{"id":7739,"date":"2015-09-24T21:30:47","date_gmt":"2015-09-24T20:30:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7739"},"modified":"2016-09-15T15:33:37","modified_gmt":"2016-09-15T14:33:37","slug":"hafen-und-olympia-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7739","title":{"rendered":"Hafen und Olympia 3"},"content":{"rendered":"<p>Am 23. September 2015 lud die Pro-Olympia-Initiative zusammen mit Hamburg1 und dem Hamburger Abendblatt zum dritten Runden Tisch f\u00fcr ein Expertengespr\u00e4ch ein. Dieses Mal ging es um das Thema Olympia und Hafen. An dem Gespr\u00e4ch nahmen Senator Frank Horch, UVHH-Pr\u00e4sident (und Lobbyist, wie der Moderator Herbert Schalfhoff ihn bezeichnete) Gunther Bonz,\u00a0 Oberbaudirektor J\u00f6rn Walter und der hafenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE Norbert Hackbusch teil. Im Mittelpunkt stand die Frage, was die Hamburger Pl\u00e4ne f\u00fcr den Hafen bedeuten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Olympia2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-5498\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Olympia2-300x225.jpg\" alt=\"Olympia2\" width=\"271\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Olympia2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Olympia2.jpg 840w\" sizes=\"(max-width: 271px) 100vw, 271px\" \/><\/a>Das <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCIQqQIwAGoVChMIwoDgmJGQyAIVQZ5yCh0wfQR3&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle205785653%2FWas-kostet-Olympia-den-Hamburger-Hafen.html&amp;usg=AFQjCNFY2ZZQQBhlM0rR8uztjayEUrfw5A\" target=\"_blank\">Hamburger Hafenblatt<\/a> fasste einige der Knackpunkte des Gespr\u00e4chs zusammen:<\/p>\n<ul>\n<li>Rund 1 Million m\u00b2 Fl\u00e4che m\u00fcssen auf dem Kleinen Grasbrook sowie angrenzenden Gel\u00e4nde ger\u00e4umt werden.<\/li>\n<li>F\u00fcr alle dort angesiedelten Unternehmen m\u00fcssen Ersatzfl\u00e4chen gefunden werden.<\/li>\n<li>Die Kosten f\u00fcr die Verlagerung werden mindestens 1 bis 1,5 Milliarden Euro kosten, ohne dass auch nur ein einziges Geb\u00e4ude f\u00fcr Olympia entstanden ist.<\/li>\n<li>Herr Horch wich in allgemeine Ausf\u00fchrungen aus, als er gefragt wurde, ob diese Kosten allein von der HPA geschultert werden sollen. Eine wesentliche Forderung der Hafenbetriebe ist, dass die HPA damit auf gar keinen Fall belastet werden darf.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hamburg1.de\/nachrichten\/26195\/Olympia_Hamburg_diskutiert_die_Spiele.html\" target=\"_blank\">Bei HH1<\/a> k\u00f6nnen Sie die gesamte Runde noch einmal ansehen und h\u00f6ren. Auch wenn sie insgesamt eher ruhig dahin pl\u00e4tscherte, gab es doch einige weitere interessante Ausf\u00fchrungen.<\/p>\n<ul>\n<li>Nach ungef\u00e4hr 18 Minuten \u00e4u\u00dfert Herr Senator Horch sich zu Entwicklungspl\u00e4nen im Hamburger Hafen, die unabh\u00e4ngig vom Olympiazuschlag eine Verlagerung des Fruchtzentrums, von Unikai,\u00a0 des O&#8217;Swaldkais und des \u00dcberseezentrums vorsehen. Sollte Olympia nicht kommen, sollen diese Gebiete Hafengebiet bleiben und damit keine Wohnbebauung bekommen. Herr Bonz \u00e4u\u00dfert sich \u00fcber diese Aussage &#8211; nach unserer Ansicht v\u00f6llig zu recht &#8211; irritiert. Bislang galt die Zusage , dass sich ohne Olympia auf dem Grasbrook nichts \u00e4ndern w\u00fcrde &#8211; nun wird in jedem Falle verlagert! Leider vers\u00e4umte der Moderator dieses Thema zuzuspitzen.<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Olympia-Oswald.