{"id":7666,"date":"2015-09-17T22:50:05","date_gmt":"2015-09-17T21:50:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7666"},"modified":"2016-09-15T15:44:27","modified_gmt":"2016-09-15T14:44:27","slug":"schwerpunkt-intermodal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7666","title":{"rendered":"Schwerpunkt Intermodal"},"content":{"rendered":"<p>Als Hinterland f\u00fcr den Hafenumschlag von Hamburg wird immer Mitteleuropa mit den Staaten Tschechien, Slowakei, \u00d6sterreich und Ungarn benannt. Aus den gl\u00e4nzenden Wachstumsperspektiven insbesondere dieser Region wird ein steigender Containerverkehr <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Metrans3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7668 size-medium alignleft\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Metrans3-300x225.jpg\" alt=\"Metrans3\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Metrans3-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Metrans3.jpg 737w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> \u00fcber den Hamburger Hafen und damit die angebliche Notwendigkeit der Elbvertiefung abgeleitet. Dieses vermeintlich ureigene Hamburger Hinterland haben auch andere H\u00e4fen im Visier &#8211; und <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4700\" target=\"_blank\">das mit viel Geld und starkem Eigeninteresse<\/a>.<\/p>\n<p>Die HHLA versucht seit einiger Zeit still und heimlich an dieser Entwicklung teilzuhaben. Nein, nicht durch Investitionen in der Sparte &#8220;Container&#8221; am Standort Hamburg. Vielmehr wird Geld in die Sparte &#8220;Intermodal&#8221; f\u00fcr den Bau neuer Bahn-Terminalstandorte in den L\u00e4ndern Mitteleuropas und den immensen Ausbau der HHLA-Bahngesellschaft &#8220;Metrans&#8221; gestopft. Nach dem im Januar 2015 in Betrieb genommenen Metrans-Terminal in der nordtschechischen <a href=\"http:\/\/hhla.de\/de\/startseite\/aktuell\/2015\/01\/metransnimmtneuenterminalinbetrieb.html\" target=\"_blank\">Elbstadt Usti nad Labem<\/a> folgt nun der Neubau eines Metrans-Terminal in Budapest. Warum das erfolgt, erfahren wir vom <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article146386350\/HHLA-startet-in-Ungarn-durch.html\" target=\"_blank\">HHLA-Vorstand Herrn Klaus-Dieter Peters in einem Welt-Interview<\/a>. Im letzten Absatz ist dort zu lesen:<\/p>\n<p>&#8220;<em>Von dem Terminal in Ungarn erhofft sich der HHLA-Chef, neben der Erweiterung des eigenen Netzes, einen zus\u00e4tzlichen strategischen Vorteil. 2014 unterschrieben die Regierungschefs von China, Serbien und Ungarn einen Vertrag zum Ausbau des Schienennetzes zwischen Belgrad und Budapest vor allem auch mit chinesischer Hilfe. Ziel dessen ist unter anderem, den griechischen Hafen von Pir\u00e4us enger an Europa anzubinden. In Pir\u00e4us betreibt die chinesische Reederei Cosco einen Containerterminal. W\u00fcrden die Pl\u00e4ne zum Ausbau der G\u00fcterbahntrasse von S\u00fcden her realisiert, s\u00e4\u00dfe man mit dem Terminal in Budapest an einer wichtigen Schnittstelle, sagte Peters.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Ach nee &#8211; zum ersten Mal spricht es in Hamburg ein Verantwortlicher selber aus! Aber das ist noch nicht alles. Zuvor hatte Herr Peters hat noch weitere Erkenntnisse: &#8220;<em>Immer mehr H\u00e4fen in Europa entwickeln sich zu direkten Konkurrenten des Hamburger Hafens, vom polnischen Gdansk bis zu Triest und Koper an der Adria. Reedereien und Logistikunternehmen testen fortw\u00e4hrend die Wirtschaftlichkeit neuer Routen vom \u00dcberseetransport nach Europa hinein. Die HHLA, Hamburgs wichtigster Hafenlogistik-Konzern, versucht, sich am Umschlag in anderen H\u00e4fen vor allem auf der Schiene zu beteiligen.