{"id":9348,"date":"2016-02-03T20:03:57","date_gmt":"2016-02-03T19:03:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=9348"},"modified":"2016-02-14T09:55:40","modified_gmt":"2016-02-14T08:55:40","slug":"die-elbe-ist-unser-schicksal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?p=9348","title":{"rendered":"Die Elbe ist unser Schicksal"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Argentinienbr\u00fccke2.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"attachment wp-att-4771\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4771\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Argentinienbr\u00fccke2.jpg\" alt=\"Argentinienbr\u00fccke2\" width=\"250\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Argentinienbr\u00fccke2.jpg 1306w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Argentinienbr\u00fccke2-300x257.jpg 300w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Argentinienbr\u00fccke2-1024x877.jpg 1024w, https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Argentinienbr\u00fccke2-900x771.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>Mit diesem bemerkenswertem Satz war ein <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0ahUKEwi2_Iza1dnKAhWJZCwKHXCQDjsQFggkMAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle206992287%2FNikolaus-W-Schuees-Die-Elbe-ist-unser-Schicksal.html&amp;usg=AFQjCNH1AYU363jz-Fo-9MgMm9jc81NFpQ\" target=\"_blank\">Interview von Herrn Nikolaus Sch\u00fces<\/a> im Hamburger Abendblatt vor einigen Tagen \u00fcberschrieben. Herr Sch\u00fces verf\u00fcgt mit seinem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nikolaus_W._Sch%C3%BCes\" target=\"_blank\">Lebenslauf <\/a>und als gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der in Rostock ans\u00e4ssigen Reederei F. Laeisz GmbH \u00fcber ein umfangreiches \u00f6konomisches Wissen \u00fcber die maritime Wirtschaft. Wenn er sich in der letzten Zeit h\u00e4ufiger \u00e4u\u00dfert, muss ihn etwas dr\u00fccken.<\/p>\n<p>Und so lesen wir zur Schifffahrtskrise: &#8220;<em>Das liegt daran, dass sie sich aus zwei Quellen speist: Zum einen ist das nat\u00fcrlich die Knappheit an Ladung, die jede Art von Frachter trifft und die einfach auf den schwachen Markt reagiert, zurzeit trifft es extrem die Massengutfrachter. Zum zweiten gibt es das System Containerschiffe, das eine Umstrukturierung auf immer gr\u00f6\u00dfere Schiffe erlebt, w\u00e4hrend gleichzeitig die Nachfrage sinkt. Es werden noch immer w\u00f6chentlich gr\u00f6\u00dfere Schiffe bestellt, obgleich der Bedarf daf\u00fcr eigentlich fehlt. Im Grunde genommen ist das Irrsinn. Die Branche versucht das Feuer mit Benzin zu l\u00f6schen. &#8230; Sie haben richtig geh\u00f6rt. Man muss die Krise ausbrennen lassen, und das wird noch einmal viele Jahre dauern. Es geht nicht anders. In den kommenden drei Jahren werden die Containerriesen ausgeliefert, die derzeit bestellt werden. Solange wird sich schon mal gar nichts \u00e4ndern. Und dann wird es noch einmal m\u00f6glicherweise drei Jahre dauern bis sich die Lage wieder normalisiert und sich die Kapazit\u00e4ten dem Wachstum der Wirtschaft angleichen.<\/em>&#8221; Damit Hamburg seine Bedeutung als Hafen halten kann, pl\u00e4diert er weiterhin f\u00fcr die Elbvertiefung: &#8220;<em>Die Fahrrinnenproblematik muss gel\u00f6st werden, weil wir nicht zulassen d\u00fcrfen, dass Partikularinteressen \u00fcber Gemeinschaftsinteressen obsiegen. Ich bin zuversichtlich: das Problem wird gel\u00f6st.