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4818\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Olympia-Oswald.jpg\" alt=\"Olympia Oswald\" width=\"243\" height=\"225\" \/><\/a><\/li>\n<li>Nachdem Herr Hackbusch auf erste Kostensch\u00e4tzungen von 1 Milliarde Euro nur f\u00fcr die Verlagerung hinweist (ab ca. Min 21), liefert Herr Bonz ab ca. Min. 25 erg\u00e4nzende Informationen: er rechnet mit einem Betrag von 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro. In diesem Zusammenhang hebt er noch einmal die Forderung des UVHH und der Hafenbetriebe hervor, dass diese Kosten nicht von der HPA, sondern \u00fcber den Hamburger Haushalt getragen werden m\u00fcssen. Im Anschluss daran erl\u00e4utert Herr Horch ein dreiteiliges Finanzierungskonzept f\u00fcr Olympia: HPA f\u00fcr Verlagerung\/Optimierung\/Investitionen (oder wie auch immer Sie diese bezeichnen wollen), Einnahmen aus Wohnungsbau bzw. andere Nutzung und erhebliche Bundesmittel. Ein unglaubliches Geeier ist es, was unser Wirtschaftssenator antwortet.<\/li>\n<li>Das Ultimatum der Hafenwirtschaft, das bis Mitte September die Olympia-Forderungen der Hafenwirtschaft erf\u00fcllt sein m\u00fcssen, scheinen die wesentlichen Forderungen erf\u00fcllt zu sein. Herr Bonz gibt ab ca. Min. 33,45 die Erf\u00fcllung des Ultimatums quasi durch Benennung aller Zusagen der SPD-B\u00fcrgerschaftsfraktion und des Senats bekannt: so gibt es nur eine Verlagerung, wenn Olympia kommt. Es wird dank des Senators Horch eine Verlagerung 1:1 erfolgen. Die Landfl\u00e4chenverlagerungen sollen kurz vor einem Abschluss stehen. Lediglich bei den Wassernutzer sei noch was offen, das w\u00fcrde noch ein paar Wochen dauern.<\/li>\n<li>Herr Horch wird am Min. 39,44 diesbez\u00fcglich gefragt, ob es bereits Vertr\u00e4ge oder andere schriftliche Zusagen zu den bisher verhandelten Themen g\u00e4be. Unser Wirtschaftssenator eiert derartig, dass dem Zuschauer schwindelig wird.<\/li>\n<li>Die HPA soll mit den Kaibetrieben und den landseitigen Nutzern weitgehend einig sein. Die offene &#8220;Position&#8221; Wassernutzer soll nur noch kleinere Betriebe betreffen, &#8220;<em>&#8230;die f\u00fcr die Versorgung von Industriebetriebe Materialien haben&#8230;<\/em>&#8221; (noch mal Herr Bonz ab ca. Min. 41,50). Nun f\u00e4ngt auch Herr Bonz sybillinisch an zu eiern.<\/li>\n<li>Interessant wird es noch mal ab ca. Minute 43. Herr Schalthoff fragt Herrn Hackbusch: &#8220;<em>Haben Sie auch schon hinter vorgehaltener Hand das Ger\u00fccht geh\u00f6rt, dass es eigentlich der Hafenwirtschaft bei dem Druck den sie entfaltet, darum geht, dass diese Hafenwirtschaft die erste sein will, die sich an Olympia quasi eine goldene Nase verdient?&#8230;<\/em>&#8221; . Sie seinen oft schon \u00e4lter und nun k\u00f6nne man sich die notwendigen Investitionen im Rahmen der olympiabedingten Verlagerung von der Stadt finanzieren lassen.<br \/>\nW\u00e4hrend Herr Hackbusch diese Gefahr f\u00fcr real h\u00e4lt und an b\u00f6se Beispiele in der Realpolitik aus der Vergangenheit erinnert (wir denken gleich an Buss oder die Westerweiterung), streitet Herr Horch diese M\u00f6glichkeiten ab. Man w\u00fcrde mit \u00fcbergeordneten Institutionen, namentlich UVHH, Handelskammer und Industrieverband Hamburg (IVH) zusammenarbeiten, um die wirtschaftliche Situation der Betriebe realistisch bewerten zu lassen, bla, bla, eiapopeia&#8230; Die nun rapide schwindende Eloquenz von Herrn Horch f\u00fchrt zu einem Stammeln, in dem das Wort &#8220;Travehafen&#8221; (dort sitzt Buss) vorkommt. Das best\u00e4tigt uns, dass Herr Hackbusch mit seinen Worten nicht falsch gelegen haben kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Buss-Hanseterminal-3.