{"id":9175,"date":"2016-01-19T20:01:31","date_gmt":"2016-01-19T19:01:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=9175"},"modified":"2017-01-26T19:11:44","modified_gmt":"2017-01-26T17:11:44","slug":"nur-die-deponie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=9175","title":{"rendered":"Nur die Deponie?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Feldhofe3_a.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"attachment wp-att-9222\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-9222\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Feldhofe3_a.jpg\" alt=\"Feldhofe3_a\" width=\"250\" height=\"181\" \/><\/a>In einer <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/51035\/deponie-am-standort-moorburg-%e2%80%93-wie-ist-der-aktuelle-stand-.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Schriftlichen Kleinen Anfrage mit dem Titel &#8220;Deponie am Standort Moorburg \u2013 Wie ist der aktuelle Stand?&#8221;<\/a> hat sich der Senat nach sehr langer Pause zu den Pl\u00e4nen um eine neue <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?page_id=139\" target=\"_blank\">Schlickdeponie<\/a> f\u00fcr den giftigsten Hafenschlick ge\u00e4u\u00dfert. Es scheint wieder an einem Planfeststellungsbeschluss gearbeitet zu werden.<\/p>\n<p>Die Deponie soll auf den bereits im HPA-Betrieb stehenden Entw\u00e4sserungsfl\u00e4chen s\u00fcdlich der Stra\u00dfe &#8220;<a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/@53.4866318,9.9228189,2091m\/data=!3m1!1e3?dg=dbrw&amp;newdg=1\" target=\"_blank\">Moorburger Elbdeich<\/a>&#8221; (Bildmitte) gebaut werden. In der Planung scheint man dabei kostentechnisch m\u00e4chtig erfolgreich gewesen zu sein. So berichtet der Senat in seiner Antwort zu Frage 2 von einer Kostenhalbierung: &#8220;<em>F\u00fcr den Bau der Deponie wurden 48 Millionen Euro veranschlagt. Diese Kosten beinhalten die Planungskosten sowie die f\u00fcr einen Einlagerungsbetrieb erforderlichen vorbereitenden Bauma\u00dfnahmen. Diese Kostenplanung hat sich bei dem zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt m\u00f6glichen Detaillierungsgrad nicht ver\u00e4ndert.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Das ist \u00fcberraschend. Bei der Planung des <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Endbericht-122bis123.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"attachment wp-att-9173\">Deponiestandortes in 2009 wurden noch Kosten in H\u00f6he von 95,6 Mio. Euro<\/a> durch einen externen Gutachter ermittelt. Die Vorgehensweise f\u00fcr die Kostensch\u00e4tzung erfolgte nach DIN 276 und wurde in <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Anhang-14-Kosten.pdf\" rel=\"attachment wp-att-9209\">Anhang 14 zum Gutachten<\/a> dokumentiert. Welche Wege haben zu dieser seltsamen Kostenminderung gef\u00fchrt?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?attachment_id=4559\" target=\"_blank\" rel=\"attachment wp-att-4559\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4559\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Francop1.jpg\" alt=\"\" width=\"229\" height=\"242\" \/><\/a>In der <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5266352\/\" target=\"_blank\">TAZ wird der <\/a><span class=\"body\"><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5266352\/\" target=\"_blank\">Grund f\u00fcr die Deponiepl\u00e4ne angef\u00fchrt<\/a>: &#8220;<em>die seit Jahren wachsenden Schlickmengen, die aus der Elbe und den Hafenbecken gebaggert werden m\u00fcssen, um die Erreichbarkeit f\u00fcr Kreuzfahrtschiffe und Containerfrachter zu gew\u00e4hrleisten.<\/em>&#8221;<br \/>\nDa ist es doch mehr als \u00fc<\/span>berraschend wenn man beim Lesen der Senatsantworten feststellt, dass sich die deponierten Schlickmengen in Francop und Feldhofe in den letzten f\u00fcnf Jahren von 400.000 m\u00b3 im Jahr 2011 auf knapp 160.000 m\u00b3 in 2014 mehr als halbiert haben. Und das obwohl der Hamburger Hafen doch im giftigen Schlick ersticken soll &#8211; wie ist das alles m\u00f6glich?