&#8221; <\/em>Und dann kommt:\u00a0<em> &#8220;Die Elbe ist unser Schicksal.<\/em>&#8221; Starke Worte, aber warum muss f\u00fcr diesen \u00f6konomischen Unsinn, der sich \u00fcber einige Jahre ausbrennen wird, die Elbe vertieft werden?<\/p>\n<ul>\n<li>Wir erleben derzeit eine Entwicklung bei der Schifffahrt, wie wir sie \u00e4hnlich als Folge der \u00d6lkrise Anfang der siebziger Jahre <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1975\/27\/vom-stapellauf-auf-die-letzte-reise\/komplettansicht\" target=\"_blank\">bei den Riesentankern<\/a> oder nach der Weltfinanzkrise in 2009 <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=2&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0ahUKEwiZsvblo9vKAhWHWywKHamZDzgQFggqMAE&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.welt.de%2Fwelt_print%2Fwirtschaft%2Farticle4967885%2FDie-Krise-ankert-in-der-Geltinger-Bucht.html&amp;usg=AFQjCNF9xwEZpxNOlCipr3fDm9bEGoUo0g\" target=\"_blank\">bei den Containerschiffen<\/a> erleben durften. Manch ein Leser wird sich dabei an die Geltinger Bucht erinnern. Was wird dem Ausbrennen der jetzigen Schifffahrtkrise mit dem Abgesang der Riesencontainerschiffe folgen?<\/li>\n<li>K\u00f6nnen wir die von \u00d6konomen k\u00fcrzlich entdeckte Digitalisierung mit ihren gravierenden Auswirkungen auf Schifffahrt und Hafen einfach ignorieren? Die Statements von <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/thomas-straubhaar-klassischer-gueterhandel-ist-ein-auslaufmodell-a-1068787.html\" target=\"_blank\">Herrn Straubhaar<\/a> &#8220;<em>Die Globalisierung, wie wir sie fr\u00fcher gefeiert haben, mit Containern, Schiffen und H\u00e4fen, wird immer weniger relevant. Es kann \u00f6konomisch nicht nachhaltig sein, Standardg\u00fcter zentral herzustellen und sie um die halbe Welt zu transportieren. K\u00fcnftig wird wieder mehr vor Ort produziert, n\u00e4her am Kunden. Wenn ich sehe, wozu 3D-Drucker f\u00e4hig sind, wird sich da einiges tun.<\/em>&#8221; oder von <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0ahUKEwjJvr6dp9vKAhWJj3IKHayQBg8QqQIIJTAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.abendblatt.de%2Fhamburg%2Farticle206996281%2FHWWI-Chef-mahnt-Hamburger-Hafen-braucht-eine-Erneuerung.html&amp;usg=AFQjCNEaiWzC0vdjRU2OG2CKcGCZ5v3IuA\" target=\"_blank\">Herrn Henning V\u00f6pel<\/a> &#8220;<em>Der Hafen in seiner heutigen Form ist nicht mehr der Wachstumstreiber. Man k\u00f6nnte dort ein Zentrum f\u00fcr 3-D-Druck aufbauen.&#8221; <\/em>lassen aufmerken!<em><br \/>\n<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit diesen von Politik und maritimer Wirtschaft unbeantworteten Fragen erscheinen uns die auf kurze Sicht angelegten wirtschaftlichen Ziele der Reeder vielmehr als Partikularinteressen, denen das Gemeinschaftsinteresse untergeordnet werden soll.