<\/em>&#8220;<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Metrans2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-7669 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Metrans2-300x225.jpg\" alt=\"Metrans2\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Metrans2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Metrans2.jpg 738w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In dem Weltinterview wird mit keinem Wort die ausstehende &#8220;Elbvertiefung&#8221; oder der &#8220;Ausbau der Mittelelbe&#8221; erw\u00e4hnt. Komisch, oder? <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article146305217\/Das-Wachstum-der-Schiffe-wird-aufhoeren.html\" target=\"_blank\">In einem weiteren Weltartikel<\/a> finden wir doch noch ein paar Hinweise zur alten Elbvertiefungs-Rhetorik von Herrn Peters. Es gibt aber auch erstaunliche S\u00e4tze: &#8220;<em><span class=\"antwort\">Ich bin immer irritiert, wenn in der \u00f6ffentlichen Diskussion \u00fcber kurzfristige Mengenentwicklungen gesprochen wird. Eine Betrachtung von Quartal zu Quartal ist relativ sinnlos. Um ein deutliches Bild zu bekommen, muss man l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume ber\u00fccksichtigen. Wir haben in den vergangenen Jahren in unserer Region kontinuierlich Marktanteile hinzugewonnen. Klar ist aber auch: Wir werden in Hamburg wie auch in ganz Nordeuropa die zweistelligen Wachstumsraten, die wir bis zum Krisenjahr 2008 hatten, auf absehbare Zeit nicht mehr erleben. Daf\u00fcr gibt es auch strukturelle Gr\u00fcnde. So ist der Grad der Containerisierung praktisch nicht mehr zu steigern, und viele M\u00e4rkte in Europa sind ges\u00e4ttigt \u2013 wir k\u00f6nnen aus China nur das importieren, was hier auch verkauft wird.<\/span><\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Das klingt doch sehr einsichtig und nachvollziehbar. Die Elbvertiefung wurde im Jahre 2006 f\u00fcr exorbitante Steigerungsraten im Containerumschlag geplant. Diese sind nun in zehn Jahren nicht aufgetreten. Im Gegenteil &#8211; der Umschlag tritt konstant auf der Stelle. Ein Zeitraum von zehn Jahren kann somit auch von einem Herrn Peters nicht als kurzfristig bezeichnet werden. Ist Herr Peters jetzt auch ein Zweifler der Notwendigkeit der Elbvertiefung? Das wohl nicht &#8211; aber immerhin gibt er bekannt: &#8220;<span class=\"antwort\"><strong><em>2014 haben wir etwa gleich viel in die Bahnverkehre investiert wie in unsere Containerterminals.<\/em><\/strong>&#8221; Eine derartige Feststellung spricht doch B\u00e4nde, oder?<\/span><\/p>\n<p>PS: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article146464320\/Eine-Voelkerwanderung-deren-Nachschub-unendlich-ist.html\" target=\"_blank\">Au\u00dfenminister Szijj\u00e1rt\u00f3<\/a>, der im Artikel der Budapester Zeitung das Engagement der HHLA und Metrans so lobt, ist derselbe Minister, der die Schlie\u00dfung derungarischen Grenze zu Serbien mit Nato-Draht, der die drastische Bestrafung von Grenz\u00fcbertritten und der Schlie\u00dfung der Grenze nach Rum\u00e4nien als begr\u00fcndet rechtfertigt. Menschen in Not brauchen anscheinend seine Aufmerksamkeit nicht, Wirtschaftsunternehmen\u00a0 hingegen schon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Hinterland f\u00fcr den Hafenumschlag von Hamburg wird immer Mitteleuropa mit den Staaten Tschechien, Slowakei, \u00d6sterreich und Ungarn benannt. Aus den gl\u00e4nzenden Wachstumsperspektiven insbesondere dieser Region wird ein steigender Containerverkehr \u00fcber den Hamburger Hafen und damit die angebliche Notwendigkeit der Elbvertiefung abgeleitet. 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