{"id":9019,"date":"2016-01-01T20:07:32","date_gmt":"2016-01-01T19:07:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=9019"},"modified":"2017-01-19T19:55:44","modified_gmt":"2017-01-19T17:55:44","slug":"handelskammer-syndrom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=9019","title":{"rendered":"Handelskammer-Syndrom"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Handelskammer.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"attachment wp-att-9025\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9025\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Handelskammer.jpg\" alt=\"Handelskammer\" width=\"250\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Handelskammer.jpg 864w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Handelskammer-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Handelskammer-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Der Handelskammer Pr\u00e4ses, Herr Fritz Horst Melsheimer und sein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Herr Hans-J\u00f6rg Schmidt-Trenz, haben zum Jahresende 2015 noch einmal ordentlich in die Sahne gehauen und uns B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern gezeigt, was sie von uns halten: NICHTS.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt f\u00fcr ihre Einsch\u00e4tzung ist der Ausgang des Olympiareferendums im November 2015. <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article150390129\/Fuer-Hamburg-war-es-kein-gutes-Jahr.html\" target=\"_blank\">In der Welt ist zu lesen<\/a>, dass Herr Schmidt-Trenz dieses Ergebnis f\u00fcr einen Tiefpunkt der direkten Demokratie h\u00e4lt.\u00a0&#8220;<em>Die Entscheidung zu Olympia ist ja kein Einzelfall: Vor allem wesentliche Projekte der Infrastruktur werden mittlerweile auf au\u00dferparlamentarischem Weg angegriffen, verz\u00f6gert, gestoppt: der Bau von Autobahnen und Bahnlinien, die Elbvertiefung, der geplante Fehmarnbelttunnel. Wir zehren von der Infrastruktur, die uns fr\u00fchere Generationen bis in die 80er Jahre hinein aufgebaut haben. Seither ist wenig dazugekommen.<\/em>&#8221; und &#8220;<em>Durch den Widerstand von Anliegern, Umweltverb\u00e4nden, Menschen mit Eigeninteressen gegen gro\u00dfe Projekte drohe das Land ins Hintertreffen zu geraten, sagt Schmidt-Trenz: &#8220;Bei Infrastrukturprojekten haben wir heute schon h\u00e4ufig einen Zustand von Unregierbarkeit. Das Verh\u00e4ltnis von Exekutive und Legislative zu den au\u00dferparlamentarischen Akteuren muss neu definiert werden. Wie lange wollen wir von unserer Substanz zehren?<\/em>&#8221;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2015-12-31-HK-HH-Pr\u00e4sesrede_2015.pdf\" target=\"_blank\">Pr\u00e4ses Melsheimer \u00e4u\u00dfert<\/a> sich auf der \u201e<a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=4597\" target=\"_blank\">Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg e. V.<\/a>\u201c am 31.12.2015 in \u00e4hnlicher Form. &#8220;<em>Wie kann es sein, dass sich der Senat und 85 Prozent der B\u00fcrgerschaft f\u00fcr ein Projekt<\/em> (Olympiabewerbung)<em> aussprechen und gleichwohl von der Bev\u00f6lkerung eine Abfuhr erteilt bekommen? Das geschieht ja nicht zum ersten Mal und entwickelt sich allm\u00e4hlich zu einem Syndrom, dem \u201eHamburg-Syndrom\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Die Antwort ist eigentlich ziemlich einfach: die regierenden Politiker samt Lobbyisten aus der Wirtschaft realisieren nur noch ihre eigenen W\u00fcnsche.\u00a0 Anforderungen der Hamburger B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger werden einfach ignoriert. Infrastruktur ist da ein ganz gro\u00dfes Thema.<\/p>\n<p>Jeder Nutzer des \u00d6ffentlichen Personennahverkehrs kennt das Thema: ein Vergleich der Schnellbahnpl\u00e4ne der deutschen Gro\u00dfst\u00e4dte <a href=\"http:\/\/www.hvv.de\/pdf\/plaene\/hvv_linienplan_schnellbahnplan_usar.pdf\" target=\"_blank\">Hamburg<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.s-bahn-berlin.de\/pdf\/VBB-Liniennetz.pdf\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.mvv-muenchen.de\/fileadmin\/media\/Dateien\/plaene\/pdf\/Netz_2016_Version_A4.PDF\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen <\/a>zeigt eklatante Unterschiede. W\u00e4hrend es in Hamburg drei S-Bahn- und vier U-Bahnlinien gibt, sind es in M\u00fcnchen und Berlin jeweils mindestens das Doppelte bzw. Dreifache, die sogar noch von <a href=\"http:\/\/www.mvv-muenchen.de\/fileadmin\/media\/Dateien\/plaene\/pdf\/Tramnetz_2016.pdf\" target=\"_blank\">Stra\u00dfenbahnlinien <\/a>unterst\u00fctzt <a href=\"http:\/\/stadtplanberlin360.de\/carte\/pdf\/de\/strassenbahn-karte-berlin.pdf\" target=\"_blank\">werden<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/U4-Hafencity.