<\/p>\n<p>Themenwechsel: Ebenfalls vor wenigen Tagen wurde die Ergebnisse des <a href=\"http:\/\/daten.transparenz.hamburg.de\/Dataport.HmbTG.ZS.Webservice.GetRessource100\/GetRessource100.svc\/5583dfb1-c70b-48b9-8d8f-922a8d764620\/Akte_UN891.71-15_06.pdf\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">Monitorings des Jahres 2015 f\u00fcr die aussterbende Pflanze Schierlingswasserfenchel<\/a> (<em>Oenanthe conioides<\/em>) ver\u00f6ffentlicht. Diese weltweit mittlerweile <strong>nur noch in Hamburg<\/strong> lebende Pflanze ist durch die Elbvertiefung vom Aussterben bedroht. Der Erhalt ihres Lebensraumes ist eines der vielen vor Gericht liegenden Streitthemen zwischen Planfeststellern und Naturschutzverb\u00e4nden. Und wie ist es diesem &#8220;Bl\u00fcmchen&#8221; in 2015 ergangen? &#8220;<em>Insgesamt war 2015 ein sehr gutes Jahr f\u00fcr Oenanthe conioides, wenn man die Anzahl der gefundenen Individuen im Sommer 2015 mit den Ergebnissen der zur\u00fcck liegenden FFH-Monitoringdurchg\u00e4nge vergleicht.<\/em>&#8221; d\u00fcrfen wir auf Seite 67 in der Zusammenfassung lesen. In der Tat, die Zahl der Pflanzen hat sich binnen zweier Jahre um 1.400 Individuen auf 4.272 erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Liest man allerdings die Details k\u00f6nnen wir der Begeisterung der Gutachter nicht folgen. Die Pflanze, die noch vor wenigen Jahren\u00a0 von der St\u00f6r bis nach Hamburg zu finden war, lebt eigentlich nur noch auf ganz engem Raum zwischen der S\u00fcderelbbr\u00fccke und der Bunth\u00e4user Spitze. \u00dcberall gehen tragf\u00e4hige Populationszahlen zur\u00fcck &#8211; im M\u00fchlenberger Loch, einem ehemaligen Hauptverbreitungsgebiet, sind seit dem Airbus-Ausbau alle Pflanze ausgestorben. Schauen wir uns den sehr <a href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/@53.4717908,10.038089,2494m\/data=!3m1!1e3?dg=dbrw&amp;newdg=1\" target=\"_blank\">schmalen Korridor seines Hauptlebensraum am Schweensand und Heuckenlock <\/a>an, hoffen wir, dass niemals eine \u00d6lkatastrophe von z.B. beim <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/?tag=suederelbbruecke\" target=\"_blank\">Rammen der S\u00fcderelbbr\u00fccke<\/a> durch ein Binnenmotorschiff stattfinden und die hier noch lebenden 2.900 Pflanzen <a href=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Moorburger-Hafen-4.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"attachment wp-att-9358\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9358 alignleft\" src=\"https:\/\/www.hamburg-fuer-die-elbe.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Moorburger-Hafen-4.jpg\" alt=\"Moorburger Hafen 4\" width=\"250\" height=\"188\" \/><\/a>zerst\u00f6ren wird.<\/p>\n<p>Auch den Optimismus der Gutachter z.B. f\u00fcr die in 2015 erfolgte Ansiedlungsma\u00dfnahme am Moorburger Hafen k\u00f6nnen wir nicht teilen! So lange dort noch Schiffe, wie die abgebildete &#8220;MS5&#8221; aus Szczecin im Juni 2015, abgewrackt werden d\u00fcrfen, glauben wir nicht an einen Erfolg dieser Ma\u00dfnahme. Der aktuelle \u00dcberlebenskampf von Oenanthe Conioides wird durch die geplante Elbvertiefung noch versch\u00e4rft werden.<\/p>\n<p>So kehren wir zu den Worten von Herrn Sch\u00fces in Sachen Elbvertiefung zur\u00fcck: &#8220;Die Elbe ist unser Schicksal&#8221; umschreibt auch die Zukunft des Schierlingswasserfenchels.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit diesem bemerkenswertem Satz war ein Interview von Herrn Nikolaus Sch\u00fces im Hamburger Abendblatt vor einigen Tagen \u00fcberschrieben. Herr Sch\u00fces verf\u00fcgt mit seinem Lebenslauf und als gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der in Rostock ans\u00e4ssigen Reederei F. Laeisz GmbH \u00fcber ein umfangreiches \u00f6konomisches Wissen \u00fcber die maritime Wirtschaft. 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