{"id":7824,"date":"2015-10-02T06:10:09","date_gmt":"2015-10-02T05:10:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7824"},"modified":"2015-12-27T13:10:11","modified_gmt":"2015-12-27T12:10:11","slug":"tiefgangstatistik-und-baggerei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7824","title":{"rendered":"Tiefgangstatistik und Baggerei"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/KeineElbvertiefung.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-7551\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/KeineElbvertiefung.jpg\" alt=\"KeineElbvertiefung\" width=\"270\" height=\"300\" \/><\/a>Das Regionale B\u00fcndnis gegen die Elbvertiefung (ReB\u00fcgEl) und die Gesellschaft f\u00fcr Natur- und Umweltschutz (GNU) informierten am 29.09.2015 in einer <a href=\"http:\/\/www.tageblatt.de\/lokales\/aktuelle-meldungen_artikel,-Unter-dem-Kiel-der-Containerschiffe-ist-mehr-Wasser-_arid,1162544.html\" target=\"_blank\">Pressemitteilung \u00fcber die aktuelle Tiefgangstatistik <\/a>der gro\u00dfen Containerschiffe auf der Unterelbe. Wie der Artikel im Stader Tageblatt in seiner \u00dcberschrift feststellt war in 2015 gen\u00fcgend &#8220;Wasser unter dem Kiel&#8221; der Containerschiffe.<\/p>\n<p>Die Statistiker von der Unterelbe beobachten seit einigen Jahren jedes Containerschiff mit mehr als 8.000 TEU beim Befahren der Unterelbe. So werden seit Jahren hochprofessionell taggenau nicht nur die Tiefg\u00e4nge der Schiffe beim Einlaufen und Auslaufen notiert, sondern u.a. auch die Schiffsl\u00e4ngen und -breiten, die Aufenthaltsdauer und Liegeplatz in Hamburg sowie Vor- und Anschlu\u00dfh\u00e4fen. Fachm\u00e4nnische Berechnungen ermitteln \u00fcber Rumpfform, Ma\u00dfe und Tiefgang die geladenen Container &#8211; und damit die Kapazit\u00e4tsreserven eines jeden Schiffes.<\/p>\n<p>Passend zur neuen Baggersaison, die ja nun <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7805\" target=\"_blank\">gestern vorzeitig in Hamburg<\/a> er\u00f6ffnet wurde, legen die Statistiker erstaunliche Auswertungen vor.<\/p>\n<ul>\n<li>Die Mehrheit der Containerschiffe \u00fcber 8.000 TEU bef\u00e4hrt auch in diesem Jahr die Elbe tidenunabh\u00e4ngig. Es sind einlaufend 78% und auslaufend 70%.<\/li>\n<li>Die\u00a0durchschnittliche Tiefgangsreserve betrug f\u00fcr Schiffe \u00fcber 13.000 TEU beim Einlaufen 2,73 m und beim Auslaufen 1,43 m. Nur 2 Promille der Schiffe haben den maximal m\u00f6glichen Tiefgang, d.h. eine Tiefgangsreserve von 0 Metern, ausgenutzt.<\/li>\n<li>Die Ladungsreserven dieser Riesen f\u00fcr eine Fahrt nach Hamburg, d.h. freie Containerpl\u00e4tze, stieg dabei erheblich an und betrug fast 4.000 TEU je Schiff einlaufend und \u00fcber 2.000 TEU auslaufend.<\/li>\n<li>Die Zahl der Schiffsank\u00fcnfte ist gegen\u00fcber dem Vorjahr um 6 % gestiegen und die<br \/>\nSchiffsgr\u00f6\u00dfen haben um 6,7 % zugenommen haben. Im Jahr 2014 wurde der Hamburger Hafen bis zum 12.9. von 256 Schiffen mit mehr als 13.000 TEU angelaufen; in diesem Jahr waren es bis zum 12.9.2015 bereits 356 Schiffe dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn weniger Ladung auf mehr und breitere Schiffe verteilt wird, liegt die Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese Tiefgangsentwicklung plausibel auf der Hand. Nun k\u00f6nnten allergr\u00f6\u00dfte Skeptiker noch anf\u00fchren, dass die Reedereien mehr Ladung f\u00fcr ihre Schiffe und Hamburg h\u00e4tten, sich aber wegen der fehlenden Elbvertiefung nicht trauen w\u00fcrden. Dieser Skepsis kann man dann mit einem fast &#8220;<em>s\u00fcffisanten Pfeffersackl\u00e4cheln<\/em>&#8221; und dem <a href=\"http:\/\/www.alphaliner.com\/liner2\/research_files\/newsletters\/2015\/no39\/Alphaliner%20Newsletter%20no%2039%20-%202015.pdf\" target=\"_blank\">Verweis auf die Frachtratenentwicklung<\/a> samt eines simplen Hinweis auf die \u00f6konomischen Regeln von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Marktgleichgewicht&amp;redirect=no\" target=\"_blank\">Angebot und Nachfrage, dem Marktgleichgewicht<\/a>, begegnen. Die Ladung gibt es nicht!