{"id":7346,"date":"2015-07-22T00:15:53","date_gmt":"2015-07-21T23:15:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7346"},"modified":"2015-12-25T09:51:46","modified_gmt":"2015-12-25T08:51:46","slug":"havarien-nee-ganz-normal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7346","title":{"rendered":"Havarien? Nee, ganz normal!"},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/49160\/havarien-der-%e2%80%9enyk-olympus%e2%80%9c-am-3-und-4-7-2015.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">schriftliche kleine Anfrage in der B\u00fcrgerschaft<\/a> <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/NYKOlympus2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7106 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/NYKOlympus2-300x206.jpg\" alt=\"NYKOlympus2\" width=\"300\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/NYKOlympus2-300x206.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/NYKOlympus2-900x619.jpg 900w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/NYKOlympus2.jpg 1002w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>zu den Havarien der NYK Olympus am 3. und 4.7.2015 ist vom Senat beantwortet worden. Fasst man die Senatsanworten zusammen, war das alles professionell geh\u00e4ndelte Tages<strong>normalit\u00e4t<\/strong>. Also: Leute legt Euch wieder hin, Hamburg hat die dicken P\u00f6tte samt Havarien voll im Griff.<\/p>\n<p><strong>Zu den Senatsantworten<\/strong><br \/>\nAm 03.07.2015 war eine automatisierte Abschaltung der Hauptmaschine Ursache f\u00fcr das Notankerman\u00f6ver. Laut Bundesstelle f\u00fcr Seeunfalluntersuchung (BSU) sollen derartige Maschinenausf\u00e4lle mit anschlie\u00dfender Notankerung h\u00e4ufiger vorkommen. Die Einstufung der Havarie durch die BSU als &#8220;einfachen&#8221; Seeunfall ist nach <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/sug\/BJNR181700002.html\" target=\"_blank\">\u00a71a Nummer 1b SUG<\/a> sicherlich richtig. &#8220;Ein ganz <strong>normaler<\/strong> Vorgang&#8221;, der eben h\u00e4ufiger vorkommt. Aufgrund dieser scheinbaren <strong>Normalit\u00e4t<\/strong> brauchen die Hamburger und Bundesbeh\u00f6rden nicht mal mehr Informationen austauschen: &#8220;<em>Hierzu wurden der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde von den Bundesbeh\u00f6rden keine Informationen <\/em><em>\u00fcbermittelt<\/em>&#8221; lesen wir in den Antworten immer wieder.<\/p>\n<p>Ach ja, entgegen aller Erwartungen gibt es auch keine Notfallpl\u00e4ne f\u00fcr Havarien gro\u00dfer Schiffe an der Unterelbe. In Hamburg ordnet man als Senat einfach an: &#8220;<em>Im Hamburger Hafen werden keine risikobehafteten Drehman\u00f6ver durchgef\u00fchrt. Notf\u00e4llen wird im Hamburger Hafen immer im Rahmen von Einzelfallentscheidungen begegnet<\/em>&#8220;. Basta! F\u00fcr <strong>normale<\/strong> Vorg\u00e4nge braucht man zudem keinen Plan &#8211; situative Entscheidungen reichen.<\/p>\n<p>Am 04.07.2015 war das keine Havarie, sondern ein ganz <strong>normales<\/strong> Stoppman\u00f6ver, das von der Revierzentrale Brunsb\u00fcttel angewiesen wurde. Warum diese Anweisung erteilt wurde? Kein Sterbensw\u00f6rtchen wird dr\u00fcber verloren &#8211; das ist im Hafen eben ganz <strong>normal<\/strong>, dass erteilte Auslaufgenehmigungen nach zwei Stunden revidiert werden.<\/p>\n<p>Wir sind sprachlos, wie man mit diesem Thema in Hamburg und beim Bund umgeht. Aus der Beinah-Katastrophe der Atlantic Cartier am 1. Mai 2013 haben die Verantwortlichen nichts gelernt. Zur damaligen <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/hamburg\/2014-04\/brand-hamburg-hafen-atlantic-cartier-sicherheit\" target=\"_blank\">Risikolage samt Gefahrgut an Bord und deren Aufarbeitung verweisen wir erneut dringend auf den Artikel der Zeit<\/a>.