{"id":7995,"date":"2015-10-25T00:02:21","date_gmt":"2015-10-24T23:02:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7995"},"modified":"2017-01-26T20:09:46","modified_gmt":"2017-01-26T18:09:46","slug":"maritimer-unsinn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=7995","title":{"rendered":"Maritimer Unsinn?"},"content":{"rendered":"<p>Am 19. und 20. Oktober 2015 fand die 9. Nationale maritime Konferenz in Bremerhaven satt. Zwei Tage tummelten sich dort rund 800 Vertreter von H\u00e4fen, Reedereien, Werften, Schiffsmaklern, Zuliefererunternehmen, Gewerkschaften, Hochschulen und Parteien, um \u00fcber die Aussichten der sogenannten Maritimen Wirtschaft auszutauschen. Einberufen wurde diese Konferenz von der Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Bundesregierung ver\u00f6ffentlichte im Vorweg zu der Konferenz den Vierten &#8220;<a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Downloads\/B\/bericht-ueber-die-maritime-wirtschaft-in-deutschland.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3\" target=\"_blank\">Bericht<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Downloads\/B\/bericht-ueber-die-maritime-wirtschaft-in-deutschland.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3\" target=\"_blank\">der Bundesregierung \u00fcber die Entwicklung und Zukunftsperspektiven der maritimen Wirtschaft in Deutschland<\/a>&#8220;, von einigen Kritikern als inhaltslos bezeichnet. So ganz k\u00f6nnen wir diese Einsch\u00e4tzung nicht teilen, werden doch viele, vor allem finanzielle Zugest\u00e4ndnisse an die maritime Wirtschaft gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Hapag-Lloyd12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-4294 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Hapag-Lloyd12-300x225.jpg\" alt=\"Hapag-Lloyd12\" width=\"248\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Hapag-Lloyd12-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Hapag-Lloyd12-900x675.jpg 900w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Hapag-Lloyd12.jpg 980w\" sizes=\"(max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/a>Bereits am Montag konnten wir lesen, <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCUQqQIwAGoVChMIneGMxdrRyAIV5_1yCh1oDg19&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fregion%2Fniedersachsen%2Farticle206306385%2FAngela-Merkel-sagt-Reedern-finanzielle-Entlastung-zu.html&amp;usg=AFQjCNFiLAuVKgQtzSNjVjxvltxvuqJGCw\" target=\"_blank\">dass Frau Angela Merkel in ihrer Er\u00f6ffnungsrede weitreichende finanzielle Mittel zugesagt hat<\/a>: eine gesetzliche Neuregelung, nach der Reeder ihren Anteil an der Lohnsteuer zu 100% nicht abf\u00fchren m\u00fcssen sowie eine Entlastung bei den Sozialversicherungsbeitr\u00e4gen f\u00fcr die Arbeitgeber. Am Dienstag legten Bundeswirtschaftsminister Herr Sigmar Gabriel und Bundesverkehrsminister Herr Alexander Dobrindt noch mal nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>&#8220;So sollen die Reeder um j\u00e4hrlich mehr als 100 Millionen Euro unter anderem bei den Sozialversicherungsbeitr\u00e4gen entlastet werden, k\u00fcndigte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf der 9. Nationalen Maritimen Konferenz in Bremerhaven am Dienstag an. 350 Millionen Euro sollen in die Schienenanbindung der Seeh\u00e4fen, rund 55 Millionen von 2016 an in die Digitalisierung der Hafenlogistik flie\u00dfen.&#8221;<\/em> lesen wir im Hamburger Abendblatt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Radio Bremen ver\u00f6ffentlichte am 20.10.2015 um 12:00 Uhr einen Bericht zur Maritimen <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hummel1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7556 alignright\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hummel1.jpg\" alt=\"Hummel1\" width=\"153\" height=\"192\" \/><\/a>Konferenz (<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/2015-10-20-rb-maritime-konferenz-seite-1.pdf\">Seite 1<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/2015-10-20-rb-maritime-konferenz-seite-2.pdf\">Seite 2<\/a>), in dem ebenfalls die \u00c4u\u00dferungen der Herren Gabriel und Dobrindt im Fokus stehen. Hier erfahren wir dann auch, dass zu den vorgenannten Subventionen noch ganze 8 Mio \u20ac f\u00fcr die Umstellung auf abgasarme Schiffsantriebe hinzu kommen sollen. Herr Sigmar Gabriel hat offenbar Ausf\u00fchrungen zum Thema innerdeutsche Hafenkonkurrenz und nationales Hafenkonzept gemacht. Die deutschen H\u00e4fen m\u00fcssten zusammenarbeiten und noch in diesem Jahr soll das von Frau Angela Merkel angek\u00fcndigte Hafenkonzept vorgelegt werden, welches die Zusammenarbeit regeln solle. Aber er betont dann offenbar anschlie\u00dfend, dass die Weser- und die Elbvertiefung auf jeden Fall kommen m\u00fcssen. Auch Herr Alexander Dobrindt hat sich zu den Flussvertiefungen ge\u00e4u\u00dfert. Sobald das Bundesverwaltungsgericht &#8220;gr\u00fcnes Licht&#8221; gibt, werden die Ma\u00dfnahmen umgesetzt. &#8220;<em>Dann wird es am Geld auf keinen Fall scheitern. Mein Ministerium hat die n\u00f6tigen finanziellen\u00a0Mittel sowohl f\u00fcr die Elbe- als auch f\u00fcr die Weser-Vertiefung vorgesehen.