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6575 size-medium\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Buss-Hanseterminal-3-300x123.jpg\" alt=\"Buss Hanseterminal 3\" width=\"300\" height=\"123\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Buss-Hanseterminal-3-300x123.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Buss-Hanseterminal-3-1024x421.jpg 1024w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Buss-Hanseterminal-3-900x370.jpg 900w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Buss-Hanseterminal-3.jpg 1397w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><strong>Fazit:<\/strong> F\u00fcr uns ist es, genauso wie f\u00fcr Herrn Bonz, neu, dass es auf jeden Fall Verlagerungen vom Kleinen Grasbrook geben wird. Dass die Verhandlungen, die noch bis Mitte diesen Jahres von \u00f6ffentlichen Disputen zwischen Senat und Hafenwirtschaft begleitet wurden, nun abgeschlossen sein sollen, verwundert. Warum kann ein Herr Horch dann keine Kosten benennen? Er muss doch wissen, \u00fcber was er verhandelt?<\/p>\n<p>L\u00f6sungen soll es f\u00fcr die gro\u00dfen Player auf dem Kleinen Grasbrook geben- Herr Horch scheint dabei aber noch nicht einmal die Namen der Beteiligten zu kennen. Er erw\u00e4hnt nur Vier &#8211; was ist mit dem EDEKA-Fruchtkontor? Kein Wort zu den Ausweichgebieten &#8211; soll der Hafen angesichts der mit Tschechien angestrebten L\u00f6sung auf Kuhwerder f\u00fcr Ausgleichsfl\u00e4chen unterkellert oder mit Etagend\u00e4chern versehen werden. Was soll beispielsweise auf das Gebiet des Waldes Vollh\u00f6fner Weiden gehen? Welche kleineren Betriebe m\u00fcssen m\u00f6gicherweise gr\u00f6\u00dferen weichen? Wieviele Arbeitspl\u00e4tze im Hafen gehen verloren? Wird das CC3 der unattraktivste Kreuzfahrtstandort Hamburgs (und der Welt), weil er von klassischen Hafenbetrieben umzingelt wird?,,,<\/p>\n<p>Ersch\u00fcttert hat uns der Glaube eines Herrn Horch, dass Unternehmensinstitutionen den Senat dabei sch\u00fctzen k\u00f6nnen, bei der wirtschaftlichen Betrachtung von Unternehmen &#8220;nicht \u00fcbers Ohr gehauen zu werden&#8221;. Wird da nicht der Bock zum G\u00e4rtner gemacht?<\/p>\n<p>Bei der Frage der Kosten ist \u00fcbrigens ein Bereich in dem Gespr\u00e4ch v\u00f6llig ausgeblendet worden. Ende letzten Jahres <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/print\/wams\/hamburg\/article132691462\/Olympia-darf-nicht-schaden.html\" target=\"_blank\">sch\u00e4tzte Herr Gunther Bonz in einem Interview mit der WELT<\/a> die Kosten f\u00fcr die Verlagerung auf 5 &#8211; 7 Milliarden. Damit meinte er die Umzugskosten, einschlie\u00dflich Bau neuer Geb\u00e4ude etc. Die jetzt benannte 1 &#8211; 1,5 Milliarden f\u00fcr die Erschlie\u00dfung neuer Hafenfl\u00e4chen, waren in seiner Sch\u00e4tzung nicht einbezogen. <a href=\"http:\/\/fairspielen.de\/der-hafen-olympia-deal-der-senat-zahlt-koste-es-was-es-woll\/\" target=\"_blank\">Im Februar ver\u00f6ffentlichte &#8220;fairspielen.de&#8221; ein Dokument<\/a>, das zeigt, der Hamburger Senat tats\u00e4chlich bereit ist, die Umzugskosten voll zu tragen. Somit ist die Frage des Abendblattartikels &#8220;Was kostet Olympia den Hamburger Hafen&#8221; in der Gespr\u00e4chsrunde nicht einmal ann\u00e4hernd beantwortet worden.<\/p>\n<p>Herr Schluff, ach nee, Herr Schlofhaff &#8211; wie lauteten die Namen Ihrer G\u00e4ste?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23. September 2015 lud die Pro-Olympia-Initiative zusammen mit Hamburg1 und dem Hamburger Abendblatt zum dritten Runden Tisch f\u00fcr ein Expertengespr\u00e4ch ein. Dieses Mal ging es um das Thema Olympia und Hafen. 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