{"id":7314,"date":"2015-07-15T00:01:22","date_gmt":"2015-07-14T23:01:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7314"},"modified":"2015-07-14T21:44:14","modified_gmt":"2015-07-14T20:44:14","slug":"wirtschaftssenator-horch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7314","title":{"rendered":"Wirtschaftssenator Horch"},"content":{"rendered":"<p>Auf <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/28\/elbvertiefung-frank-horch-hamburger-hafen-umweltschutz\" target=\"_blank\">Zeit-Online ist ein aktuelles Interview mit dem Hamburger Wirtschaftssenator Herrn Frank Horch<\/a> zu lesen. Der Artikel tr\u00e4gt die \u00dcberschrift <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Horch1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7318\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Horch1.jpg\" alt=\"Horch1\" width=\"140\" height=\"250\" \/><\/a> \u201eWarum sollte ich kooperieren?\u201c. Wer bislang nicht wusste, wie sich ein Hamburger Pfeffersack\u00a0 allererster G\u00fcte (selbst als zugereister) pr\u00e4sentiert, findet im Zeit-Interview ein gutes Beispiel.<\/p>\n<p><strong>Hamburg hat Tradition:<\/strong> &#8220;<em>In seiner \u00fcber 800-j\u00e4hrigen Geschichte ist Hamburg zu dem Hafen f\u00fcr Deutschland geworden. &#8230; Deutsche Interessen!<\/em>&#8221; ist die Er\u00f6ffnung. Das Senatsinteresse am Hamburger Hafen wird immer instinktiv zum <strong>nationalen Interesse<\/strong> aufgebauscht: Deutschland kann nicht ohne Hamburg. Die Argumentation ist \u00e4hnlich wie bei der <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=572\" target=\"_blank\">Gr\u00fcndung des Freihafens mit Beitritt zum Zollverein in 1888<\/a> oder der <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=614\" target=\"_blank\">nach dem 1. Weltkrieg beginnenden Gro\u00df-Hamburg-Diskussion<\/a>. Leistungsf\u00e4hig ist nur der Hamburger Hafen und kein Anderer in Deutschland.<\/p>\n<p><strong>Planungsfehler gibt es in Hamburg nicht<\/strong>, erst recht nicht bei der 9. Elbvertiefung. Im Gegenteil: \u201e<em>Bei 14,50 Meter ergibt sich die ideale Balance von einerseits einer besseren Zug\u00e4nglichkeit des Hamburger Hafens und andererseits noch tolerablen Umweltauswirkungen.<\/em>\u201c Besser k\u00f6nnte ein Hamburger Wirtschaftssenator nicht darlegen, dass in Hamburg eine sehr eigene <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7057\" target=\"_blank\">Interpretation der Wasserrahmenrichtlinie<\/a> gepflegt wird: das Verbesserungsgebot gilt f\u00fcr die Hamburger Wirtschaftsinteressen. Verschlechterungen der Umwelt, und sei es nur ein kleines Sauerstoffloch, sind dabei nicht verboten.<\/p>\n<p><strong>In Hamburg wei\u00df man zudem alles besser.<\/strong> Der <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=6349\" target=\"_blank\">Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Bremer Eurogate<\/a>, Herr Emmanuel Schiffer, wird als nicht sachkundig charakterisiert. \u201e<em>Ich w\u00fcrde solche \u00c4u\u00dferu<\/em><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/RathausWappen.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7319\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/RathausWappen.jpg\" alt=\"RathausWappen\" width=\"219\" height=\"213\" \/><\/a><em>ngen eines Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers von Eurogate, der nun direkte Interessen an Wilhelmshaven hat, nicht \u00fcberbewerten.<\/em>\u201c Eurogate betreibt in Hamburg das Containerterminal CTH und hatte in 2009\/2014 die Hamburger <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=6978\" target=\"_blank\">Westerweiterung<\/a> zur Ausweitung seiner Umschlagskapazit\u00e4ten beantragt. Wenn der sachunkundige Herr Schiffer nur Interesse an Wilhelmshaven haben sollte, warum will dann die Stadt Hamburg den Terminalausbau am Bubendeyufer mit \u00fcber einer halben Milliarde Euro bezahlen?<\/p>\n<p><strong>Ein Hamburger ist immer Fachmann.<\/strong> Schiffbauingenieur Horch erkl\u00e4rt fachm\u00e4nnisch: die in 2006 vorgelegte \u201e<em>Fahrrinnenanpassung ist seinerzeit f\u00fcr ein Bemessungsschiff mit 8000 Standardcontainern konzipiert worden, das ist heute ein etwas gr\u00f6\u00dferes Feeder-Schiff.