<\/p>\n<p>Die vom Senat angegebenen Restkapazit\u00e4ten von 3,7 Mio. m\u00b3 f\u00fcr die Bestandsdeponien lassen ebenfalls aufmerken: die w\u00fcrden bei den o.a. deponierten Mengen der vergangenen Jahre noch locker f\u00fcr 20 Jahre (in Worten zwanzig!) ausreichen. Warum also jetzt die Eile?<\/p>\n<p>Wir erhalten in den Senatsantworten keine Antwort. Unter Antwort 3 ist lediglich eine Erkl\u00e4rung zu Planungsverz\u00f6gerungen zu lesen &#8220;<em>Des Weiteren musste die Planung der Deponie mehrfach angepasst werden, um die Belange der angrenzenden Infrastrukturprojekte (unter anderem BAB A 26, s\u00fcdliche Stra\u00dfen- und Bahnanbindung Altenwerder) zu ber\u00fccksichtigen.<\/em>&#8221;<\/p>\n<p>Die Trassenplanung f\u00fcr die A26-Ost (Hafenquerspange) war <a href=\"http:\/\/www.hamburg.de\/fernstrassen\/a26-ost\/\" target=\"_blank\">bereits Anfang Juli 2015<\/a> vorgestellt worden. Vergleicht man den Verlauf dieser Trasse mit den <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/Anhang-11a.pdf\" target=\"_blank\">gutachterlichen Planunterlagen f\u00fcr die Deponie aus 2010<\/a> ist festzustellen, dass keine Ver\u00e4nderungen vorgenommen worden sind. Gleiches gilt f\u00fcr den Verlauf der geplanten Bahntrasse. Offen bleibt nur der Verlauf f\u00fcr die s\u00fcdliche Stra\u00dfenanbindung von Altenwerder. Bei einem einem direkten Anschluss an die A7 bzw. Hafenquerspange m\u00fcsste die neue Bahntrasse unterquert werden &#8211; wo k\u00f6nnte daf\u00fcr noch Platz sein?<\/p>\n<p>Insgesamt soll das <a href=\"http:\/\/www.hamburg.de\/fernstrassen\/ablauf\/4655376\/meilensteine\/\" target=\"_blank\">Planfestellungsverfahren f\u00fcr die Hafenquerspange ab Ende 2015<\/a> starten. F\u00fcr die Planfeststellung zur Deponie in Moorburg wird in der Senatsantwort ein nahezu paralleler Zeitplan angef\u00fchrt: &#8220;<em>Es ist davon auszugehen, dass die Entwurfs- und Genehmigungsplanung f\u00fcr die neue Deponie bis Ende des Jahres 2016 abgeschlossen sein wird.&#8221; <\/em>Es k\u00f6nnte die Erkl\u00e4rung sein, warum nun auch die Deponieplanungen in Moorburg wieder aufgenommen werden.<\/p>\n<p>So wird es in 2016 sehr spannend werden, wie die Planer die urspr\u00fcngliche Lage und Gr\u00f6\u00dfe der Deponie mit dem Verlauf aller Verkehrs- und Stromtrassen (vorletzter Absatz) in Einklang bringen wollen. Aufgrund der Kostenhalbierung f\u00fcr die Deponie Moorburg und den <em>vermeintlich geringen<\/em> Mengen an giftigem, zu deponierenden Hafenschlicks erscheint es den Planern vielleicht m\u00f6glich, dass die Deponie nun deutlich kleiner geplant wird: Hamburg verhandelt derzeit mit Schleswig-Holstein \u00fcber eine Vereinbarung zur Verklappung des Schlicks bei Tonne E3 vor Helgoland. Die <a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/ParlDok\/dokument\/51020\/hamburgs-maritime-wirtschaft-in-schwerer-krise-%e2%80%93-aktionsplan-zur-sicherung-der-wettbewerbsf%c3%a4higkeit-und-zur-unterst%c3%bctzung-der-hafenwirtschaft.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Verhandlungen sollen bekannterma\u00dfen zum ersten Quartal 2016 abgeschlossen<\/a> werden.<\/p>\n<p>Wie wir den Senatsantworten entnehmen k\u00f6nnen, entstanden im Jahr 2014 f\u00fcr die Deponierung von 160.000 m\u00b3 Schlick Kosten in H\u00f6he von 9,5 Mio. Euro. Das w\u00e4ren dann gut 59 Euro pro Kubikmeter deponierten Schlicks &#8211; bei Tonne E3 sind dagegen nur 2 Euro zu zahlen. Das alles k\u00f6nnte mit halbierten Deponiebaukosten und ausreichendem Platz f\u00fcr alle Verkehrsfl\u00e4chen mal wieder ein richtiger Hamburger Pfeffersack-Deal werden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Schriftlichen Kleinen Anfrage mit dem Titel &#8220;Deponie am Standort Moorburg \u2013 Wie ist der aktuelle Stand?&#8221; hat sich der Senat nach sehr langer Pause zu den Pl\u00e4nen um eine neue Schlickdeponie f\u00fcr den giftigsten Hafenschlick ge\u00e4u\u00dfert. Es scheint wieder an einem Planfeststellungsbeschluss gearbeitet zu werden. 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