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"attachment wp-att-9024\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9024\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/U4-Hafencity.jpg\" alt=\"U4-Hafencity\" width=\"250\" height=\"141\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/U4-Hafencity.jpg 1352w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/U4-Hafencity-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/U4-Hafencity-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/U4-Hafencity-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>In Hamburg kam der Schnellbahnbau <a href=\"http:\/\/www.horstbu.de\/Top3Fund\/hochbpla\/hopla83.htm\" target=\"_blank\">Mitte der siebziger Jahren<\/a> zum Erliegen. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/City-S-Bahn_Hamburg\" target=\"_blank\">City-S-Bahn<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.urbanrail.net\/eu\/de\/hh\/hamburg_de.htm\" target=\"_blank\">U2-Billstedt\/Durchmesserlinie<\/a> und einige Linienverl\u00e4ngerungen waren die letzten Neutrassierungen. Das grundlegende U-Bahn-Netz stammt dabei, mit Ausnahme der im Sandhaufen endenden U4, vollst\u00e4ndig von den Hamburger Altvorderen aus den Jahren vor dem ersten Weltkrieg und schlie\u00dft sogar die ehemaligen Hamburger Exklaven Gro\u00df-Hansdorf, Schmalenbek, Ohlstedt, Wohldorf, Farmsen und Berne ein. <a href=\"http:\/\/www.archiv-hhnv.de\/stadtmain\/plan1936a.htm\" target=\"_blank\">Das U-Bahn-Netz ist seitdem, <strong>also bis heute (!!)<\/strong>, auf das Gebiet des damaligen kleinen Hamburgs vor dem Gro\u00df-Hamburg-Gesetz von 1937 beschr\u00e4nkt.<\/a> Warum nehmen Politiker und die Chefs der Handelskammer Derartiges nicht wahr?<\/p>\n<p>In Hamburg warten die B\u00fcrger seit vielen Jahrzehnten vergeblich auf die Einl\u00f6sung der Politikerversprechen f\u00fcr neue Schnellbahnanbindungen: Osdorfer Born und Lurup, das Volksparkstadion, Rahlstedt-Gro\u00dflohe, Kirchdorf, Steilshoop und Bramfeld, die City-Nord und die \u00e4u\u00dfere Ringlinie samt Sprung \u00fcber die Elbe.<br \/>\nWir k\u00f6nnen aber auch fragen, wie lange die Realisierung der Flughafen-S-Bahn gedauert hat. Wann wird die S4 Richtung Ahrensburg realisiert werden? Wird die von Fritz Schumacher aus der Zeit um 1925 geplante Bahnverbindung zum <a href=\"http:\/\/www.hamburg.de\/u5\/\" target=\"_blank\">Osdorfer Born wirklich doch nach rund 100 Jahren Planungszeit schon in 2026 fertig sein<\/a>? Wo sind die Radwege bzw. Fahrrad-&#8220;Autobahnen&#8221;, damit Hamburgerinnen und Hamburger <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article126782466\/So-revolutionieren-Fahrraeder-die-Metropolen.html\" target=\"_blank\">in einer modernen Metropole ohne Auto <\/a>schnell und ohne Gefahr zur Arbeit kommen? Wo sind die Fahrradparkstationen an den Bahnh\u00f6fen? Warum werden P+R-Entgelte erhoben?<\/p>\n<p>Alle vorgenannten offenen Bauprojekte und Fragen zur Infrastruktur erscheinen uns in Hamburg vollkommen unstrittig. Der Bedarf ist da &#8211; die Bev\u00f6lkerung will, dass sich hier etwas \u00e4ndert. Aber die Herren Melsheimer und Schmidt-Trenz von der Handelskammer sowie\u00a0 85% unserer Hamburger Politiker erkl\u00e4ren uns, dass das alles Unsinn sei. Man br\u00e4uchte vielmehr Olympische Spiele, eine Elbvertiefung, eine Hafenquerspange samt weiterer elbquerenden Autobahnen, einen Fehmarn-Belt-Tunnel und eine Y-Trasse. Alles Projekte, von der der sogenannte Otto-Normal-B\u00fcrger beim Bestreiten seines normalen Lebens nichts merkt.<\/p>\n<p>Es stellt sich doch vielmehr die Frage, warum 85% der Politiker meinen, einen objektiven Bedarf der Bev\u00f6lkerung ignorieren und an Stelle dessen ihre Vorhaben ohne weitere Erkl\u00e4rung durchziehen zu k\u00f6nnen? Was ist das f\u00fcr ein Verst\u00e4ndnis von Demokratie?<\/p>\n<p>Politiker und Wirtschaftsgr\u00f6\u00dfen z.B. aus der Handelskammer sollten froh sein, dass ihre B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mitbestimmen und sich engagieren wollen. Wenn schon vermeintliche &#8220;Gr\u00f6\u00dfen&#8221; wie Melsheimer und Schmidt-Trenz keine Antworten zu den seit Jahrzehnten unbeantworteten Infrastrukturfragen geben k\u00f6nnen, dann wird es wirklich h\u00f6chste Zeit, dass &#8220;<a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=10&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0ahUKEwj0tqSBoInKAhXF_Q4KHTzcCNEQFghJMAk&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle205589633%2FKritik-an-Hoehe-der-Pension-fuer-Kammerchef-Schmidt-Trenz.html&amp;usg=AFQjCNE_qgRpSbObQs1PKJVG6M4_2tl95g\" target=\"_blank\">derart hochdotierte Koniferen<\/a>&#8221; mit ihrem <strong>Handelskammer-Hamburg-Syndrom<\/strong> schnellstm\u00f6glich <a href=\"http:\/\/www.die-kammer-sind-wir.de\/\" target=\"_blank\">vom Hof gejagt werden<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Handelskammer Pr\u00e4ses, Herr Fritz Horst Melsheimer und sein Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Herr Hans-J\u00f6rg Schmidt-Trenz, haben zum Jahresende 2015 noch einmal ordentlich in die Sahne gehauen und uns B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern gezeigt, was sie von uns halten: NICHTS. 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