die erste Vertiefung des Drehkreises am Parkhafen Bestandteil der Planfeststellung zur Elbvertiefung ist. Ja! Die Planungen zur Westerweiterung schlie\u00dfen auf Basis einer bereits realisierten Elbvertiefung an. Auf den Fall, dass die Westerweiterung ohne Elbvertiefung realisiert werden soll, also nahezu das Doppelte der prognostizierten 3 Mio. m\u00b3 Schlick gebaggert werden m\u00fcsste, ist man seitens der Antragsteller gutachterlich nicht vorbereitet. Sollte die Elbvertiefung in der jetzt planfestgestellten Form abgelehnt werden, m\u00fcssen (komplett) neue Unterlagen erstellt werden.<\/p>\n<p>Auf explizite Nachfrage wird aber einger\u00e4umt, dass die Westerweiterung auch ohne Elbvertiefung ganz &#8220;dringend&#8221; ben\u00f6tigt wird. Zwar stagniere der Umschlag bei Eurogate nachweislich seit Jahren, aber Herr Gunter Bonz erkl\u00e4rt, dass dieses nur am sinkenden Feederumschlag l\u00e4ge. Beim seeseitigen Feederumschlag werden zwei Umschl\u00e4ge \u00fcber die Kaikante gez\u00e4hlt (runter vom Gro\u00dfen, rauf auf den Kleinen), w\u00e4hrend beim landseitigen Umschlag nur ein Container gez\u00e4hlt wird. Und im landseitigen Umschlag sei man bei Eurogate gl\u00e4nzend insbesondere im Schienenhinterlandverkehr aufgestellt.<\/p>\n<p>Was denn da so gl\u00e4nzt, m\u00f6chte Herr Bonz dem Publikum nicht erkl\u00e4ren. Ja, wir scheinen einfach zu doof zu sein. Dass zwei Moves beim seew\u00e4rtigen Umschlag zu erh\u00f6hten Umschlagszahlen gegen\u00fcber dem landw\u00e4rtigen Umschlag in der Statistik f\u00fchren, wissen wir! Legen Sie, sehr geehrter Herr Bonz und auch die Konkurrenten von der HHLA, doch dazu endlich mal genaue Umschlagszahlen auf den Tisch, statt nur mit\u00a0 dem Verweis auf Gesch\u00e4ftsgeheimnisse alles zu verschleiern. Wenn wir Steuerzahler den Terminalbetreibern HHLA und Eurogate die millionenteuren H\u00e4fen bauen und nahezu gratis zur Verf\u00fcgung stellen sollen, m\u00fcssen Sie uns die Zusammenh\u00e4nge erkl\u00e4ren und nicht wir Ihnen alles aus der Nase ziehen.<\/p>\n<p>Nein, der Bedarf konnte nicht nachgewiesen werden. Auch kein \u00fcbergeordnetes \u00f6ffentliches Interesse. Zumal wenn es um Gesundheitsbelastung \u00fcber L\u00e4rm und Abgase geht. Da wirkt es in Sachen Landstromversorgung nahezu anr\u00fcchig, wenn uns der HPA-Vertreter, Herr Flohr, und Herr Bonz berichten, dass das alles noch nicht ausgereift sei. Die amerikanischen H\u00e4fen als von den Einwendern angef\u00fchrtes Beispiel einer durchdachten Landstromversorgung werden in der Luft zerrissen. Laut Herrn Bonz sollen z.B. in Long Beach ja mindestens 6 bis 8 Stunden pro Anlege- und pro Ablegevorgang mit der dortigen veralteten US-Technik ben\u00f6tigt werden, um die Schiffe an den Landstrom anzuschlie\u00dfen. Noch in der Er\u00f6rterung wird Herr Bonz eines Besseren belehrt: <a href=\"https:\/\/www.arb.ca.gov\/ports\/shorepower\/faq\/faq.htm\" target=\"_blank\">maximal 3 Stunden werden den Schiffen f\u00fcr den An- und Ablegevorgang<\/a> (hier Nr. 12) zugestanden. Schade Herr Bonz, das hat nicht so geklappt.<\/p>\n<p>Dabei kommt der Landstromversorgung bei der L\u00e4rm- und Abgasvermeidung doch anerkannterma\u00dfen eine besondere Rolle zu. Warum erz\u00e4hlt dann ein Herr Bonz solche D\u00f6ntjes bei einer Anh\u00f6rung? Das ist alles andere als vertrauenserweckend. Zumal wenn das Abgas mit PM2,5 in den Gutachten zur Luftverschmutzung nahezu vollst\u00e4ndig unter den Tisch gefallen ist. So konnte man mit gesundem Menschenverstand den T\u00fcddelkram des Herrn Bonz zu den Schiffsl\u00e4ngen und den Feederverkehren auch keinen Glauben mehr schenken.<\/p>\n<p>Schade, dass die Antragsteller erneut die Chance nicht genutzt haben, mit den Betroffenen in den Dialog zu treten. Auf der Er\u00f6rterung war ein derartiger Wille jedenfalls nicht zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Kann und will die Planfeststellungsbeh\u00f6rde nun als Mediator auftreten? Herr Dr. Thyssen und Herr Sommer h\u00e4tten vielleicht das Zeug daf\u00fcr, wenn man die beiden Herren denn lassen w\u00fcrde. Bei Herrn Bonz dagegen muss noch so einiges passieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 22.06.2015 von 10:00 bis 19:20 Uhr fand der Anh\u00f6rungstermin zum Planfeststellungsverfahren der Westerweiterung im Auditorium der Katholischen Akademie am Herrengraben statt. Die die Tagesordnung der Er\u00f6rterung finden Sie hier &#8211; nicht daran st\u00f6ren, dass darin das relevante Terminal falsch abgek\u00fcrzt ist ;-). 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