{"id":7542,"date":"2015-09-04T18:24:00","date_gmt":"2015-09-04T17:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7542"},"modified":"2016-03-24T08:01:37","modified_gmt":"2016-03-24T07:01:37","slug":"schlickverdoppelung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7542","title":{"rendered":"Schlickverdoppelung!"},"content":{"rendered":"<p>Man mag es nicht mehr glauben. Unscheinbar finden <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Helgoland1.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7180 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Helgoland1-225x300.jpg\" alt=\"Helgoland1\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Helgoland1-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Helgoland1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Helgoland1.jpg 864w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>wir heute bei Hafen-Hamburg in den Neuigkeiten ein kurze Mitteilung der HPA\u00a0 von 11:47 Uhr. Der Titel &#8220;<a href=\"https:\/\/www.hafen-hamburg.de\/de\/news\/wegen-trockenem-sommer-hpa-bringt-mehr-sedimente-zur-tonne-e3---34323\" target=\"_blank\">Wegen trockenem Sommer: HPA bringt mehr Sedimente zur Tonne E3<\/a>&#8221; l\u00e4sst schon schlimmes ahnen.<\/p>\n<p>Und so lesen wir, dass statt 1 Mio. m\u00b3 giftigen Hafenschlicks nun die doppelte Menge, d.h. bis zu 2 Mio. m\u00b3, bei Helgoland verklappt werden sollen. Das Land Schleswig-Holstein habe bereits sein Einverst\u00e4ndnis erteilt. Holterdipolter, ratzfatz, so mal eben, ohne Regeln. Ist der Katastrophenfall eingetreten?<\/p>\n<ul>\n<li>Die g\u00fcltigen Baggerregeln, namentlich die G\u00dcBAK (<a href=\"http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/Fachinhalte\/M\/meeresschutz\/Downloads\/Gem_Uebergangsbestimmungen.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\" target=\"_blank\">Gemeinsame \u00dcbergangsbestimmungen zum Umgang mit Baggergut in den K\u00fcstengew\u00e4ssern<\/a>) schreiben den Beh\u00f6rden vor, dass f\u00fcr eine derartige Umlagerungsbaggerei repr\u00e4sentative Beprobungen durchzuf\u00fchren sind. Beprobungen sind nicht \u00fcber Nacht zu nehmen, zu analysieren und auszuwerten. Das dauert mehrere Wochen. Wo sind die Parameter dieser Beprobung und die Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht? Bei der HPA jedenfalls nicht.<\/li>\n<li>Wird jetzt vielleicht sogar der nochmals giftigere Schlick aus den Hamburger Hafenbecken, der bislang \u00fcber METHA behandelt wurde, vor Helgoland verklappt? Bislang war dieses im Einvernehmen mit Schleswig-Holstein ausgeschlossen &#8211; nur Schlick aus den Fahrwassern durfte nach Tonne E3 verbracht werden.<\/li>\n<li>Wieso hat der gr\u00fcne Umweltminister von Schleswig-Holstein, Herr Robert Habeck, erneut einer derartigen Verklappung anscheinend \u00fcber Nacht zugestimmt? <a href=\"http:\/\/www.schleswig-holstein.de\/DE\/Fachinhalte\/M\/meeresschutz\/baggergut.html\" target=\"_blank\">F\u00fcr seine eigenen Landesh\u00e4fen nimmt er in Anspruch, dass Baggerungen mindestens drei Monate vorher zur Genehmigung angek\u00fcndigt werden.<\/a> Warum schweigt er sich weiterhin aus? Ist das die neue gr\u00fcne Interpretation einer \u00f6kologisch nachhaltigen Politik?<\/li>\n<li>Ach ja, in der HPA-Meldung wird wieder das <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7417\" target=\"_blank\">Dialogforum Tideelbe<\/a> angef\u00fchrt, damit bei dieser unglaublichen Verklappungsaktion erneut die Worte &#8220;\u00f6kologisch nachhaltig&#8221; missbraucht werden k\u00f6nnen. Wie m\u00fcssen sich die Mitglieder dieses Dialogforums\u00a0 blo\u00df vorgef\u00fchrt f\u00fchlen, wenn Sie diese Nachricht durch die kalte K\u00fcche erreicht?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zusammenfassend kann man feststellen, dass Hamburg den Katastrophenfall in Sachen Hafenschlick ausgerufen haben muss. Die vom Senat und HPA angef\u00fchrte Ursache des trockenen Sommers ist dabei ein wirkliches Ammenm\u00e4rchen &#8211; wer soll das denn noch glauben? Sollen die Wassertiefen im Hamburger Hafen nur noch bei Jahrhunderthochwassern an der Mittel- und Oberelbe zu halten sein? So ein Unsinn!<\/p>\n<p>Es ist an der Zeit, dass der Senat die Karten offen auf den Tisch legt. Der sogenannte morphologische Nachlauf, d.h. die Folgen der letzten Elbvertiefung aus 1999 scheinen mit ihren Sedimentationsfolgen jetzt richtig zur Wirkung zu kommen. Die Anwohner der Unterelbe, z.B. der <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?s=Friedrichskoog\" target=\"_blank\">Hafen von Friedrichskoog<\/a>, haben die Folgen schon fr\u00fcher zu sp\u00fcren bekommen &#8211; nun sind diese auch endlich beim Verursacher in Hamburg angekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man mag es nicht mehr glauben. Unscheinbar finden wir heute bei Hafen-Hamburg in den Neuigkeiten ein kurze Mitteilung der HPA\u00a0 von 11:47 Uhr. Der Titel &#8220;Wegen trockenem Sommer: HPA bringt mehr Sedimente zur Tonne E3&#8221; l\u00e4sst schon schlimmes ahnen. 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