<\/em>\u201c. Ja, klar: die Planer der Elbvertiefung haben f\u00fcr deren Dimensionierung ein <a href=\"http:\/\/www.fahrrinnenausbau.de\/downloads\/fahrrinnenanpassung.pdf\" target=\"_blank\">Bemessungsschiff mit 345 m L\u00e4nge und 46 m Breite<\/a> (Seite 8 unten) definiert. War das Bemessungsschiff in 2006 f\u00fcr den Senat noch furchteinfl\u00f6\u00dfend gro\u00df, wird es von Herrn Horch mittlerweile als ein &#8220;<em>etwas gr\u00f6\u00dferes Feeder-Schiff<\/em>&#8221; bezeichnet. Genau diese &#8220;Feeder-Schiffe&#8221; kommen nahezu problemlos in die Elbe. Und so nehmen wir die Planer in der o.a. Brosch\u00fcre beim Wort: &#8220;Das Bemessungsschiff wird deshalb auf absehbare Zeit das typische Containerschiff in der Fernostfahrt repr\u00e4sentieren.&#8221; Da die Elbvertiefung aber f\u00fcr diese &#8220;Feeder-Schiffe&#8221; nicht gebraucht wird, k\u00f6nnen Sie, sehr geehrter Herr Ingenieur Horch, diese dann auch abblasen.<\/p>\n<p><strong>Hamburger halten gerne an alten D\u00f6ntjes fest.<\/strong> Herr Horch bem\u00fcht die alte Lastwagen- und Loco-Quotenm\u00e4r. Wenn die Schiffe statt nach Hamburg nun nach Wilhelmshaven oder Rotterdam fahren w\u00fcrden, h\u00e4tten wir alle Container auf der Stra\u00dfe. \u201e<em>30 Prozent der Ladung auf dem Schiff sind aber direkt f\u00fcr Hamburg und das Umland bestimmt. Dann machen sich 6400 Lkw von Wilhelmshaven auf den Weg nach Hamburg.<\/em>\u201c Denn ohne Elbvertiefung d\u00fcrfen gar keine Schiffe mehr nach Hamburg fahren (- oder was)? Ja, bei dieser M\u00e4r h\u00f6rt eigentlich eh schon keiner mehr zu. H\u00f6chstens noch Politiker und <a href=\"http:\/\/nord.dgb.de\/presse\/++co++468463c0-190a-11e2-9fd3-00188b4dc422\" target=\"_blank\">Gewerkschaftsvertreter<\/a>, die meinen, dass Feederschiffe eine Kapazit\u00e4t von 8.000 TEU haben.<\/p>\n<p><strong>Hamburger bringen es auf den Punkt:<\/strong> Beeindruckt hat uns noch ein Zitat von Herrn Horch zum Urteil vom 01.07.2015, dass die beiden Zeit-Interviewer anf\u00fchren: \u201e<em>Als der Europ\u00e4ische Gerichtshof letzte Woche erl\u00e4utert hat, was eine \u00f6kologische Verschlechterung im Sinne des europ\u00e4ischen Rechts ist, haben Sie geantwortet, eine Verschlechterung liege auch vor, wenn jemand eine Zigarettenkippe ins Wasser werfe.<\/em>\u201c<\/p>\n<p><strong>Das Letzte: <\/strong><strong>: \u201e<em>ZEIT:<\/em><\/strong><em> Da wir von gr\u00f6\u00dferen Schiffen reden: Ist dies nun eigentlich wirklich, gro\u00dfes Pfadfinderehrenwort, die letzte Elbvertiefung aller Zeiten? <strong>Horch:<\/strong> Ich kann schon aus dem Lebensalter heraus sagen, f\u00fcr mich ist es die letzte&#8230;<\/em>\u201c<\/p>\n<p><strong>Normale Hamburger und Hamburgerinnen<\/strong> k\u00f6nnen es kaum glauben, was Ihr Wirtschaftssenator in diesem Interview vom Stapel gelassen hat. Wir hoffen, dass uns unsere norddeutschen Nachbarn bei der n\u00e4chsten Einreise in ihr Bundesland nur mit einem mitleidigen Blick versehen und insgesamt Nachsicht walten lassen.<\/p>\n<p>Dank an die Zeitredaktion, die mit der Ver\u00f6ffentlichung dieses Interviews versucht hat, einiges <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=3182\" target=\"_blank\">Porzellan aus dem Sommer letzten Jahres zu kitten<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Zeit-Online ist ein aktuelles Interview mit dem Hamburger Wirtschaftssenator Herrn Frank Horch zu lesen. Der Artikel tr\u00e4gt die \u00dcberschrift \u201eWarum sollte ich kooperieren?\u201c. Wer bislang nicht wusste, wie sich ein Hamburger Pfeffersack\u00a0 allererster G\u00fcte (selbst als zugereister) pr\u00e4sentiert, findet im Zeit-Interview ein gutes Beispiel. Hamburg hat Tradition: &#8220;In seiner \u00fcber 800-j\u00e4hrigen Geschichte ist Hamburg &hellip; <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7314\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Wirtschaftssenator Horch<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,11,10],"tags":[311,168,426,425,68],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7314"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7314"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7314\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7327,"href":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7314\/revisions\/7327"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}