<\/p>\n<p>Derartige valide Zahlen und Statistiken haben wir bislang weder vom Senat noch der Hafenwirtschaft oder den Reedereien vorgelegt bekommen. Im Gegenteil: hier werden uns <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=7155\" target=\"_blank\">Umschlags- und Potenzialprognosen<\/a> vorgelegt, die bar jeglicher Realitit\u00e4t sind.<\/p>\n<p>Und so schlie\u00dfen wir uns der Meinung des Sprechers des ReB\u00fcgEl&#8217;s, Herrn Walter Rademacher an: \u201e<em>Diese Fakten widerlegen die gebetsm\u00fchlenartige Behauptung der Hafenwirtschaft und des Senats, die Elbvertiefung w\u00e4re \u201adringend notwendig\u2018 &#8211; tats\u00e4chlich fehlt nicht die Tiefe, sondern die Ladung.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Nicht genug &#8211; die Absurdit\u00e4ten der Baggerei f\u00fchren die Kollegen in der Pressemitteilung ebenfalls an. Die Folgen der letzten Elbvertiefung haben dazu gef\u00fchrt, dass j\u00e4hrlich mittlerweile \u00fcber 18 Mio. m\u00b3 Schlick aus der Elbe gebaggert werden &#8211;\u00a0 vor wenigen Jahren ware es noch 4 Mio. m\u00b3. F\u00fcr die Schlickbeseitigung m\u00fcssen wir B\u00fcrger j\u00e4hrlich \u00fcber 100 Mio. Euro ausgeben. Weniger Ladung, daf\u00fcr mehr Schlick. Das soll \u00f6konomisch sinnvoll sein? Aber es kommt noch besser:<\/p>\n<p>In der B\u00fcrgerschaft wurden heute die Senatsantworten auf eine schriftliche kleine Anfrage zur Verklappung von <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/49895\/verbringung-von-sedimenten-iii-.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Hamburger Hafenschlick in der Au\u00dfenwirtschaftszone AWZ<\/a>, d.h. au\u00dferhalb der Hoheitsgew\u00e4sser der Bundesrepublik Deutschland ver\u00f6ffentlicht. Beim Lesen der Senatsantwort auf Frage 3 haben wir aufgemerkt: &#8220;<em>Die HPA bereitet sich aktuell darauf vor, in der kommenden Umlagersaison circa 7 Millionen Kubikmeter Sediment (Laderaumvolumen) aus der Delegationsstrecke und den Hafenbecken umzulagern.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Das w\u00e4ren <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=134\" target=\"_blank\">2,5 Mio. m\u00b3 mehr auf dem Hamburger Streckenabschnitt<\/a> als im Jahr 2014, f\u00fcr die wir Hamburgerinnen und Hamburger im letzten Jahr 66 Mio. Euro ausgegeben haben. Bei einer linearen Hochrechnung der 7 Mio. m\u00b3 auf das Jahr 2015 w\u00fcrden dann \u00fcber 100 Mio. Euro Baggerkosten nur f\u00fcr die Hamburgische Delegationsstrecke zwischen Tinsdal und dem Hafen anfallen? Das w\u00e4re ein Desaster&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/pm-gnu-rebgel-20150929.pdf\" target=\"_blank\">Die Pressemitteilung vom ReB\u00fcgEl und GNU finden Sie hier<\/a>!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Regionale B\u00fcndnis gegen die Elbvertiefung (ReB\u00fcgEl) und die Gesellschaft f\u00fcr Natur- und Umweltschutz (GNU) informierten am 29.09.2015 in einer Pressemitteilung \u00fcber die aktuelle Tiefgangstatistik der gro\u00dfen Containerschiffe auf der Unterelbe. Wie der Artikel im Stader Tageblatt in seiner \u00dcberschrift feststellt war in 2015 gen\u00fcgend &#8220;Wasser unter dem Kiel&#8221; der Containerschiffe. 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