<\/em>&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese und weitere Subventionen werden von allen drei Politikern, Frau Angela Merkel, Herr Sigmar Gabriel und Herr Alexander Dobrindt, damit begr\u00fcndet, dass die maritime Wirtschaft im weitestgehenden Auslegungsbereich 54 Milliarden Euro Umsatz erbringe. Leider vergessen sie zu erw\u00e4hnen, wieviel Steuervolumen dahinter steckt. Denn die Reedereien profitieren neben den vorgenannten Themen auch bei der Versteuerung ihrer Ums\u00e4tze durch die sog. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tonnagegewinnermittlung\" target=\"_blank\">Tonnagesteuer<\/a> und sind bei den sog. <a href=\"https:\/\/www.landespressedienst.de\/maritimer-koordinator-schiffserloespools-bleiben-dauerhaft-steuerbefreit\/\" target=\"_blank\">Schiffserl\u00f6spools<\/a> von der Versicherungssteuer befreit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Umweltfragen und damit Ihre und unsere Zukunft und das Recht auf eine gesunde Umwelt werden mal wieder mit F\u00fc\u00dfen getreten. Elbe- und Weservertiefung m\u00fcssen kommen, egal welche Umweltsch\u00e4den sie bringen. Der im Verh\u00e4ltnis zu anderen Bereichen minimale Betrag von 8 Mil<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Bagger-Barent-Zanen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-5578 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Bagger-Barent-Zanen-300x225.jpg\" alt=\"Bagger Barent Zanen\" width=\"207\" height=\"155\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Bagger-Barent-Zanen-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Bagger-Barent-Zanen-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Bagger-Barent-Zanen-900x675.jpg 900w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Bagger-Barent-Zanen.jpg 1098w\" sizes=\"(max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a>lionen Euro f\u00fcr die F\u00f6rderung von abgasarmen Schiffsantr\u00e4gen mutet wie ein sehr kleines Feigenblatt an. Und dann wurden w\u00e4hrend der Konferenz auch noch Absichtserkl\u00e4rungen mit Frankreich unterschrieben, wie die Tiefsee gemeinsam nach Rohstoffen ausgebeutet werden kann. Auch wird nicht erkl\u00e4rt, wer die fehlenden Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen ausgleichen soll. Nun, wer schon, Sie und wir, die wir nicht als Reeder aktiv sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Herr Sigmar Gabriel wird bei Radio Bremen \u00fcbrigens mit der Aussage zitiert &#8220;<em>Es geht nicht um die Frage Hamburg, Bremerhaven oder Wilhelmshaven. Es geht um die Frage, Deutsche Bucht oder Rotterdam.<\/em>&#8220;Uns gruselt bei solchen Aussagen. Sie vermitteln den Eindruck, dass bei uns alles erlaubt ist, wenn wir nur die Nachbarn schlagen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ach ja, alle diese (Steuer-)Geschenke reichen der maritimen Wirtschaft nicht. Auf Seite 2 des Beitrags bei Radion Bremen wird der Vorstand der Bremerhavener Lloyd-Werft, Herr Carsten Haake, mit der n\u00e4chsten Forderung zitiert, der Finanzierung von Schiffsneubauten: &#8220;<em>Wir m\u00fcssen darauf dr\u00e4ngen, dass die Bundesregierung uns dort st\u00e4rker unterst\u00fctzt, weil die Banken selbst sich da sehr stark zur\u00fcckhalten und auch die Landesregierungen nur \u00fcberschaubare Mittel zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen.<\/em>&#8221; Die HSH-Nordbank l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. und 20. Oktober 2015 fand die 9. Nationale maritime Konferenz in Bremerhaven satt. Zwei Tage tummelten sich dort rund 800 Vertreter von H\u00e4fen, Reedereien, Werften, Schiffsmaklern, Zuliefererunternehmen, Gewerkschaften, Hochschulen und Parteien, um \u00fcber die Aussichten der sogenannten Maritimen Wirtschaft auszutauschen. 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