<\/p>\n<p>Die NYK Olympus hatte, wie man der Anlage zur Anfrage entnehmen kann, gen\u00fcgend brennbares, explosives und giftiges Gefahrgut an Bord. Wir wissen:<\/p>\n<ul>\n<li>Hamburg wird fr\u00fchestens in 2017 \u00fcber ein f\u00fcr derartige Notf\u00e4lle geeignetes Feuerl\u00f6schboot verf\u00fcgen. Das ist nicht erst seit dem 1. Mai 2013 bekannt.<\/li>\n<li>Obwohl laut Senatsantwort die Havarie bereits um 20:53 Uhr bekannt gewesen sein soll, war nach einer halben Stunde am Havarieort vor Gr\u00fcnendeich kein Schlepper zu sehen. Die ersten Schlepper waren um 23:30 Uhr vor Ort.<\/li>\n<li>Der einzige der vor Ort war, war die Waschpo. Wie man <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCs05yBCvSqrOKdpeTjJL0fw\" target=\"_blank\">im Film erkennen<\/a> kann, begann der <strong>Blaulichteinsatz<\/strong> erst 9:06 Minuten nach Filmstart (21:10:50 Uhr). Der Einsatz begann somit um 21:19:56 Uhr. 24 Minuten nach der ersten Kenntnisnahme durch die Waschpo gem\u00e4\u00df Senatsantwort begann also erst der Einsatz.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Also, so <strong>normal<\/strong> kann das alles nicht gewesen zu sein. Die Polizei, die vor Ort war, hat vermutlich keine Infos und Weisungen bekommen. Und das, obwohl sie doch trotz <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/39529\/entwurf-eines-gesetzes-zum-abkommen-zwischen-den-l%C3%A4ndern-niedersachsen-schleswig-holstein-und-hamburg-%C3%BCber-die-wahrnehmung-der-wasserschutzpolizeilichen.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Unterelbevertrag<\/a> f\u00fcr die Sicherheit auf der gesamten Unterelbe zust\u00e4ndig ist. Viel h\u00e4tten die Polizisten nicht regeln k\u00f6nnen, aber die riskante Durchfahrt der &#8220;Reinbek&#8221; zu stoppen w\u00e4re ein Job gewesen. Wer soll es denn sonst sein?<br \/>\nVon <strong>Normalit\u00e4t<\/strong> kann also \u00fcberhaupt keine Rede sein. Trotzdem berichtet unser <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCIQFjAAahUKEwiRmtLNwOrGAhUDph4KHWGACsU&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.thb.info%2Frubriken%2Fsingle-view%2Fnews%2Fsenat-lobt-einsatz-an-nyk-olympus.html&amp;ei=LVStVdHPI4PMeuGAqqgM&amp;usg=AFQjCNGB9ZsYXBoLXiKSFI-a-Fi-VG8oSg&amp;bvm=bv.98197061,d.dmo\" target=\"_blank\">T\u00e4glicher Senatsbericht THB<\/a> \u00fcber einen lobenden Senat? Pfui, daibel mag man da sagen &#8211; zumal wenn dieser THB-Artikel google-offen ist. Insider der Szene kennen diese verwerfliche Art der Medienpolitik f\u00fcr Interessen Dritter&#8230;<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nNicht, dass wir jetzt falsch verstanden werden: wir w\u00fcnschen uns eine derartige Havarie nicht. <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=6283\" target=\"_blank\">Auch wollen wir diese nicht herbeireden<\/a>.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re auch falsch, dass wir dieses Risiko erst nach der Havarie der NYK Olympus thematisieren. Nein, diese Situation ist seit \u00fcber einem Jahrzehnt bekannt und gilt als eine der <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/flyerrebgel2015.pdf\">wesentlichen, offensiv kommunizierten Argumente der Menschen<\/a>, die sich kritisch mit den Planungen zur aktuellen Elbvertiefung besch\u00e4ftigen. Und das sind insbesondere auch Menschen, die sich z. B. als Besch\u00e4ftigte der Maritimen Wirtschaft mit diesem Thema langj\u00e4hrig beruflich auseinandergesetzt haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die schriftliche kleine Anfrage in der B\u00fcrgerschaft zu den Havarien der NYK Olympus am 3. und 4.7.2015 ist vom Senat beantwortet worden. Fasst man die Senatsanworten zusammen, war das alles professionell geh\u00e4ndelte Tagesnormalit\u00e4t. Also: Leute legt Euch wieder hin, Hamburg hat die dicken P\u00f6tte samt Havarien voll im Griff. Zu den Senatsantworten Am 03.07.2015 war &hellip; <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7346\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Havarien? 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